eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Mo, 13:04 Uhr
14.09.2009

Ein Maskenball

theater (Foto: theater) theater (Foto: theater)
Im gut besetzten Foyer des Theaters Nordhausen waren gestern für einen Sonntagvormittag ungewohnte Klänge zu vernehmen: Arien aus der Oper „Ein Maskenball“. Ungewohnt wegen der Zeit, denn Sänger haben meist am Nachmittag oder Abend ihren Auftritt vor dem Publikum. Chefdramaturgin Anja Eisner hatte traditionell zu einer Matinee eingeladen, um die Theaterbesucher auf die nächste Premiere einzustimmen – es ist Verdis Oper „Ein Maskenball“.

Sechs Jahre mussten sich Opernfreunde in Nordhausen gedulden, um wieder eine Verdi Oper in der Rolandstadt erleben zu können. Und mit ihr kommen sowohl der gefeierte Tenor Hugo Mallet wieder ans Haus als auch ein Erfolg versprechendes Regieteam mit Regisseur Søren Schuhmacher, Bühnenbildner Norbert Bellen und Kostümbildnerin Katrin Kath. Alle drei haben in Nordhausen bereits Puccinis „Turandot“ und Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“ inszeniert.

Vor 150 Jahren komponierte Verdi die Oper „Ein Maskenball“ und sorgte mit dem brisanten Stoff für Zündstoff beim Adel. Das Libretto wurde zensiert und so sehr verändert, dass Verdi sogar einen Prozess anstrebte. Schließlich musste die Handlung des „Politkrimis auf Königsebene“ von Europa nach Amerika und vom Königshaus auf Regionalebene verlegt werden. Erst im 20. Jahrhundert wurde die Originalfassung rekonstruiert. In Nordhausen wird nun ab 25. September die unzensierte Fassung des Maskenballs zu sehen sein. Die Oper wird in italienischer Originalsprache mit deutschen Übertiteln gezeigt.

Die musikalische Kostprobe am Sonntagvormittag mit Tenor Hugo Mallet (Gustavo III.) und Jelena Bodrazic (Wahrsagerin Ulrica Arvedson) machte die Besucher schon neugierig auf diese spannende Oper, die sich hinreißender Melodien bedient. „Die Oper lebt von guten Stimmen“, erklärte Generalmusikdirektor Markus L. Frank, der dem Publikum auch am Klavier die Schönheit von Verdis Musik demonstrierte. Markus L. Frank hat die musikalische Leitung. Es ist bereits seine dritte Oper in Nordhausen, die er dirigiert.

Verdis große Oper um Liebe, Freundschaft, Treue, Eifersucht und Mord mit berührenden und hinreißenden Melodien hat am 25. September in Nordhausen Premiere. Beginn: 19.30 Uhr. Die darauf folgenden Vorstellungen sind am 30. September um 15 Uhr, am 17. Oktober um 19.30 Uhr und am 1. November um 14.30 Uhr. Nach der Vorstellung am 15. November lädt der Junges-Theater-Stammtisch wieder in das Theaterrestaurant ein.


Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/ 98 34 52) sowie an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)