Mi, 12:07 Uhr
03.06.2009
Kaum Interesse?
Derzeit zieren die vielen Wahlplakate aller Formate die Szenerie vieler Straßen in Nordhausen. In den meisten Fällen gucken uns – den Wähler – irgendwelche Köpfe an. Eine Partei jedoch macht sich in diesem Jahr rar...
Die LINKE, als sie noch PDS sich nannte, war mit Wahlwerbung immer up to date. Die Motive der Plakate hatten was. Die Sprüche waren originell. Selbst im kommunalen Wahlkampf vor fünf Jahren. Jetzt heißt es rot wählen auf blauem Untergrund. Oder: Ein Herr Bisky blickt auf uns alle und fordert zur Europawahl auf.
Und es gibt ein Plakat mit zwei Herren, die als LINKE in den Kreistag wollen. Das war’s dann mit Wahlwerbung, soweit ich das in Nordhausen erblicken konnte.
Das registriert natürlich auch die Basis dieser Partei, in der es schon lange grummelt. Über Jahre hinweg. Und auch die jetzige Sprecherelite konnte die Wogen nicht glätten. Im Gegenteil, viele Genossen sind sauer. Vor allem die, die in Gemeinderäte und Kreistag einziehen wollen. Man sieht sie nicht.
Das sei auch so gewollt, hört man in den Mitgliederreihen, denn die ersten drei Plätze im Stadtrat und im Kreistag sind der sichere Garant für den Einzug in das jeweilige Gremium. Und da tauchen die Namen Bachmann, Keller, Haase und Scharff auf. Warum soll ein Kreisvorstand beschließen, dass noch viel Geld ausgegeben wird für personifizierte Plakate, wenn man selbst auf dem sicheren Platz angekommen ist?
Die Basis ist stinksauer, noch traut sich niemand so recht damit an die Öffentlichkeit. Doch das könnte nach dem jetzigen Wahlsonntag anders werden. Wie Insider wissen, liegen viele Plakate schon in der Geschäftsstelle. Die sollen jedoch für die nächsten Wahlkämpfe dienen. Diese Wahlgänge seien dem Vorstand wichtiger, wird hinter vorgehaltener Hand geflüstert. Der Grund scheint ebenfalls ganz einfach zu sein. Da geht es nur noch um drei Personen. Zwei (Birgit Keller, Rainer Bachmann) für die Landtagswahlen und eine (Alexander Scharff) für die Bundestagswahlen. Alles Vorstandsmitglieder.
Viele LINKE wetten jetzt schon darauf, dass dann mehr Plakate hängen werden. Schließlich müsse die eigene Karriere schon ein wenig mehr gesteuert werden, als die der anderen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzDie LINKE, als sie noch PDS sich nannte, war mit Wahlwerbung immer up to date. Die Motive der Plakate hatten was. Die Sprüche waren originell. Selbst im kommunalen Wahlkampf vor fünf Jahren. Jetzt heißt es rot wählen auf blauem Untergrund. Oder: Ein Herr Bisky blickt auf uns alle und fordert zur Europawahl auf.
Und es gibt ein Plakat mit zwei Herren, die als LINKE in den Kreistag wollen. Das war’s dann mit Wahlwerbung, soweit ich das in Nordhausen erblicken konnte.
Das registriert natürlich auch die Basis dieser Partei, in der es schon lange grummelt. Über Jahre hinweg. Und auch die jetzige Sprecherelite konnte die Wogen nicht glätten. Im Gegenteil, viele Genossen sind sauer. Vor allem die, die in Gemeinderäte und Kreistag einziehen wollen. Man sieht sie nicht.
Das sei auch so gewollt, hört man in den Mitgliederreihen, denn die ersten drei Plätze im Stadtrat und im Kreistag sind der sichere Garant für den Einzug in das jeweilige Gremium. Und da tauchen die Namen Bachmann, Keller, Haase und Scharff auf. Warum soll ein Kreisvorstand beschließen, dass noch viel Geld ausgegeben wird für personifizierte Plakate, wenn man selbst auf dem sicheren Platz angekommen ist?
Die Basis ist stinksauer, noch traut sich niemand so recht damit an die Öffentlichkeit. Doch das könnte nach dem jetzigen Wahlsonntag anders werden. Wie Insider wissen, liegen viele Plakate schon in der Geschäftsstelle. Die sollen jedoch für die nächsten Wahlkämpfe dienen. Diese Wahlgänge seien dem Vorstand wichtiger, wird hinter vorgehaltener Hand geflüstert. Der Grund scheint ebenfalls ganz einfach zu sein. Da geht es nur noch um drei Personen. Zwei (Birgit Keller, Rainer Bachmann) für die Landtagswahlen und eine (Alexander Scharff) für die Bundestagswahlen. Alles Vorstandsmitglieder.
Viele LINKE wetten jetzt schon darauf, dass dann mehr Plakate hängen werden. Schließlich müsse die eigene Karriere schon ein wenig mehr gesteuert werden, als die der anderen.
Peter-Stefan Greiner


