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Do, 19:08 Uhr
10.09.2009

Statements zum Magna-Deal

Opel soll künftig zu Magna gehören. So hat es das GM-Management heute bekanntgegeben. Wir haben für Sie einige Reaktionen eingeholt...


Reinholz begrüßt


Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz hat die Entscheidung von General Motors für einen Verkauf von Opel an den österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna be­grüßt. „Die Zitterpartie ist damit beendet“, sagte Reinholz. „Die Opel-Beschäftigten kön­nen endlich aufatmen.“ Damit sei die Verhandlungsstrategie von Bund und Ländern aufge­gangen. Im Vergleich zu allen anderen Möglichkeiten sei das GM-Votum aus deutscher und Thüringer Sicht das bestmögliche Ergebnis. „Für den Standort Eisenach gibt es jetzt eine Zukunftsperspektive.“
 
Thüringen hatte sich in den Verhandlungen von Anfang an für Magna stark gemacht. „Eine solche industrielle Lösung war aus unserer Sicht immer die tragfähigste Alternative für den Standort Eisenach“, betonte Reinholz. Aus seiner Sicht kommt es jetzt angesichts der un­ternehmerischen Probleme bei Opel allerdings darauf an, der Entscheidung so schnell wie möglich Taten folgen zu lassen. Bund und Länder seien bereit, diesen Prozess in geeigne­ter Weise zu flankieren.
 
Aus Thüringer Sicht gelte nach wie vor, dass für die Umsetzung des Magna-Konzepts grundsätzlich das gesamte Förderinstrumentarium des Freistaats Thüringen zur Verfü­gung steht. Der Minister verwies auf die Investitions- und Technologieförderung ebenso wie auf die Darlehens- und Bürgschaftsprogramme des Landes. Besonderes Interesse habe der Freistaat zudem an einer technologischen Weiterentwicklung des Standorts. Reinholz machte allerdings auch deutlich, dass er im Gegenzug eine langfristige Standort- und Arbeitsplatzgarantie für den Standort Eisenach erwarte.


OB begrüßt auch


Eisenachs Oberbürgermeister Matthais Doht sagte: "Es ist ein guter Tag für Eisenach. Ich bin positiv überrascht und auch erleichtert, dass General Motors (GM) Opel an den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna verkaufen will. Diese Grundsatzentscheidung war sehr wichtig. Damit ist der Automobilbau-Standort Eisenach gesichert. Es war auch sehr gut, dass sich hier alle einig waren - die bundestregierung, die Landesregierungen und letztlich auch die vier deutschen Opel-Städte. Jetzt hat das monatelange Bangen und Warten für die Mitarbeiter von Opel Eisenach und auch die Menschen in Eisenach und der Region endlich ein Ende.

Das Magna-Konzept bietet langfristig Sicherheit und Entwicklungsmöglichkeiten für alle deutschen Opel-Standorte. Sicher müssen die angekündigten Bedingungen für den Verkauf sehr genau geprüft und verhandelt werden. Ich hoffe, dass dabei für Opel eine Chance erhalten bleibt, auch seine Fahrzeuge auf dem amerikanischen und chinesischen Markt anbieten zu können. Ich bin zuversichtlich, dass die Bedingungen und Aufgaben nach meinem jetzigen Kenntnisstand in einem überschaubaren Zeitraum sind."


IHK-Chef erleichtert


Die Würfel sind gefallen. Der Opel-Standort Eisenach hat wieder eine Zukunft. Erfurts IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser zeigt sich erleichtert, dass der Verwaltungsrat von General Motors zur Abgabe der deutschen Opel-Tochter bereit ist und den österreichisch-kanadischen Konzern Magna als Investor empfohlen hat. Damit hätte sich der Wunschkandidat der Eisenacher Autobauer durchgesetzt. Magna hatte in seinem Angebot zugesichert, alle vier deutschen Standorte zu erhalten. Durch die Mitwirkung der russischen Sberbank sieht Grusser vor allem gute Perspektiven auf dem osteuropäischen Automarkt.

„Nun muss klug verhandelt werden, um die besten Konditionen für den Standort Eisenach herauszuholen“, so der IHK-Chef. Das Opel-Werk in Thüringen hätte eine große Bedeutung für die Region und wäre ein wichtiger Auftraggeber für eine Vielzahl örtlicher Zulieferer und Dienstleistungsunternehmen.
Autor: nnz/kn

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Kommentare
Real Human
11.09.2009, 08:15 Uhr
Nach der Wahl wird der Löwe aus dem Sack gelassen
Weil ich es selbst nicht besser formulieren könnte, hier die Meinung der BADISCHEn ZEITUNG aus Freiburg von heute, die auch genau meine Meinung ist:

"Wäre der Opel-Verkauf an Magna geplatzt, Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier wären beide als Marionetten mächtiger Industriebosse dagestanden, die lediglich vor den Wählern dicke Backen machen. Den Bürgern wäre der geringe Einfluss der Politik auf Entscheidungen global agierender Unternehmen schonungslos vorgeführt worden. Womöglich wären Union und SPD dafür am 27. September abgestraft worden. So aber dürfen Merkel und Steinmeier weiterhin über die Marktplätze ziehen und den Opel-Verkauf ihrer Weitsicht zuschreiben. Die Komplikationen im Kleingedruckten der Absichtsvereinbarung gibt es frühestens nach der Wahl. Übrigens: Diese Vereinbarung zählt 1000 Seiten"

Quelle: Deutschlandfunk, Presseschau, Freitag, 11. September 2009 07:05 Uhr.
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