Mi, 13:12 Uhr
19.08.2009
Erster empfängt Fünfzehnten
Wenn sich auch nach zwei absolvierten Spieltagen ein absolutes Urteil über die Spielstärke beider Nordthüringer Vereine noch verbietet, so kann nicht verleugnet werden, dass der Start Eintrachts gelungen und der Wackers misslungen ist…
Nun treffen beide am Freitag ab 18.30 Uhr auf dem Göldner unter Leitung des Schiedsrichters Tino Wenkel aufeinander. Scheinbar aussichtslos ist es nach der Tabellenkonstellation, dass der FSV Wacker 90 ausgerechnet beim aktuellen Spitzenreiter den 2:1-Erfolg der Vorsaison wiederholen kann. Sie erinnern sich an das Spiel?
Vielleicht bügelt ein Lars Greschke in Topform die Fehler der Vorderleute erneut aus und vereitelt auch die allerbesten Chancen der Gastgeber, und die Offensivabteilung trifft wieder wie im Juni. Geht das zweimal im Jahr? Warum eigentlich nicht? Haben Wackers Akteure nach zwei Auftaktniederlagen so viel Selbstvertrauen, um das Kunststück zu wiederholen?
Eintracht wird darauf brennen, jenes Spiel als Ausrutscher zu werten und Wacker mit einem eigenen Sieg schon frühzeitig auf (nicht einholbare?) Distanz zu halten. So bliebe man weiter an der Tabellenspitze. Die ersten beiden klaren Erfolge (3:0 gegen Borsch, 4:1 in Schlotheim) machen dem BSV sicher Lust auf mehr. Während Sondershausens Trainer Thomas Stang einen geglückten Punktspieleinstand feiern konnte, sieht es für Frank Rosenthal gar nicht so rosig aus.
Zwei Auftaktniederlagen hatte auch sein Vorgänger Burkhard Venth zu dessen Amtsantritt zu verdauen – und selbst im dritten Spiel damals gelang kein voller Erfolg. Jeder weiß, wie schwer es wird, sich nach einer neuerlichen Niederlage aus dem Tabellenkeller wieder nach oben zu arbeiten, zumal danach Meisterschaftsfavorit Gotha und der starke Aufsteiger Altenburg folgen.
Einzelne Stimmen, dass die Mannschaft oder einige Akteure absichtlich schlecht spielen, sind Unfug. Kapitän Sven Pistorius meint dazu: Das ist Quatsch. Wir spielen für uns und den Verein und sind selbst enttäuscht über die jetzige Situation. Nach den Chancen hätten wir gegen Zeulenroda gewinnen können, ja müssen. Vielleicht kommt der schwierige Auftritt in Sondershausen gerade zur rechten Zeit.
Die Wacker-Angriffabteilung hatte auch viel Pech. Ein Torsten Klaus verschießt keinen Elfmeter aus Jux. Viel lieber trifft er doch ins Netz. Wer daran zweifelt, hat noch nie Fußball gespielt und das Gefühl erlebt, wenn der Torschrei nach einem eigenen Treffer erschallt. Bei der Eintracht kann er es wieder wie im Juni machen, wo er als zweifacher Torschütze gefiel und neben Torhüter Lars Greschke (Bild) maßgeblich am Erfolg beteiligt war.
Natürlich macht sich der Abgang zweier Mittelfeldspieler bemerkbar, doch mit Martin Kolan scheint diese Lücke geschlossen werden zu können. Trainer Frank Rosenthal bescheinigt der Mannschaft jedenfalls, dass sie im Training immer besser mitzieht. Der Schweiß, der da rinnt, wird sich auch wieder in Erfolge ummünzen, vielleicht schon am Freitag. Ansonsten weiß jeder Spieler, jeder Verantwortliche, dass noch mehr zu tun ist.
Wackers Reserve wird am Sonntag um 14.30 Uhr im Albert-Kuntz-Sportpark gegen den Bollstedter SV Blau-Weiß alles versuchen müssen, mit drei Punkten im oberen Bereich der Bezirksligatabelle zu bleiben. Wie die Erste musste die Zweite erkennen, wie schwer es ist, wenn man leichtfertig Chancen vergibt und dann bei großer Hitze einen Rückstand gegen eine Betondeckung wettmachen muss.
Klaus Verkouter
Autor: nnzNun treffen beide am Freitag ab 18.30 Uhr auf dem Göldner unter Leitung des Schiedsrichters Tino Wenkel aufeinander. Scheinbar aussichtslos ist es nach der Tabellenkonstellation, dass der FSV Wacker 90 ausgerechnet beim aktuellen Spitzenreiter den 2:1-Erfolg der Vorsaison wiederholen kann. Sie erinnern sich an das Spiel?
Vielleicht bügelt ein Lars Greschke in Topform die Fehler der Vorderleute erneut aus und vereitelt auch die allerbesten Chancen der Gastgeber, und die Offensivabteilung trifft wieder wie im Juni. Geht das zweimal im Jahr? Warum eigentlich nicht? Haben Wackers Akteure nach zwei Auftaktniederlagen so viel Selbstvertrauen, um das Kunststück zu wiederholen?
Eintracht wird darauf brennen, jenes Spiel als Ausrutscher zu werten und Wacker mit einem eigenen Sieg schon frühzeitig auf (nicht einholbare?) Distanz zu halten. So bliebe man weiter an der Tabellenspitze. Die ersten beiden klaren Erfolge (3:0 gegen Borsch, 4:1 in Schlotheim) machen dem BSV sicher Lust auf mehr. Während Sondershausens Trainer Thomas Stang einen geglückten Punktspieleinstand feiern konnte, sieht es für Frank Rosenthal gar nicht so rosig aus.
Zwei Auftaktniederlagen hatte auch sein Vorgänger Burkhard Venth zu dessen Amtsantritt zu verdauen – und selbst im dritten Spiel damals gelang kein voller Erfolg. Jeder weiß, wie schwer es wird, sich nach einer neuerlichen Niederlage aus dem Tabellenkeller wieder nach oben zu arbeiten, zumal danach Meisterschaftsfavorit Gotha und der starke Aufsteiger Altenburg folgen.
Einzelne Stimmen, dass die Mannschaft oder einige Akteure absichtlich schlecht spielen, sind Unfug. Kapitän Sven Pistorius meint dazu: Das ist Quatsch. Wir spielen für uns und den Verein und sind selbst enttäuscht über die jetzige Situation. Nach den Chancen hätten wir gegen Zeulenroda gewinnen können, ja müssen. Vielleicht kommt der schwierige Auftritt in Sondershausen gerade zur rechten Zeit.
Die Wacker-Angriffabteilung hatte auch viel Pech. Ein Torsten Klaus verschießt keinen Elfmeter aus Jux. Viel lieber trifft er doch ins Netz. Wer daran zweifelt, hat noch nie Fußball gespielt und das Gefühl erlebt, wenn der Torschrei nach einem eigenen Treffer erschallt. Bei der Eintracht kann er es wieder wie im Juni machen, wo er als zweifacher Torschütze gefiel und neben Torhüter Lars Greschke (Bild) maßgeblich am Erfolg beteiligt war.
Natürlich macht sich der Abgang zweier Mittelfeldspieler bemerkbar, doch mit Martin Kolan scheint diese Lücke geschlossen werden zu können. Trainer Frank Rosenthal bescheinigt der Mannschaft jedenfalls, dass sie im Training immer besser mitzieht. Der Schweiß, der da rinnt, wird sich auch wieder in Erfolge ummünzen, vielleicht schon am Freitag. Ansonsten weiß jeder Spieler, jeder Verantwortliche, dass noch mehr zu tun ist.
Wackers Reserve wird am Sonntag um 14.30 Uhr im Albert-Kuntz-Sportpark gegen den Bollstedter SV Blau-Weiß alles versuchen müssen, mit drei Punkten im oberen Bereich der Bezirksligatabelle zu bleiben. Wie die Erste musste die Zweite erkennen, wie schwer es ist, wenn man leichtfertig Chancen vergibt und dann bei großer Hitze einen Rückstand gegen eine Betondeckung wettmachen muss.
Klaus Verkouter


