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Fr, 12:31 Uhr
11.10.2002

Schlechte Nachrichten für Bauherren

Nordhausen (nnz). Die Zeiten der moderaten Baupreise scheinen vorbei zu sein. Warum? Diese Frage beantworten in der nnz die Landesstatistiker.


Im August 2002 erreichte der Baupreisindex für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude - einschließlich Umsatzsteuer - in Thüringen einen Stand von 95,8 (Basis 1995 = 100). Seit drei Jahren bewegen sich die Preise für Bauleistungen auf dem Niveau des Jahres 1993 (Jahresdurchschnitt 95,1). Allerdings wurden die Bauleistungen nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik von Mai bis August 2002 durchschnittlich um 0,2 Prozent teurer, hervorgerufen durch höhere Preise für Ausbauarbeiten (+ 0,4 Prozent). Die Preise für Rohbauarbeiten blieben unverändert.

Im Jahresvergleich wurde im August der Preisverfall der Bauleistungen gestoppt. Die Baupreise stiegen im Vergleich zum August 2001 um 0,3 Prozent. Dieser Zuwachs resultierte aus Baupreiserhöhungen sowohl im Roh- als auch im Ausbaugewerbe um 0,1 bzw. 0,5 Prozent. Die letzte Preissteigerung gab es im Februar 2001.

Die Preise für Rohbauarbeiten blieben im Vergleich zum August 2001 nahezu unverändert (+ 0,1 Prozent). Während Klempner- sowie Stahlbauarbeiten deutlich teurer wurden
(+ 1,7 bzw. + 1,5 Prozent), sanken die Preise für Zimmer- und Holzbauarbeiten um 0,9 Prozent. Die Preise für Beton- und Stahlbeton- sowie Entwässerungskanalarbeiten gingen um je 0,8 Prozent zurück.

Im Bereich Ausbauarbeiten stiegen im August 2002 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat überdurchschnittlich die Preise für Rollladenarbeiten sowie für den Einbau von raumlufttechnischen Anlagen (jeweils 2,4 Prozent). Der Einbau elektrischer Kabel- und Leitungsanlagen sowie Gas-, Wasser-, Abwasserinstallationsarbeiten verteuerte sich um 2,3 bzw. 2,2 Prozent. Viel billiger wurden Fliesen- und Plattenarbeiten (- 3,2 Prozent), Maler- und Lackierarbeiten (- 3,1 Prozent) sowie Tapezierarbeiten (- 2,9 Prozent).

Der Index für den Neubau von Nichtwohngebäuden betrug im August 2002 für Bürogebäude 99,5 und für gewerbliche Betriebsgebäude 99,2. Gegenüber August 2001 lag die Veränderungsrate bei + 0,6 bzw. + 0,7 Prozent. Im Thüringer Straßenbau hielt der seit Jahresbeginn ausgewiesene Preisrückgang der Bauarbeiten weiter an. Im August 2002 lag die Jahresteuerungsrate bei durchschnittlich - 1,0 Prozent.

Die Preise für Bauleistungen an Ortskanälen und Kläranlagen blieben in den vergangenen drei Monaten stabil. Gegenüber August 2001 gingen die Baupreise für Ortskanäle leicht um 0,1 Prozent zurück. Die Errichtung von Kläranlagen kostete 0,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Autor: nnz

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