Fr, 11:55 Uhr
18.09.2009
Orpheus und Eurydike im Reisefieber
Heute morgen, 8 Uhr. 11 Personen bepacken zwei Kleinbusse mit Bühnenbild, Licht- und Tontechnik, Requisiten, Kostümen, mit privatem Gepäck für vier Tage und mit dem Wichtigsten, dem Kostbarsten: acht Gliederpuppen. Wohin die reise geht, steht hier...
Nachdem die letzten Proben im Theater Nordhausen für das Puppenspiel "Orpheus und Eurydike" stattgefunden haben, steigt beim ganzen Team, bestehend aus Vertretern der Jugendkunstschule e.V., des Theaters Nordhausen und der Stadt Nordhausen, nun das Reisefieber. Nordhausens Partnerstadt Charleville-Mézières ist das Ziel. Hier findet alle 3 Jahre ein internationales Marionettenfestival statt, für das "Orpheus und Eurydike" als Kooperation zwischen dem Jungen Theater und der Jugendkunstschule Nordhausen e. V. mit Unterstützung der Stadt Nordhausen entstanden ist.
Marie Seber, Anna-Maria Filges und Tobias Joch bei einer Probe mit den noch im Rohzustand befindlichen Gliederpuppen. Foto: Ronald Winter
Bühnenerfahrung haben sie alle schon: Anna-Maria Filges, Marie Seber, Deniz Dümmler und Tobias Joch haben schon mehrmals in Produktionen des Theaterjugendclubs - zuletzt in "Die Dreigroschenoper" - auf der Bühne des Theaters Nordhausen gestanden. Doch das Puppenspiel ist eine besondere Kunst, die die vier in einem Workshop mit der erfahrenen Puppenspielerin Sabine Köhler gelernt und in den Proben mit der Leiterin des Jungen Theaters, Bianca Sue Henne, verfeinert haben. Und jetzt tritt der gewünschte Effekt ein: die Bewegungen der Puppen scheinen den eigentlich starren Gesichtern je nach Situation ganz unterschiedliche Ausdrücke zu verleihen, und die Puppen wirken lebendig. "Das gelingt, weil die Puppen so ausdrucksstark sind und die Spieler es schaffen, sich zurückzunehmen und eine Synthese mit ihren Puppen einzugehen", freut sich Bianca Sue Henne über die Leistung ihres jungen Ensembles. "Puppen üben immer einen besonderen Reiz aus. Die von der Jugendkunstschule Nordhausen e.V. liebevoll und detailreich gestalteten Gliederpuppen sind nicht einfach zu bedienen, aber dass sie so wunderschön geworden sind, hat unseren Ehrgeiz entfacht. Wir wollten, dass sie sich so schön bewegen wie sie aussehen."
Die antike Sage vom Sänger Orpheus, der seine geliebte Ehefrau Eurydike aus der Unterwelt zurück ins Leben holen will, wird in dieser Fassung fast pantomimisch, allein durch die Puppen, erzählt. Nur Musik und wenige Erzähltexte, gesprochen von den jungen Puppenspielern, unterstützen die Handlung.
Wenn "Orpheus und Eurydike" aus Frankreich zurückkehrt, werden alle Beteiligten einiges zu erzählen haben. Erlebt haben sie jetzt schon viel in der etwa einjährigen Planungs- und Entstehungsphase.
Nach dem Gastspiel in Frankreich ist "Orpheus und Eurydike" am 26. September um 15.00 Uhr, am 17. Oktober um 18.00 Uhr und am 21. Oktober um 10.00 Uhr im Theater unterm Dach in Nordhausen zu erleben.
Autor: nnzNachdem die letzten Proben im Theater Nordhausen für das Puppenspiel "Orpheus und Eurydike" stattgefunden haben, steigt beim ganzen Team, bestehend aus Vertretern der Jugendkunstschule e.V., des Theaters Nordhausen und der Stadt Nordhausen, nun das Reisefieber. Nordhausens Partnerstadt Charleville-Mézières ist das Ziel. Hier findet alle 3 Jahre ein internationales Marionettenfestival statt, für das "Orpheus und Eurydike" als Kooperation zwischen dem Jungen Theater und der Jugendkunstschule Nordhausen e. V. mit Unterstützung der Stadt Nordhausen entstanden ist.
Marie Seber, Anna-Maria Filges und Tobias Joch bei einer Probe mit den noch im Rohzustand befindlichen Gliederpuppen. Foto: Ronald Winter
Bühnenerfahrung haben sie alle schon: Anna-Maria Filges, Marie Seber, Deniz Dümmler und Tobias Joch haben schon mehrmals in Produktionen des Theaterjugendclubs - zuletzt in "Die Dreigroschenoper" - auf der Bühne des Theaters Nordhausen gestanden. Doch das Puppenspiel ist eine besondere Kunst, die die vier in einem Workshop mit der erfahrenen Puppenspielerin Sabine Köhler gelernt und in den Proben mit der Leiterin des Jungen Theaters, Bianca Sue Henne, verfeinert haben. Und jetzt tritt der gewünschte Effekt ein: die Bewegungen der Puppen scheinen den eigentlich starren Gesichtern je nach Situation ganz unterschiedliche Ausdrücke zu verleihen, und die Puppen wirken lebendig. "Das gelingt, weil die Puppen so ausdrucksstark sind und die Spieler es schaffen, sich zurückzunehmen und eine Synthese mit ihren Puppen einzugehen", freut sich Bianca Sue Henne über die Leistung ihres jungen Ensembles. "Puppen üben immer einen besonderen Reiz aus. Die von der Jugendkunstschule Nordhausen e.V. liebevoll und detailreich gestalteten Gliederpuppen sind nicht einfach zu bedienen, aber dass sie so wunderschön geworden sind, hat unseren Ehrgeiz entfacht. Wir wollten, dass sie sich so schön bewegen wie sie aussehen."
Die antike Sage vom Sänger Orpheus, der seine geliebte Ehefrau Eurydike aus der Unterwelt zurück ins Leben holen will, wird in dieser Fassung fast pantomimisch, allein durch die Puppen, erzählt. Nur Musik und wenige Erzähltexte, gesprochen von den jungen Puppenspielern, unterstützen die Handlung.
Wenn "Orpheus und Eurydike" aus Frankreich zurückkehrt, werden alle Beteiligten einiges zu erzählen haben. Erlebt haben sie jetzt schon viel in der etwa einjährigen Planungs- und Entstehungsphase.
Nach dem Gastspiel in Frankreich ist "Orpheus und Eurydike" am 26. September um 15.00 Uhr, am 17. Oktober um 18.00 Uhr und am 21. Oktober um 10.00 Uhr im Theater unterm Dach in Nordhausen zu erleben.



