Fr, 07:12 Uhr
29.05.2009
nnz-Wahlkampfecke: Steuerzahler zahlt
Bündnis 90/Die Grünen sehen vielfältige Möglichkeiten, sich in die Politik auf kommunaler und Kreisebene einzuschalten. Einen Schwerpunkt dabei bildet der Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen, deren Verschwendung letztendlich dem kleinen Bürger teuer zu stehen kommt und die kommenden Generationen benachteiligt...
Nicht nur Verkehrsplanungen, wie die immer wieder von einem kleinen Personenkreis neu gestellte Forderung nach Ausbau der Straße von Sülzhayn nach Rothesütte, die selbst dem Straßenbauamt Nordthüringen ein Dorn im Auge ist, bedürfen einer ehrlichen Betrachtungsweise. Und die führt immer zu der Frage: Wer bezahlt das?
Zu den natürlichen Ressourcen gehört das Trinkwasser ebenso wie das Abwasser. Bündnis 90/Die Grünen haben schon im vergangenen Jahr die unerträgliche Situation der Einleitung ungeklärter Abwässer in Steigerthal moniert. Den Bürgern wird nun wieder einmal vor der Wahl suggeriert, sie könnten Fördermittel in unbegrenzter Höhe vom Land Thüringen in Anspruch nehmen, um ihre häuslichen Kläranlagen zu finanzieren.
Doch genau das ist nicht der Fall und stellt auch für Steigerthal und andere Ortschaften im Gipskarst infolge des hoch sensiblen Grundwasserkörpers, trocken fallender Oberflächengewässer und der Auslaugungsvorgänge keine Lösung dar. Eine preiswerte Alternative zum Kanalanschluss sind grundstücksbezogene Kläranlagen in der Regel nicht.
Sorgen bereiten den Grünen auch die Verkehrsplanung im städtischen Gebiet, so die sogenannte Westtangente am Kohnstein mit Anbindung an die B 234. Es wurde von mehreren Varianten die Lösung gewählt, die gerade den Bereich der Salzaquelle und die dort befindlichen Trinkwasserschutzzonen gefährdet. Ein Bauwerk von immensem Ausmaß wird den gesamten Landschaftsraum am Kohnstein beanspruchen, die Verdämmung für das Wohngebiet in Krimderode / Salza wird den Anwohnern schlaflose Nächte bereiten.
Doch damit nicht genug. Auch bedeutende Grundwasserbrunnen der Stadt Nordhausen stehen auf dem Spiel, und so fragen sich die Grünen, ob der Anschluss an die Fernwasserleitung von Südthüringen nur noch eine Frage der Zeit ist. Die Rechnung würde wie immer der kleine Mann bezahlen und die Begehrlichkeiten, die Wasserversorgung zu privatisieren, steigen so rasant wie dann die Trinkwasserpreise. Insofern ist eine wesentliche Forderung der Bündnisgrünen, die regionalen Schutzzonen zu erhalten und vor Erschließung neuer Ressourcen die Instandsetzung von Leitungssystemen voran zu treiben.
Eine Privatisierung kommunaler Unternehmen im Wasserversorgungs- und Abwassersektor wird es mit Bündnis 90/Die Grünen im Landkreis nicht geben. Die Grundlagen dafür, das dies nicht passiert, liegen in unserem jetzigen Handeln.
Gisela Hartmann
Autor: nnzNicht nur Verkehrsplanungen, wie die immer wieder von einem kleinen Personenkreis neu gestellte Forderung nach Ausbau der Straße von Sülzhayn nach Rothesütte, die selbst dem Straßenbauamt Nordthüringen ein Dorn im Auge ist, bedürfen einer ehrlichen Betrachtungsweise. Und die führt immer zu der Frage: Wer bezahlt das?
Zu den natürlichen Ressourcen gehört das Trinkwasser ebenso wie das Abwasser. Bündnis 90/Die Grünen haben schon im vergangenen Jahr die unerträgliche Situation der Einleitung ungeklärter Abwässer in Steigerthal moniert. Den Bürgern wird nun wieder einmal vor der Wahl suggeriert, sie könnten Fördermittel in unbegrenzter Höhe vom Land Thüringen in Anspruch nehmen, um ihre häuslichen Kläranlagen zu finanzieren.
Doch genau das ist nicht der Fall und stellt auch für Steigerthal und andere Ortschaften im Gipskarst infolge des hoch sensiblen Grundwasserkörpers, trocken fallender Oberflächengewässer und der Auslaugungsvorgänge keine Lösung dar. Eine preiswerte Alternative zum Kanalanschluss sind grundstücksbezogene Kläranlagen in der Regel nicht.
Sorgen bereiten den Grünen auch die Verkehrsplanung im städtischen Gebiet, so die sogenannte Westtangente am Kohnstein mit Anbindung an die B 234. Es wurde von mehreren Varianten die Lösung gewählt, die gerade den Bereich der Salzaquelle und die dort befindlichen Trinkwasserschutzzonen gefährdet. Ein Bauwerk von immensem Ausmaß wird den gesamten Landschaftsraum am Kohnstein beanspruchen, die Verdämmung für das Wohngebiet in Krimderode / Salza wird den Anwohnern schlaflose Nächte bereiten.
Doch damit nicht genug. Auch bedeutende Grundwasserbrunnen der Stadt Nordhausen stehen auf dem Spiel, und so fragen sich die Grünen, ob der Anschluss an die Fernwasserleitung von Südthüringen nur noch eine Frage der Zeit ist. Die Rechnung würde wie immer der kleine Mann bezahlen und die Begehrlichkeiten, die Wasserversorgung zu privatisieren, steigen so rasant wie dann die Trinkwasserpreise. Insofern ist eine wesentliche Forderung der Bündnisgrünen, die regionalen Schutzzonen zu erhalten und vor Erschließung neuer Ressourcen die Instandsetzung von Leitungssystemen voran zu treiben.
Eine Privatisierung kommunaler Unternehmen im Wasserversorgungs- und Abwassersektor wird es mit Bündnis 90/Die Grünen im Landkreis nicht geben. Die Grundlagen dafür, das dies nicht passiert, liegen in unserem jetzigen Handeln.
Gisela Hartmann

