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Do, 16:05 Uhr
06.08.2009

Geld für Schule und Burg

Es ist Wahlkampfzeit und da bringt ein Nordhäuser Minister Zuwendungsbescheide für die Nordhäuser Stadtverwaltung schon mal gern selbst „vorbei“. Zu mal der Empfänger in persona der gleichen Partei angehört. Da ist die Freude dann doppelt so groß...

Bescheid (Foto: psv) Bescheid (Foto: psv)

Zuwendungsbescheide für die Sanierung der „Flohburg“ in der Altstadt und der Lessingschule in Nordhausen-Salza hat Dr. Klaus Zeh, Chef der Thüringer Staatskanzlei, heute an Nordhausens Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan (auch CDU) übergeben. Die Mittel stammen aus der Städtebauförderung.

Mit dem Bescheid für die Sanierung der Lessingschule stellen der Freistaat Thüringen und der Bund eine Finanzierung in Form eines zinnslosen Darlehens über 3,57 Millionen Euro für die Sanierung der Schule bereit. Die Rückzahlung des Darlehens erfolgt durch die Stadt innerhalb von 20 Jahren nach Anschluss der Baumaßnahmen.

Für die Sanierung der Flohburg und deren Umbau zu einer stadthistorischen Sammlung überreichte der Minister einen Bescheid als 1. Teilbewilligung aus der Städtebauförderung in Höhe von 500.000 Euro. Der Anteil der Stadt an der Finanzierung der Baukosten beträgt damit nur 15 %. Üblich sind 20%. Der Freistaat Thüringen unterstützt aus eigenen Landesprogrammen die Stadt auf Grund der Wichtigkeit des Vorhabens in der Nordhäuser Altstadt mit zusätzlichen 5% .

Dr. Zeh sagte, dass diese Darlehen bzw. Zuschüsse „der Stadt wohl tun werden.“ Sowohl die Sanierung der „Flohburg“ als auch der Lessing-Schule sei „eine ordentliche Leistung, die Stadt, der Freistaat und der Bund gern gemeinsam schultern.“ Mit Blick auf die Lessingschule sagte Dr. Zeh, dass die Stadt Nordhausen ihre „Aufgabe als Trägerin der Grund- und Regelschulen sehr gut meistert.“

Es sei von Vorteil, so der Minister, dass er gleichzeitig Nordhäuser Stadtratsmitglied sei „weil die Kenntnisse von den Verhältnissen vor Ort hilfreich sind, wenn es um die Gewährung von Finanzmitteln geht.“

Dezernentin Inge Klaan sagte, „dass ohne die großzügige Unterstützung des Freistaates und des Bundes Nordhausens Stadterneuerung nie so erfolgreich verlaufen wäre“. Insgesamt seien seit 1991 30 Millionen Euro an Fördermittel in Nordhausens Innenstadt geflossen. Sie kündigte an, dass man sich künftig wieder intensiver der Re-Vitalisierung der Altstadt widmen werde. Derzeit erarbeite man für Nordhausens historischen Stadtteil verschiedene Quartierskonzepte.

Darin sei unter anderem auch vorgesehen, Teile des Mühlgrabens freizulegen und mit der gewonnenen Aufenthaltsqualität die privaten Grundstückseigentümer zur eigenen Grundstücksvermarktung zu animieren. Wir haben in der Altstadt sehr schöne Wohnqualitäten, die wir in der Zukunft weiter ausbauen werden. Auch zukünftig benötigen wir die Unterstützung Freistaates, damit der Stadtsanierungsprozess erfolgreich abgeschlossen werden kann.
Autor: nnz

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Kommentare
schnuff
07.08.2009, 13:47 Uhr
Alles hat seine zwei Seiten...
Es ist Wahlkampf, da hat der Autor des Artikels wohl Recht. Und es werden natürlich Zuwendungsbescheide öffentlich wirksam an den Mann oder die Frau gebracht. Das sind in erster Linie wichtige Bausteine für die weitere Entwicklung der Stadt Nordhausen.

Und es ist legitim, dass man auch in Wahlkampfzeiten das Ganze öffentlich wirksam übergibt, denn es ist letztlich unser aller Geld.

Bedauerlich ist nur, das der Autor mit unterschiedlichen Maßstäben misst. In Kommunalwahlkampfzeiten konnte der aufmerksame Leser unter dem Titel "Hilfe für Helfende" am 18.05.2009 lesen, wie die Oberbürgemeisterin (SPD) an die Vereinsvorsitzende (ebenfalls SPD) einen Scheck über 15.000 EUR übergaben hat.

Wie pflegte eine gute Freundin immer zu sagen: Chance gehabt - Chance vertan !!
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