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Di, 15:45 Uhr
09.06.2009

Rinke als letzte Vergabe-Instanz

Barbara Rinke (SPD) will weiter Oberbürgermeisterin bleiben und damit auch Mitglied des Stadtrates sein. Und sie wird „letzte Instanz“ bei der Vergabe von Aufträgen. All das wurde heute angekündigt...


„Dass sich die Mitglieder des Stadtrates in ihrer Mehrheit der Sache – dem Wohle des Bürgers – verpflichtet fühlten und die Parteipolitik nicht dominierte, das hat unsere Stadt stark gemacht und ich würde mich freuen, wenn dies wird auch in Zukunft so ist“, sagte jetzt Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) mit Blick auf die zurückliegende Wahl des Nordhäuser Stadtrates.

Sie bedanke sich bei den Wählerinnen und Wählern für das eindeutige Votum und das ausgesprochene Vertrauen. „Ich bin für das Ergebnis dankbar. Zeigt es doch, dass wir den richtigen Weg gegangen sind. Natürlich bleibe ich – entgegen anderer Aussagen – auch Mitglied des Stadtrates, wie es die Thüringer Kommunalordnung vorsieht“, sagte Frau Rinke. Der Wahlausgang sei gewachsene Verpflichtung, „die Verantwortung ist gestiegen, ich will ihr so gut wie möglich gerecht werden. Ich freue mich auf die kommende Legislaturperiode.“

Wenn die Menschen in Nordhausen mit der bisherigen Arbeit zufrieden seien, „so ist dies nicht meine Leistung allein. Der Erfolg liegt im Willen zur Kooperation und der Zusammenarbeit und dem Engagement vieler, insbesondere der Stadträte“, so Frau Rinke weiter.

Die kommende Wahlperiode „wird von erheblichen Herausforderungen gekennzeichnet sein. Am gravierendsten dabei ist der Wegfall der europäischen Fördermittel für Ostdeutschland im Jahr 2013 – das wird auf Landes- und Kommunalebene finanzielle Einbrüche geben, deren Bewältigung wir bereits jetzt angehen müssen.“ Das sei ein gutes Beispiel „an dem sich zeigt, dass Entscheidungen in Brüssel direkt Auswirkungen bis nach Nordhausen haben. Insofern hätte ich mir eine höhere Beteiligung bei der Wahl zum Europäischen Parlament gewünscht.“

Als das lokal wichtige Thema für die kommenden Jahre sieht die Oberbürgermeisterin „die Klima- und Energiepolitik auch lokal für Nordhausen. Hier liegen große Herausforderungen angesichts schwankender Energiepreise und des Klimawandels. Beides wird um Nordhausen keinen Bogen machen.“

Allerdings sei es Aufgabe des Stadtrates, die grundlegenden Schwerpunkte zu bestimmen. So sei es selbstverständlich, wenn auch Themen aus dem Wahlkampf „wie zum Beispiel löchrige Straßen auf die Agenda gesetzt werden.“

Frau Rinke kündigte zugleich an, dass es eine neue Dienstanweisung zur Vergabe von Aufträgen geben werde. „Es ist richtig zu fordern, dass Aufträge möglichst in der Region bleiben. Deshalb wird die letzte Entscheidung über die Auftragsvergabe künftig direkt bei mir an der Verwaltungsspitze fallen.“

Die erste Stadtratssitzung sei für den 1. Juli um 16 Uhr geplant. „Sie wird im Bürgersaal stattfinden. „Auf der Tagesordnung stehen die Verpflichtung der Stadtratsmitglieder für ihr Amt und die Vereidigung der Ortsbürgermeister.“
Autor: nnz/kn

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Kommentare
Stadtbürger
09.06.2009, 17:49 Uhr
Warum nicht schon eher?
Also wenn ich das lese, dass die OB jetzt die letzte Instanz sein will bei der Auftragsvergabe, frage ich mich allen Ernstes warum sie nicht schon eher darauf geachtet hat ob Aufträge in der Region bleiben oder nicht.

Sie redet immer von "regionalen Geldflüssen". Dabei werden Aufträge aber z. B. an Architekturbüros aus Weimar vergeben. Mir wäre neu, dass Weimar zu unserer Region gehört, aber vielleicht ist ja die OB mit ihren Eingemeindungen doch noch nicht fertig!

Ich vermute mal, dass diese Äußerungen eher dem eintretenden Größenwahn angesichts der 13 SPD-Sitze im Stadtrat geschuldet bleiben. Das ihre "Spezial-Demokraten" dieses Ergebnis nur durch Wählertäuschung erreicht haben, scheint keinerlei moralischen Bedenken hervor zu rufen. Und die Argumentation, dass der Wähler dies wusste, ist schlichtweg falsch. Die wenigstens wussten, dass die OB die Wahl gar nicht annehmen wird, wenn sie ihr Amt behalten will.

Mir bleibt die Hoffnung, dass CDU, FDP und Linke diesen ungesunden Fantastereien von Frau Rinke Einhalt gebieten. Denn sie drei haben die Mehrheit und nicht Frau Rinke und ihre Stehkragen-Proletarier.

Der höchste Vertreter in Nordhausen ist nun mal der Stadtrat - ob es Frau Rinke nun passt oder nicht!
eccehomo
09.06.2009, 19:59 Uhr
schon komisch
Schon komisch war, dass die CDU in ihren Annoncen unmittelbar vor der Wahl Frau Rinke vorgeworfen hatten, dass diese Aufträge außerhalb der Region vergeben hat (Wobei ich glaube, dass sich das niemals vermeiden lässt...).

Komisch deshalb, denn die Vergabe von Aufträgen läuft ja wohl im Verantwortungsbereich von Frau Klaan (CDU), wenn ich den jüngsten Artikel zu Ausschreibung und Auftragsvergabe innerhalb der Stadtverwaltung richtig verstanden habe. Aber ich kann da durchaus falsch liegen.
Peppone
09.06.2009, 20:26 Uhr
Komisch
ist, dass die Baudezernentin für Auftragsvergaben zuständig sein soll liebe eccehomo. Wenn ich mal was nicht genau weiß, dann denke ich immer an die geflügelten Worte: Der Fisch fängt immer am Kopf an zu stinken.

Versuchen Sie das doch auch mal. Auf den Falschen werden Sie mit dieser Methode jedenfalls nicht kommen!

Auftragsvergaben gehören ab einer bestimmten, laut Satzung festgelegten Summe in den Stadtrat. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Wenn das in Zukunft Frau Rinke macht, dann kann man sich das Sitzungsgeld sparen und den Stadtrat nach hause schicken!
-Insider-
09.06.2009, 20:36 Uhr
@eccehomo
Fr Rinke steht ein gutes stück über Fr Klaan und wenn Fr Rinke die Vergabe nach Weimar bestimmt, kann sich Fr Klaan auf den kopf stellen und mit der balalaika spielen.....dann geht die vergabe nach Weimar....

die konsequenz daraus wäre, das Fr Klaan versucht sich und den willen ihrer partei (regionale vergabe) durchzusetzen....das ergebnis bekäme sie dann spätestens bei der nächsten amtszeit, die dann wohl ohne sie stattfinden würde, oder?
denk-mal
09.06.2009, 23:28 Uhr
von rinkes gnaden stadtrat sein . . .
wie peinlich muss es sein, wenn man durch die stimmen die frau rinke als oberbürgermeisterin bekommen hat nun im stadtrat, als stadtrat mitspielen darf. stadtrat von rinkes gnaden!

mit anstand hatten diese tricks der spd in diesem wahlkampf wahrlich nichts zu tun da wurden die demokrateischen parteien auf großplakaten genauso wie die rechten in einen topf geschmissen.

sie wurden verunglimpft! da wurde der sport neu entdeckt, obwohl er in der vergangenheit auch schon da war - förderung ? und jetzt wird gepredigt die aufträge müssen in der region bleiben, jetzt ? wohin gingen denn die millionen gelder und die aufträge für die landesgartenschau ? es ist doch eine ständig neuerfundene polemik, die da bemüht wird.

und die masse der wähler glaubten mit ihrem kreuzchen sie müssen die rinke wählen, sie wäre ja sonst keine oberbürgermeisterin. das sie kein stadtrat im sinner dieser whl würde glaubte keiner mit verstand !

ich bin gespannt wie die parteien cdu, linke, und fdp sich zukünftig verhalten. die cdu, in persona herr klodt sprach ja schon vom ende des schmusekurses. sie gestatten mir ein lächeln. wenn der zirkus funktionieren soll, müssen sie wieder rücksichten nehmen schon der frau klan (cdu, hauptamtliche beigeordnete) zuliebe. die linken sind mit sicherheit verschnupft, denn die haben ja noch den text mit dem "nicht steigbügelhalter" im ohr. die fdp waren ja so wie so schon immer kritischer aber leider bisher zu wenig, aber das hat sich ja dank den wählern geändert.

alo machen wir es wie rudi karrell und singen "lass dich überaschen"
Cicero
10.06.2009, 14:29 Uhr
Ein Schelm der böses dabei denkt.
Wie Frau OB Rinke in Zukunft die anfallenden Aufträge der Kommune vergibt, dürfte eine spannende Sache werden. Wieso sollen schwerwiegende Finanzentscheidungen von einer Person getroffen werden?

Ist nicht Pluralität von Meinung und eine gemeinsame Problemklärung garant für sinnvolle Entscheidungen? Das muss man dem unbedarften Wähler einmal erklären. Lächerlich ist die Begründung, das dann eine regionale Auftragsvergabe garantiert wird.
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