Sa, 20:20 Uhr
21.09.2002
Packendes Ortsderby vor Rekordkulisse
Nordhausen (nnz). Am heutigen 5. Spieltag der Landesklasse West trafen auf dem Karl-Henze-Sportplatz die FSG Salza und Wacker 90 Nordhausen zum mit Spannung erwarteten Ortsderby aufeinander. nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg berichtet von der Begegnung.
Für den Schatzmeister der FSG Salza gab es bereits vor dem Spiel Grund zur Freude. 1036 zahlende Zuschauer - das bedeutet Zuschauerrekord in der Landesklasse West - sorgten nicht nur für eine stimmungsvolle Kulisse auf dem Karl-Henze-Sportplatz in Salza im Punktekampf zwischen Salza und Nordhausen, sondern auch für ein erkleckliches Sümmchen in die Vereinskasse.
Den Kickern beider Mannschaften war das allerdings egal. Sie wollten den Fans ein ordentliches Spiel mit möglichst vielen Toren liefern. Das gelang ihnen auch. Es war zwar keine hochklassige, dafür aber eine jederzeit spannende und abwechslungsreiche Begegnung, in der Salza den besseren Start erwischte. Die Gastgeber hätten bereits nach zehn Minuten in Führung liegen können, ja müssen. Aber wer selbst hundertprozentige Chancen vergibt, darf sich am Ende nicht wundern, wenn er mit leeren Händen da steht. Rieger hatte allein drei Riesenmöglichkeiten: Nach einer kurz getretenen Ecke jagte er das Leder knapp über das Tor (2.), nach einem sehenswerten Solo zog er ab, aber Fuhrmann konnte gerade noch vor der Linie retten (3.) und als er völlig frei vor dem Wacker-Tor auftauchte, rettete Lenczewski in großer Manier (10.). Nach diesem Salzaer Wirbel wachten die Nordhäuser auf und setzten durch Puc (11.) und Kulbacki (16.) erste Achtungszeichen.
Das Bemühen, den Kasten rein zu halten, war bei beiden Teams in der Folgezeit unverkennbar und tat dem Spiel nicht gut. Das änderte sich jedoch, als Pistorius nach einer Flanke von Mook und Zuspiel von Schmidt den Führungstreffer für Wacker markierte (30.). Nur vier Minuten später erhöhte Puc nach Vorlage von Kohlhause auf 2:0. Salza gab jedoch nicht auf. Kurz vor dem Pausenpfiff des souverän leitenden Schiedsrichters Hoffmann aus Seligenthal erspielte sich Gottschalk eine Großchance, aber Lenczewski war auf dem Posten (43.).
Salza kam mit frischem Elan aus der Kabine. Trainer Silvio Böhm brachte Nette und Schiminitzki für den verletzten Schütze und den enttäuschenden Daniel Verkouter. Gottschalk kümmerte sich intensiv um den schnellen Pistorius, so dass Wacker vorerst nicht mehr zum Zuge kam. Die Platzbesitzer setzten ganz auf Angriff und schnürten die Gäste in der eigenen Hälfte förmlich ein. Basse prüfte mit einem scharf getretenen Freistoß aus 30 m Lenczewski, auch Nettes Schuss parierte der Nordhäuser Schlussmann großartig. Gegen den Kopfball von Ermisch ins lange Eck, nach Vorlage von Rieger, war der gute Keeper jedoch machtlos (50.). Der Anschlusstreffer beflügelte das Angriffsspiel der Salzaer. Wacker hatte in dieser Phase nur wenig dagegen zu setzen. Weißhaupt brachte Kühne für den verletzten Kohlhause (61.) und Lüddemann für den ebenfalls angeschlagenen Mook (72.).
Salza vergab Chance auf Chance. Besser machten es die Nordhäuser. In der 79. Minute köpfte Puc nach einem Einwurf von Kühne zur 3:1-Führung für Wacker ein. Effektiver kann man nicht spielen. Die Gäste machten aus drei Großchancen drei Tore. Die Männer um Kapitän Enrico Weber gaben sich jedoch nicht geschlagen. Schiminitzki erzielte im Nachschuss den Anschlusstreffer. Böhm wechselte nochmals. Für Basse kam Angriffsspieler Dausch. Aber es blieb beim knappen Wacker-Sieg in einer durchaus sehenswerter und fairen Partie.
Autor: rhFür den Schatzmeister der FSG Salza gab es bereits vor dem Spiel Grund zur Freude. 1036 zahlende Zuschauer - das bedeutet Zuschauerrekord in der Landesklasse West - sorgten nicht nur für eine stimmungsvolle Kulisse auf dem Karl-Henze-Sportplatz in Salza im Punktekampf zwischen Salza und Nordhausen, sondern auch für ein erkleckliches Sümmchen in die Vereinskasse.
Den Kickern beider Mannschaften war das allerdings egal. Sie wollten den Fans ein ordentliches Spiel mit möglichst vielen Toren liefern. Das gelang ihnen auch. Es war zwar keine hochklassige, dafür aber eine jederzeit spannende und abwechslungsreiche Begegnung, in der Salza den besseren Start erwischte. Die Gastgeber hätten bereits nach zehn Minuten in Führung liegen können, ja müssen. Aber wer selbst hundertprozentige Chancen vergibt, darf sich am Ende nicht wundern, wenn er mit leeren Händen da steht. Rieger hatte allein drei Riesenmöglichkeiten: Nach einer kurz getretenen Ecke jagte er das Leder knapp über das Tor (2.), nach einem sehenswerten Solo zog er ab, aber Fuhrmann konnte gerade noch vor der Linie retten (3.) und als er völlig frei vor dem Wacker-Tor auftauchte, rettete Lenczewski in großer Manier (10.). Nach diesem Salzaer Wirbel wachten die Nordhäuser auf und setzten durch Puc (11.) und Kulbacki (16.) erste Achtungszeichen.
Das Bemühen, den Kasten rein zu halten, war bei beiden Teams in der Folgezeit unverkennbar und tat dem Spiel nicht gut. Das änderte sich jedoch, als Pistorius nach einer Flanke von Mook und Zuspiel von Schmidt den Führungstreffer für Wacker markierte (30.). Nur vier Minuten später erhöhte Puc nach Vorlage von Kohlhause auf 2:0. Salza gab jedoch nicht auf. Kurz vor dem Pausenpfiff des souverän leitenden Schiedsrichters Hoffmann aus Seligenthal erspielte sich Gottschalk eine Großchance, aber Lenczewski war auf dem Posten (43.).
Salza kam mit frischem Elan aus der Kabine. Trainer Silvio Böhm brachte Nette und Schiminitzki für den verletzten Schütze und den enttäuschenden Daniel Verkouter. Gottschalk kümmerte sich intensiv um den schnellen Pistorius, so dass Wacker vorerst nicht mehr zum Zuge kam. Die Platzbesitzer setzten ganz auf Angriff und schnürten die Gäste in der eigenen Hälfte förmlich ein. Basse prüfte mit einem scharf getretenen Freistoß aus 30 m Lenczewski, auch Nettes Schuss parierte der Nordhäuser Schlussmann großartig. Gegen den Kopfball von Ermisch ins lange Eck, nach Vorlage von Rieger, war der gute Keeper jedoch machtlos (50.). Der Anschlusstreffer beflügelte das Angriffsspiel der Salzaer. Wacker hatte in dieser Phase nur wenig dagegen zu setzen. Weißhaupt brachte Kühne für den verletzten Kohlhause (61.) und Lüddemann für den ebenfalls angeschlagenen Mook (72.).
Salza vergab Chance auf Chance. Besser machten es die Nordhäuser. In der 79. Minute köpfte Puc nach einem Einwurf von Kühne zur 3:1-Führung für Wacker ein. Effektiver kann man nicht spielen. Die Gäste machten aus drei Großchancen drei Tore. Die Männer um Kapitän Enrico Weber gaben sich jedoch nicht geschlagen. Schiminitzki erzielte im Nachschuss den Anschlusstreffer. Böhm wechselte nochmals. Für Basse kam Angriffsspieler Dausch. Aber es blieb beim knappen Wacker-Sieg in einer durchaus sehenswerter und fairen Partie.

