Di, 12:02 Uhr
21.07.2009
Thüringer Hotels gut ausgelastet
Nach einem eher verhaltenen Beginn der Sommersaison zeigt sich inzwischen die Mehrzahl der Thüringer Hotelbetriebe zufrieden mit der Auslastung ihrer Bettenkapazitäten. Das ergab eine Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt unter 75 Unternehmen Nord- und Mittelthüringens.
Die gegenwärtige Wirtschaftskrise hinterlässt noch keine gravierenden Spuren in der Thüringer Tourismusbranche, zieht IHK-Hauptgeschäfts-führer Gerald Grusser ein vorläufiges Fazit. Fast 70 Prozent der befragten Hoteliers zeigten sich zufrieden mit der Auslastung ihrer Häuser. Der befürchtete Einbruch bei den Gästezahlen sei bisher ausgeblieben. Jeder Zehnte hätte sogar Zuwachsraten gegenüber dem Vorjahr.Im Trend lägen vor allem Kurzreisen, die die Urlaubskasse schonen und oftmals recht spontan gebucht würden.
Wer sich nur wenige Tage Urlaub gönnt, zieht ein nahes Ziel in Deutschland vor, um schon bei An- und Abreise etwas Zeit zu sparen, so Grusser. Davon profitiere auch Thüringen. Natürlich wären auch kulturelle Veranstaltungen, zeitbezogene Schnäppchenangebote und nicht zuletzt das unbeständige Wetter plausible Gründe für die teils sprunghaft ansteigenden Buchungen. Oft stünden die Urlauber sogar ohne Anmeldung vor der Tür. Doch auch darauf seien die einheimischen Gastronomen zumeist gut vorbereitet und vernetzt. Bei vollem Haus würden die Gäste an die nächstgelegene Einrichtung vermittelt. Schließlich gelte es nach Ansicht der Unternehmer, keinen zu verprellen und Sympathien für die Region einzuwerben.
Dennoch spürten auch die Tourismusbetriebe die wachsende Unsicherheit der Verbraucher. Die Nachfrage nach Sonderpreisen und günstigeren Wochenendraten habe ebenso zugenommen wie die Anzahl der kurzfristigen Stornierungen. Immer mehr würde auch über das Internet gebucht und der Preisvergleich mit benachbarten Hotels und Pensionen angeführt.Starke Verluste melden die Unternehmer bisher nur im Geschäftsreiseverkehr, berichtet der IHK-Chef. Hier hätten die Stornierung von Tagungen und Kongressen sowie die Reduzierung des Reisebudgets in den Betrieben für einen massiven Rückgang gesorgt.
Zur Kostenentlastung fordere die Branche weiterhin beharrlich die Einführung eines ermäßigten Mehrwertsteuersatzes für Hotellerie und Gastronomie. Fast 70 Prozent aller befragten Leistungsträger wollten laut IHK die zusätzlichen Mittel nutzen, um ihre Häuser zu modernisieren und auch neue Mitarbeiter einzustellen.
Autor: nnzDie gegenwärtige Wirtschaftskrise hinterlässt noch keine gravierenden Spuren in der Thüringer Tourismusbranche, zieht IHK-Hauptgeschäfts-führer Gerald Grusser ein vorläufiges Fazit. Fast 70 Prozent der befragten Hoteliers zeigten sich zufrieden mit der Auslastung ihrer Häuser. Der befürchtete Einbruch bei den Gästezahlen sei bisher ausgeblieben. Jeder Zehnte hätte sogar Zuwachsraten gegenüber dem Vorjahr.Im Trend lägen vor allem Kurzreisen, die die Urlaubskasse schonen und oftmals recht spontan gebucht würden.
Wer sich nur wenige Tage Urlaub gönnt, zieht ein nahes Ziel in Deutschland vor, um schon bei An- und Abreise etwas Zeit zu sparen, so Grusser. Davon profitiere auch Thüringen. Natürlich wären auch kulturelle Veranstaltungen, zeitbezogene Schnäppchenangebote und nicht zuletzt das unbeständige Wetter plausible Gründe für die teils sprunghaft ansteigenden Buchungen. Oft stünden die Urlauber sogar ohne Anmeldung vor der Tür. Doch auch darauf seien die einheimischen Gastronomen zumeist gut vorbereitet und vernetzt. Bei vollem Haus würden die Gäste an die nächstgelegene Einrichtung vermittelt. Schließlich gelte es nach Ansicht der Unternehmer, keinen zu verprellen und Sympathien für die Region einzuwerben.
Dennoch spürten auch die Tourismusbetriebe die wachsende Unsicherheit der Verbraucher. Die Nachfrage nach Sonderpreisen und günstigeren Wochenendraten habe ebenso zugenommen wie die Anzahl der kurzfristigen Stornierungen. Immer mehr würde auch über das Internet gebucht und der Preisvergleich mit benachbarten Hotels und Pensionen angeführt.Starke Verluste melden die Unternehmer bisher nur im Geschäftsreiseverkehr, berichtet der IHK-Chef. Hier hätten die Stornierung von Tagungen und Kongressen sowie die Reduzierung des Reisebudgets in den Betrieben für einen massiven Rückgang gesorgt.
Zur Kostenentlastung fordere die Branche weiterhin beharrlich die Einführung eines ermäßigten Mehrwertsteuersatzes für Hotellerie und Gastronomie. Fast 70 Prozent aller befragten Leistungsträger wollten laut IHK die zusätzlichen Mittel nutzen, um ihre Häuser zu modernisieren und auch neue Mitarbeiter einzustellen.


