Mo, 13:58 Uhr
30.03.2009
nnz-Forum: Kapitalismus beerdigt
Gestern ist in Frankfurt am Main gegen die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise demonstriert worden. Auch aus Nordhausen waren Frauen und Männer dabei. Einer von ihnen hat seine Eindrücke notiert...
Wir, eine Gruppe aus Nordhausen und Sondershausen waren nach Frankfurt gefahren um an der Demonstration teilzunehmen. Es ist nur traurig, dass wir von keiner Seite unterstützt wurden. Als erstes muss ich festhalten, dass es gewisse Staatsdiener immer noch nicht gelernt haben, richtig zu zählen. Oder werden sie von ihren Dienstherren angewiesen falsche Zahlen über die Demonstrationsteilnehmer anzugeben, so wie man es mit den Arbeitslosenzahlen und allen anderen für die Regierung negativen Zahlen macht?
Die Zahl der Demonstranten war weitaus höher, als von den Offiziellen angegeben. Von den Veranstaltern habe ich erfahren, dass sich an beiden Demonstrationen in Frankfurt sowie in Berlin 55.000 Personen beteiligt haben. Allein in Frankfurt waren 125 Reisebusse im Einsatz.
Doch kommen wir zu der Demonstration selber: Es gab zwei Züge die aus verschiedenen Richtungen zum Rathaus, den Römer, marschierten. Der Zug dem wir uns anschlossen formierte sich unweit vom Hauptbahnhof. Eröffnet wurde die Demo durch fünf Redebeiträge – darunter war auch eine Gastrednerin aus Griechenland. In allen ging es um die Finanzkrise und ihre wirtschaftlichen und politischen Folgen. Die Demonstration führte durch das Bankenviertel zum Römerplatz, wo man sich mit dem anderen Zug vereinte.
Die Banken wurden von der Polizei besser abgesichert als ein Hochsicherheitsgefängnis, Polizisten mit Kameras standen an jeder Ecke. Sie begleiteten den Zug auf Schritt und Tritt. Ich bin mir ziemlich sicher, sie haben es geschafft jeden Demonstranten abzulichten. Einige der Demonstranten riefen unserem Terrorminister Schäuble Grüße zu – direkt in die Kameras. Der Polizist hinter der Kamera war sichtlich verstört. Es zeigte sich wieder sehr deutlich, welche Angst die Regierenden vor ihren Volk haben.
Auf dem Platz vor dem Alten Römer angekommen, gab es erst einmal ein wenig musikalische Unterhaltung. Es brauchte seine Zeit, bis die sich die beiden Demonstrationszüge auf dem Römerplatz vereinten. Jeder der einzelnen Rednerinnen und Redner wies darauf hin, wer die Schuldigen an der Finanz - und Wirtschaftskrise sind. Es handelt sich um Wirtschaftsbosse, Banker und Politiker. Die Ersteren beiden waren zu gierig nach schnödem Geld. Die Politiker gaben ihnen durch die Schaffung zweifelhafter Gesetze und Verordnungen die Gelegenheit dazu. Zum Ausdruck wurde auch gebracht, dass die Regierung hinter Merkel dem Volk bewusst die Unwahrheit über die Finanz- und Wirtschaftskrise sagt. Man will erst die Bundestagswahl hinter sich bringen und dann wird das Volk mit der ganzen Wahrheit konfrontiert.
Zu erwähnen wäre noch, dass eine Gruppe 16 bis 18 jähriger in schwarz gekleidete Personen, Oskar Lafontaine mit lauten Gebrüll daran hindern wollte zu reden, was ihnen aber nicht gelang. Sie wurden durch die anderen Demonstranten sehr schnell isoliert. Da ich mittendrin in dem Trubel stand, kann ich sagen, dass ich der Überzeugung bin, dass die ganze Angelegenheit sehr gut inszeniert war. Gewisse Leute haben schon ein großes Interesse daran,dass Lafontaine nicht zu Wort kommt.
Es wundert mich auch nicht, denn seit Lafontaine die SPD verlassen hat, geht die ehemalige Arbeiterpartei rasant den Bach hinunter. Mitglieder verlassen die Partei in Scharen und die Umfragewerte lassen die Parteispitze in Panik fallen. Mein Fazit zu dieser Krise: Der Wähler muss sehr genau darüber nachdenken, ob er einer solchen Regierung noch einmal eine Stimme gibt, oder ob er mit seiner Stimme endlich zu einer politischen Wende beitragen sollte.
Harald Buntfuß, Nordhausen
Autor: nnzWir, eine Gruppe aus Nordhausen und Sondershausen waren nach Frankfurt gefahren um an der Demonstration teilzunehmen. Es ist nur traurig, dass wir von keiner Seite unterstützt wurden. Als erstes muss ich festhalten, dass es gewisse Staatsdiener immer noch nicht gelernt haben, richtig zu zählen. Oder werden sie von ihren Dienstherren angewiesen falsche Zahlen über die Demonstrationsteilnehmer anzugeben, so wie man es mit den Arbeitslosenzahlen und allen anderen für die Regierung negativen Zahlen macht?
Die Zahl der Demonstranten war weitaus höher, als von den Offiziellen angegeben. Von den Veranstaltern habe ich erfahren, dass sich an beiden Demonstrationen in Frankfurt sowie in Berlin 55.000 Personen beteiligt haben. Allein in Frankfurt waren 125 Reisebusse im Einsatz.
Doch kommen wir zu der Demonstration selber: Es gab zwei Züge die aus verschiedenen Richtungen zum Rathaus, den Römer, marschierten. Der Zug dem wir uns anschlossen formierte sich unweit vom Hauptbahnhof. Eröffnet wurde die Demo durch fünf Redebeiträge – darunter war auch eine Gastrednerin aus Griechenland. In allen ging es um die Finanzkrise und ihre wirtschaftlichen und politischen Folgen. Die Demonstration führte durch das Bankenviertel zum Römerplatz, wo man sich mit dem anderen Zug vereinte.
Die Banken wurden von der Polizei besser abgesichert als ein Hochsicherheitsgefängnis, Polizisten mit Kameras standen an jeder Ecke. Sie begleiteten den Zug auf Schritt und Tritt. Ich bin mir ziemlich sicher, sie haben es geschafft jeden Demonstranten abzulichten. Einige der Demonstranten riefen unserem Terrorminister Schäuble Grüße zu – direkt in die Kameras. Der Polizist hinter der Kamera war sichtlich verstört. Es zeigte sich wieder sehr deutlich, welche Angst die Regierenden vor ihren Volk haben.
Auf dem Platz vor dem Alten Römer angekommen, gab es erst einmal ein wenig musikalische Unterhaltung. Es brauchte seine Zeit, bis die sich die beiden Demonstrationszüge auf dem Römerplatz vereinten. Jeder der einzelnen Rednerinnen und Redner wies darauf hin, wer die Schuldigen an der Finanz - und Wirtschaftskrise sind. Es handelt sich um Wirtschaftsbosse, Banker und Politiker. Die Ersteren beiden waren zu gierig nach schnödem Geld. Die Politiker gaben ihnen durch die Schaffung zweifelhafter Gesetze und Verordnungen die Gelegenheit dazu. Zum Ausdruck wurde auch gebracht, dass die Regierung hinter Merkel dem Volk bewusst die Unwahrheit über die Finanz- und Wirtschaftskrise sagt. Man will erst die Bundestagswahl hinter sich bringen und dann wird das Volk mit der ganzen Wahrheit konfrontiert.
Zu erwähnen wäre noch, dass eine Gruppe 16 bis 18 jähriger in schwarz gekleidete Personen, Oskar Lafontaine mit lauten Gebrüll daran hindern wollte zu reden, was ihnen aber nicht gelang. Sie wurden durch die anderen Demonstranten sehr schnell isoliert. Da ich mittendrin in dem Trubel stand, kann ich sagen, dass ich der Überzeugung bin, dass die ganze Angelegenheit sehr gut inszeniert war. Gewisse Leute haben schon ein großes Interesse daran,dass Lafontaine nicht zu Wort kommt.
Es wundert mich auch nicht, denn seit Lafontaine die SPD verlassen hat, geht die ehemalige Arbeiterpartei rasant den Bach hinunter. Mitglieder verlassen die Partei in Scharen und die Umfragewerte lassen die Parteispitze in Panik fallen. Mein Fazit zu dieser Krise: Der Wähler muss sehr genau darüber nachdenken, ob er einer solchen Regierung noch einmal eine Stimme gibt, oder ob er mit seiner Stimme endlich zu einer politischen Wende beitragen sollte.
Harald Buntfuß, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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