Fr, 10:58 Uhr
18.09.2009
Auf der Suche nach Radioaktivität
Die Nordhäuser Feuerwehrleute probten heute den Einsatz nach einem Flugzeugabsturz. Ob alles geklappt hat, verrät Ihnen die nnz online.
Die Beamten der Nordhäuser Berufsfeuerwehr haben jetzt in Halle an einer ABC-Erkundungs-Großübung teilgenommen: Nach einem angenommenen Flugzeugabsturz am Flughafen Leipzig-Halle wurden radioaktive Transportgüter auf einer Fläche von ca. 400 km² vermutet und mussten geortet werden, erklärte Berufsfeuerwehr-Chef Gerd Jung das Szenario.
250 Übungsteilnehmer mit 50 Fahrzeugen aus 5 Bundesländern - darunter 8 Kameraden der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Hesserode mit 2 Fahrzeugen - sollten mit vorhandener Messtechnik mögliche radioaktiv verschmutzte Flächen und Strahlenquellen aufspüren und kennzeichnen. Weiterhin wurden Dosisleistungen in verschiedenen Ortschaften festgestellt, Boden- bzw. Wischproben genommen und ausgewertet. Die Teilnehmer mussten mit ihren Fahrzeugen mit angelegter Schutzausrüstung in schwierigem Gelände handeln und an originalen Flugzeugwrackteilen Strahlenquellen feststellen und kennzeichnen. Eine Dekontamination der Einsatzkräfte und der Fahrzeuge beschloss am späten Nachmittag diese Großübung, sagte Jung.
Im Übungsverlauf wurde den Teilnehmern ein Flugapparat zur Aufklärung größeren Schadenstellen – eine Drohne - vorgestellt. Über verschiedene Sensoren können mit deren Hilfe Luftaufnahmen in Form von Foto- und Videomaterial direkt an die Einsatzleitung übertragen werden. Diese Drohne kann auch in Tunnel und einsturzgefährdete Gebäude fliegen, in die das Eindringen von Einsatzkräften nicht mehr möglich ist.
Die Resonanz bei den Übungsteilnehmern war absolut positiv, konnten doch hier viele Handlungsabläufe unter fast echten Bedingungen getestet werden. Auch die Zusammenarbeit von Feuerwehren aus verschiedenen Bundesländern konnte trainiert werden. In einer ersten internen Auswertung durch die verantwortliche Berufsfeuerwehr Halle wird der Übungsverlauf als sehr positiv eingeschätzt. Es war eine gut organisierte Großübung mit optimalen Bedingungen für das Training im Umgang mit der Messtechnik. An der für das Jahr 2011 geplanten nächsten Großübung werden wir wieder teilnehmen, sagte Jung.
Autor: nnzDie Beamten der Nordhäuser Berufsfeuerwehr haben jetzt in Halle an einer ABC-Erkundungs-Großübung teilgenommen: Nach einem angenommenen Flugzeugabsturz am Flughafen Leipzig-Halle wurden radioaktive Transportgüter auf einer Fläche von ca. 400 km² vermutet und mussten geortet werden, erklärte Berufsfeuerwehr-Chef Gerd Jung das Szenario.
250 Übungsteilnehmer mit 50 Fahrzeugen aus 5 Bundesländern - darunter 8 Kameraden der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Hesserode mit 2 Fahrzeugen - sollten mit vorhandener Messtechnik mögliche radioaktiv verschmutzte Flächen und Strahlenquellen aufspüren und kennzeichnen. Weiterhin wurden Dosisleistungen in verschiedenen Ortschaften festgestellt, Boden- bzw. Wischproben genommen und ausgewertet. Die Teilnehmer mussten mit ihren Fahrzeugen mit angelegter Schutzausrüstung in schwierigem Gelände handeln und an originalen Flugzeugwrackteilen Strahlenquellen feststellen und kennzeichnen. Eine Dekontamination der Einsatzkräfte und der Fahrzeuge beschloss am späten Nachmittag diese Großübung, sagte Jung.
Im Übungsverlauf wurde den Teilnehmern ein Flugapparat zur Aufklärung größeren Schadenstellen – eine Drohne - vorgestellt. Über verschiedene Sensoren können mit deren Hilfe Luftaufnahmen in Form von Foto- und Videomaterial direkt an die Einsatzleitung übertragen werden. Diese Drohne kann auch in Tunnel und einsturzgefährdete Gebäude fliegen, in die das Eindringen von Einsatzkräften nicht mehr möglich ist.
Die Resonanz bei den Übungsteilnehmern war absolut positiv, konnten doch hier viele Handlungsabläufe unter fast echten Bedingungen getestet werden. Auch die Zusammenarbeit von Feuerwehren aus verschiedenen Bundesländern konnte trainiert werden. In einer ersten internen Auswertung durch die verantwortliche Berufsfeuerwehr Halle wird der Übungsverlauf als sehr positiv eingeschätzt. Es war eine gut organisierte Großübung mit optimalen Bedingungen für das Training im Umgang mit der Messtechnik. An der für das Jahr 2011 geplanten nächsten Großübung werden wir wieder teilnehmen, sagte Jung.


