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Di, 12:20 Uhr
30.06.2009

Quasi Kriegserklärungen

So langsam aber sicher finden sich die Fraktionen im Nordhäuser Stadtrat und auch die im Kreistag. Gestern zum Beispiel wurde der Vorsitz der sozialdemokratischen Kreistagsfraktion gewählt. Und fast wie immer bei den Sozis soll die Zusammenkunft im Debakel geendet sein...


Doch erst einmal zu den Fakten: Der Vorstand der Fraktion ist unverändert in seiner Funktion bestätigt worden. In geheimer Wahl wurden Dagmar Becker zur Vorsitzenden sowie Winfried Theuerkauf und Andreas Weigel zu Stellvertretern gewählt. So weit – so gut.

Fakt war aber auch und nicht nur Insider wussten das: Avancen auf einen Stellvertreterplatz hatte auch Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke. Er hatte in dem Gremium von zwölf künftigen Kreisräte nur keine Chance. Nun kann man dieses Ergebnis als Resultat eines urdemokratischen Vorgangs abhaken. Geht aber nicht, wenn man die Geschichte der SPD im Landkreis und der SPD in der Stadt betrachtet.

Es funktioniert einfach nicht zusammen, es funktionierte so richtig eben noch nie. Die einen meinen schlauer als die anderen zu sein und ein Zurück gibt es für beiden Seiten nicht. Beispiel Jendricke. Nach der verlorenen Wahl zum Stellvertreter wollte der Nordhäuser Bürgermeister unbedingt in den Kreisausschuss. Klappte auch nicht. Wieder verloren.

Und so haben sich die kreislichen Sozis mit quasi bilateralen Kriegserklärungen auf die kommende Arbeit im Kreistag für die nächsten fünf Jahre eingestimmt. Ob sie dann noch als Partner für anderen Fraktionen wirklich taugen, wird sich zeigen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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Kommentare
H.Buntfuß
30.06.2009, 16:37 Uhr
Machtgeil oder?
Was sind das eigentlich für Leute, die sich für so unentbehrlich halten und der Meinung sind, sie müssten in jedem Vorstand sitzen. Hier zeigt es sich wieder einmal sehr deutlich: Macht und Karriere geht über alles. Da nimmt man sogar den Bruch mit der Partei hin, oder? Ich frage mich nur, was das für Wähler sind, die solchen Personen ihre Stimme geben?
denk-mal
30.06.2009, 17:13 Uhr
was das für wähler sind ?
ich kann es ihnen sagen, sie wählen frau rinke und wissen nicht, dass sie eigentlich dem unbekannten rest der SPD ihre stimme verschaffen.
bei herrn jendricke ist das anders, der ist beliebt aber von seiner kreistagsfraktion sicherlich unverstanden - anders will ich das nicht erklärt wissen.
Demokrat
01.07.2009, 07:33 Uhr
1. Schritt
Hallo denk-mal,
die Entscheidung der Kreis-SPD Mathias Jendricke von allen verantwortungvollen Posten im Landkreis fern zu halten ist der erste richtige Schritt für eine sachliche Arbeit im Sinne des Wählers.

Nicht jeder Sozialdemokrat im Landkreis war die letzten Jahre unfähig, ohne Herrn J. eine sachliche Arbeit zu leisten. Außerdem rechtfertigt sein persönliches Wahlergebnis keine andere Postenverteilung.
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