Mo, 14:06 Uhr
07.10.2002
Eine fast untersagte Sportanlage
Nordhausen (nnz). Am Herder-Gymnasium ist am Mittag die neue Sportanlage an die Schüler übergeben worden. Eigentlich dürfte dort aber niemals Schulsport stattfinden, wenn es nach dem Willen einiger Mitarbeiter der Kreisverwaltung gegangen wäre...
Da soll es doch tatsächlich einige Verwalter des Landkreises gegeben haben, die gegen die neue Sportanlage Front machen wollten. Sie würden sich durch den Lärm in ihrer Arbeit belästigt fühlen, so ihr Argument, das sogar bis zur Personalvertretung vorgedrungen sei. Landrat Joachim Claus (CDU) bestätigte der nnz diese Information. Er habe ein solches Ansinnen überhaupt nicht verstanden und entsprechend auf den Tisch gehauen. Eigentlich sollten meine Mitarbeiter froh sein, wenn junge Menschen vor ihren Fenstern Sport treiben, da kommt wenigstens Leben in die Bude, meinte Claus zwar scherzhaft, aber mit ernstem Unterton.
Heute Mittag war nun erst einmal Leben in der Bude. Hunderte Schüler waren bei der Eröffnung dabei. Die Eröffnung des Sportplatzes war zugleich der offizielle Abschluß der Generalsanierung des Herder-Gymnasiums. Seit 1997 sind in den historischen Schulbau rund 10 Millionen Euro investiert worden, 8,7 Millionen in den Umbau- und Ausbau, 1,2 Millionen in die Ausstattung. Für Schüler und Lehrer wandelten sich damit die Arbeits- und Lernbedingungen vom Attribut unsäglich in hervorragend um.
Ein Dank galt schließlich allen, die für den Umbau verantwortlich zeichneten: Die Firmen, die Verwaltung, die Planer und nicht zuletzt der Kreistag, dessen Mitglieder per Beschluß die Millionen locker machten. Nach den Worten folgten dann auch die Taten. Spitzenathleten wie zum Beispiel Andy Dittmar oder die Jugendweltmeisterin Sophie Krauel zeigten ihr Können. Ab morgen sind die Gymnasiasten dran.
Autor: nnz
Da soll es doch tatsächlich einige Verwalter des Landkreises gegeben haben, die gegen die neue Sportanlage Front machen wollten. Sie würden sich durch den Lärm in ihrer Arbeit belästigt fühlen, so ihr Argument, das sogar bis zur Personalvertretung vorgedrungen sei. Landrat Joachim Claus (CDU) bestätigte der nnz diese Information. Er habe ein solches Ansinnen überhaupt nicht verstanden und entsprechend auf den Tisch gehauen. Eigentlich sollten meine Mitarbeiter froh sein, wenn junge Menschen vor ihren Fenstern Sport treiben, da kommt wenigstens Leben in die Bude, meinte Claus zwar scherzhaft, aber mit ernstem Unterton.Heute Mittag war nun erst einmal Leben in der Bude. Hunderte Schüler waren bei der Eröffnung dabei. Die Eröffnung des Sportplatzes war zugleich der offizielle Abschluß der Generalsanierung des Herder-Gymnasiums. Seit 1997 sind in den historischen Schulbau rund 10 Millionen Euro investiert worden, 8,7 Millionen in den Umbau- und Ausbau, 1,2 Millionen in die Ausstattung. Für Schüler und Lehrer wandelten sich damit die Arbeits- und Lernbedingungen vom Attribut unsäglich in hervorragend um.
Ein Dank galt schließlich allen, die für den Umbau verantwortlich zeichneten: Die Firmen, die Verwaltung, die Planer und nicht zuletzt der Kreistag, dessen Mitglieder per Beschluß die Millionen locker machten. Nach den Worten folgten dann auch die Taten. Spitzenathleten wie zum Beispiel Andy Dittmar oder die Jugendweltmeisterin Sophie Krauel zeigten ihr Können. Ab morgen sind die Gymnasiasten dran.

