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Di, 13:15 Uhr
24.09.2002

Zukunft auf den Weg gebracht

Nordhausen (nnz). Im Nordhäuser Rathaus trafen sich am Vormittag die Gesellschafter der Theater GmbH. Dabei sollten mehrere Dokumente beraten und beschlossen werden.


Die Gesellschafterversammlung der Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen GmbH hat nach ihrer Sitzung heute morgen im Nordhäuser Rathaus den Weg für eine Zusammenarbeit mit dem Theater Rudolstadt frei gemacht. Die Eckdaten des Kooperationsvertrages sollen bis Ende Oktober feststehen. Damit ist zugleich der Finanzierungsvertrag mit dem Freistaat Thüringen seitens der GmbH unterschriftsreif. Der Entwurf wird noch heute nach Erfurt geschickt.

Die Umstrukturierungen bzw. Veränderungen innerhalb der GmbH waren nötig, um angesichts von Tarifsteigerungen die Finanzierung des Theaters zu sichern. Michael Schröder, Rechtsanwalt und Referent für juristische Fragen beim Deutschen Bühnenverein, war Gast bei der Sitzung der Mitglieder der Gesellschafterversammlung, die die Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) geleitet hat.

Folgendes haben die Gesellschafter heute einstimmig beschlossen:

1. Die Gesellschafter stimmen dem Entwurf des Finanzierungsvertrages des Landes Thüringen zu, um den im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs derzeit gewährten Festfinanzierungsbetrag des Freistaats in der bisherigen Höhe (4.9 Millionen Euro) bis zum 31. Dezember 2008 festzuschreiben und das Unternehmen damit für die Jahre 2004 bis 2008 abzusichern und weiterzubetreiben .


2. Zur zukünftigen Absicherung des Angebotes in der Sparte Schauspiel soll ein Kooperationsvertrag mit dem Thüringer Landestheater Rudolstadt / Saalfeld zum gegenseitigen Austausch von Schauspiel- und Musiktheaterproduktionen (ohne Orchester; lediglich Solisten und Chor) möglichst bei Kostenneutralität geschlossen werden. Es sollen geeignete Maßnahme ergriffen werden, um die gegenseitige Abstimmung hinsichtlich dispositioneller Fragen sicherzustellen.

3. Die Geschäftsführung wird beauftragt, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um den Spielbetrieb aus eigener Produktion in den Bereichen Konzert, Musiktheater und Ballett auch über den 31. Dezember 2003 hinaus sicherzustellen und das entsprechende künstlerische Konzept umzusetzen.

4. Der Beschäftigungsstand nach dem Stellenplan soll in den kommenden Jahren schrittweise von derzeit 235 Stellen abgesenkt werden. Hierzu soll u.a. Personal im technischen und hilfskünstlerischen Bereich sowie den Bereichen Hauspersonal und Werkstätten abgebaut werden. Dazu sollen - wie in anderen Bereichen bzw. Unternehmen der öffentlichen Hand bereits geschehen - vor allem Vorruhestandsreglungen genutzt werden. Sieben Stellen im Schauspiel müssen sofort abgebaut werden.

5. Die Geschäftsführung wird beauftragt, alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um die theaterpädagogische Jugendarbeit des Kinder- und Jugendtheaters im Rahmen der Aufgabenstellung des Unternehmens bis zum Jahr 2008 abzusichern.

6. Die Geschäftsführung wird beauftragt, ab der Spielzeit 2004/2005 ein Schauspielangebot für das Theater Nordhausen in enger Zusammenarbeit mit dem Thüringer Landestheater Rudolstadt/ Saalfeld zu organisieren. In der Übergangsspielzeit 2003/2004 geschieht dies durch verbleibende Schauspieler des eigenen Schauspielensembles.

7. Die Geschäftsführung wird beauftragt zu prüfen, ob der Abschluss eines Haustarifvertrages möglich ist.

Darüber hinaus beschlossen die Gesellschafter, die Stelle der Theaterleitung neu auszuschreiben. Der Aufsichtsrat der Theater GmbH wird einen Entwurf der Ausschreibung ausarbeiten.
Autor: nnz

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