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Do, 15:29 Uhr
28.05.2009

Sport nicht mißbrauchen

Der Wahlkampf gerät immer mehr zum Schlagabtausch zwischen LINKE und SPD. Nicht ganz unschuldig daran ist Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD), der zum Beispiel dem neuen Kreistag einiges beibringen will...


"Ich will dem Kreistag gern beibringen, dass die Zuschüsse für den Sport genauso wichtig sind, wie die Zuschüsse für die Jugendarbeit“, erklärte Matthias Jendricke in der nnz. Bisher stehen im Landkreishaushalt für dieses Jahr gerade mal 11.000 Euro für die Sportunterstützung drin", bemängelte er.

“Schön dass nun Herr Jendricke als ehemaliger 1. Beigeordnete dem Kreistag etwas beibringen will. Der politisch Interessierte möge sich sein eigenes Urteil über die Belehrung einer demokratisch zu wählenden Vertretungskörperschaft bilden“, meint LINKE-Sprecher Rainer Bachmann. Der Kreissportbund hatte vor der Kommunalwahl die Parteien zu einem Informationsgespräch über die weitere Zusammenarbeit eingeladen.

Das Gespräch mit Birgit Keller und Bachmann fand bereits am 19. März in einer sachlichen und konstruktiven Atmosphäre statt (nnz berichtete). Nach der Wahl werden die Vorschläge in einer der ersten Fraktionssitzung beraten. DIE LINKE ist gegen jeglichen Missbrauch des Sports für eigene Wahlkampfzwecke der Nordhäuser SPD.
Autor: nnz

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Kommentare
Peppone
28.05.2009, 16:23 Uhr
Für ein paar Kreuze
sind sich einige Leute wohl für nichts zu schade. Die „Sportler“, die Herrn Jendricke hier bei seiner „Verpolitisierung“ des Sports hilfreich zur Seite stehen, sollten sich einmal überlegen, was denn überhaupt der Grundgedanke des Sportes und des damit verbundenen Vereins- und Verbandslebens ist. Ihren Vereinen und dem Sport an sich erweisen solche „Parteisportler“ nur einen Bärendienst.

Offensichtlich wird hier der olympische Gedanke nur auf das „Dabei sein ist Alles“ reduziert.

Man muss auch kein LINKER sein, um zu der Erkenntnis zu kommen, dass Parteipolitik im Sport und in Vereinen nichts zu suchen hat. Das ist einfach nur traurig und kontraproduktiv, was hier geboten wird. Das führt zur Spaltung der Gesellschaft bis ins letzte gemeinschaftliche Glied!
Leuchtturm
28.05.2009, 17:11 Uhr
Ein paar Kreuze (hin oder her )
Leuchtturm !

Ich denke man sollte die Kirche im Dorf lassen , was sollen die Wähler denken.
eccehomo
30.05.2009, 12:04 Uhr
Enttäuscht von Dr. Zeh
Mit Bestürzung habe ich jetzt festgestellt, dass sowohl LINKE als auch CDU das Kreiswappen (also ein Hoheitszeichen) für Wahlkampfzwecke ihrer Parteien verwenden, sowohl auf Flyern als auch auch Plakaten.

Angesichts der gemeinsamen Wurzeln im politischen System der DDR verwundert es mich bei den LINKEN und bei Egon Primas persönlich nicht.

Enttäuscht bin ich aber, dass das Wappen auch auf den Plakaten zu finden ist, die allgemein für die CDU werben - ganz persönlich enttäuscht bin ich dabei von Dr. Zeh, der ja seine Wurzeln in der DDR-Bürgerrechtsbewegung hat. Und deren vordringliches Ziel war es ja damals, die Vereinnahmung des Staates durch Parteien abzuschaffen.

Hinzu kommt, dass Herr Dr. Zeh ein nicht unwesentlicher Repräsentant des Freistaates Thüringen ist, und er es trotzdem zulässt, dass seine Partei in seinem Wahlkreis derartige Verstösse begeht. Da er das Wappen auf seinen Plakaten nicht verwendet, gehe ich davon aus, dass er klug genug ist, zu wissen, dass dies problematisch-, wenn nicht sogar ein Rechtsverstoss - ist.

Warum sehen Sie zu, Herr Dr. Zeh, wie jeder an unserem Rechtsstaat herumpickt?

Die gleiche Frage stelle ich an die Presse, die dies längst zum Thema gemacht haben sollte und auch insbesondere an die FDP, die sich schon aus ihrer Geschichte her für die Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit engagiert einsetzen sollte.

(P.S.: Um Spekulationen vorzubeugen: Ich bin weder SPD-Mitglied, noch Jendricke-Sympatisantin, sondern lediglich eine politisch interessierte Bürgerin, die nicht möchte, dass Rechtsstaatlichkeit und Demokratie zu Markte getragen werden. Dafür ist mir beides zu viel Wert.)
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