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Mi, 11:26 Uhr
09.10.2002

Der Südharz in Erfurt

Nordhausen (nnz). Der Südharz ist den Menschen dieser Region nah, Erfurt vielen fern. Jetzt wird mit Fotos eine Brücke über 75 Kilometer geschlagen.


Im Thüringer Landtag, exakt auf der Etage der SPD-Fraktion, wird am Abend eine interessante Ausstellung über den Südharz eröffnet. „Gipskarstlandschaft Südharz“ heißt sie und beinhaltet 20 großformatige Fotos des Göttinger Fotografen und Biologen Stephan Röhl. Der hat im Südharz Höhlen, Erdfälle, Pflanzen und Tiere fotografiert.

Die Ausstellung, die am Abend von der Landtagsabgeordneten Dagmar Becker (SPD) eröffnet wird, soll auf die Einzigartigkeit dieser Landschaft aufmerksam machen. „Dennoch findet derzeit vor den Toren des Nationalparks Harz ein ungebremster Raubbau an der Natur statt. Mit hoher Geschwindigkeit beuten Firmen die Südharzer Gipslagerstätte aus. Die Öffentlichkeit registriert die nur am Rande“, heißt es in der offiziellen Einladung. Da irrt sich SPD-Fraktionsvorsitzender Heiko Gentzel wohl ein wenig. Die Öffentlichkeit im Südharz-Revier registriert den Rohstoffabbau sehr wohl und reagiert auch darauf. Nachholbedarf scheint es eher für die Öffentlichkeit in Erfurt zu geben. Aber da könnten die 20 Fotos auch für die Sozialdemokraten der Anfang eines Weiterbildungsprozesses sein. Insofern macht die Brücke doch Sinn.
Autor: nnz

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