Mo, 12:29 Uhr
11.05.2009
Liebe und Leid
Das Lied der Lieder von Schelomo, erotische Gedichte als Annäherung zweier Liebender. Diese prickelnde Atmosphäre könnte es am kommenden Samstag im Landkreis Nordhausen geben. Wo genau, das erfahren Sie mit dem bekannten Klick...
Das Hohelied Salomos, wie es Martin Luther nannte, diese berühmte fragmentarische Sammlung von Liebes- und Hochzeitliedern im Alten Testament der Bibel und im jüdischen Tanach, dieses Lied der Lieder, hebräisch Shir ha Shirim, regt seit Anbeginn des Erscheinens die Übersetzer an und die Interpreten. Deshalb wird es im Lyrikhaus am Samstag, dem 16. Mai, ab 14.30 Uhr in drei verschiedenen Nachdichtungen dargeboten.
Ich bin eine Blume zu Sharon und eine Rose im Tal.
Wie eine Rose unter den Dornen, so ist meine Freundin unter den Töchtern.
Wie ein Apfelbaum unter den wilden Bäumen, so ist mein Freund unter den Söhnen ... (Martin Luther)
Ich bin eine Tulpe des Scharon,
eine Lilie der Täler.
Wie eine Lilie unter Dornengestrüpp
ist meine Freundin unter den Mädchen.
Wie ein Apfelbaum unter Waldbäumen
ist mein Liebster unter den Burschen ... (Stefan Schreiner)
Wechselweise treten in dieser Liebeslyrik ein Mann, eine Frau und eine Art Chor als Sprecher auf. Als älteste deutsche Fassung wird die Übersetzung Martin Luthers aus dem Jahr 1545 vorgetragen. Es folgt die Nachdichtung von Stefan Schreiner von 1981 und die von Klaus Reichert, entstanden 1996. Das Hohe Lied Salomos besteht aus acht Kapiteln, in denen jeweils mehrere Liebes- und Hochzeitslieder versammelt sind.
Um die Tiefe der gegenseitigen Verehrung, Hinwendung und Liebe auszudrücken, bedient sich diese Dichtung einer einprägsamen reichen Bildsprache. Die Vergleiche spiegeln eine Fülle an Liebesbekundungen, die oft verblüffen. Generationen von Dichtern gab das Lied der Lieder Anregungen zum eigenen Schaffen.
Die Eintrittskarte zeigt ein Liebespaar aus der Renaissancezeit, das als Relief auf einer Ofenkachel abgebildet ist, die kürzlich bei archäologischen Ausgrabungen in Nordhausen in der Kranichstraße Ecke Pferdemarkt gefunden wurde.
Heidelore Kneffel
Autor: nnzDas Hohelied Salomos, wie es Martin Luther nannte, diese berühmte fragmentarische Sammlung von Liebes- und Hochzeitliedern im Alten Testament der Bibel und im jüdischen Tanach, dieses Lied der Lieder, hebräisch Shir ha Shirim, regt seit Anbeginn des Erscheinens die Übersetzer an und die Interpreten. Deshalb wird es im Lyrikhaus am Samstag, dem 16. Mai, ab 14.30 Uhr in drei verschiedenen Nachdichtungen dargeboten.
Ich bin eine Blume zu Sharon und eine Rose im Tal.
Wie eine Rose unter den Dornen, so ist meine Freundin unter den Töchtern.
Wie ein Apfelbaum unter den wilden Bäumen, so ist mein Freund unter den Söhnen ... (Martin Luther)
Ich bin eine Tulpe des Scharon,
eine Lilie der Täler.
Wie eine Lilie unter Dornengestrüpp
ist meine Freundin unter den Mädchen.
Wie ein Apfelbaum unter Waldbäumen
ist mein Liebster unter den Burschen ... (Stefan Schreiner)
Wechselweise treten in dieser Liebeslyrik ein Mann, eine Frau und eine Art Chor als Sprecher auf. Als älteste deutsche Fassung wird die Übersetzung Martin Luthers aus dem Jahr 1545 vorgetragen. Es folgt die Nachdichtung von Stefan Schreiner von 1981 und die von Klaus Reichert, entstanden 1996. Das Hohe Lied Salomos besteht aus acht Kapiteln, in denen jeweils mehrere Liebes- und Hochzeitslieder versammelt sind.
Um die Tiefe der gegenseitigen Verehrung, Hinwendung und Liebe auszudrücken, bedient sich diese Dichtung einer einprägsamen reichen Bildsprache. Die Vergleiche spiegeln eine Fülle an Liebesbekundungen, die oft verblüffen. Generationen von Dichtern gab das Lied der Lieder Anregungen zum eigenen Schaffen.
Die Eintrittskarte zeigt ein Liebespaar aus der Renaissancezeit, das als Relief auf einer Ofenkachel abgebildet ist, die kürzlich bei archäologischen Ausgrabungen in Nordhausen in der Kranichstraße Ecke Pferdemarkt gefunden wurde.
Heidelore Kneffel

