FDP: Kein Wahlkampfthema!
Fassungslos, schockiert, betroffen und unsäglich traurig stehen wir, der Nordhäuser FDP-Kreisverband, den Ereignissen in Baden – Württemberg gegenüber. Sie warnen aber auch...
Unsere tiefempfundene Anteilnahme gilt den Angehörigen der Getöteten und den durch die Tat an Körper und Seele verletzten. Erfurt darf sich nie wiederholen, war unsere Hoffnung seit 7 Jahren. Leider ist nun erst, seit der unfassbaren Bluttat am 11. März, die Diskussion über das Waffengesetz wieder entflammt, zu Recht. Es besteht mit Sicherheit Handlungsbedarf.
Trotzdem bitten wir alle Vertreter der demokratischen Parteien und Listenverbindungen – macht aus dem Leid der Betroffenen und den Opfern kein Wahlkampfthema!
Lasst uns aber – nach der Bundestagswahl – in den Landesparlamenten und im Bundestag, mit der gebotenen Sachlichkeit und Gründlichkeit die Thematik behandeln und mit dem Ziel der Erlangung von mehr Sicherheit voranbringen.
FDP – Kreisvorstand Nordhausen
Autor: nnz
Kommentare
frau
17.03.2009, 10:13 Uhr
Warum?
Natürlich bin auch ich schockiert über diese Tat. Trauer und Mitgefühl macht sich auch in mir breit, aber nicht nur für die Opfer.
Ich frage mich auch, warum begeht ein Mensch eine solche Tat? Wie verzweifelt muss ein Täter sein, um eine solche Tat zu begehen? Wieso mussten so viele Menschen sterben?
Weshalb hat sich keiner im Vorfeld auf die Zeichen geachtet?
Hätte man die Tat nicht verhindern können und wenn ja, wer? (Natürlich gehören Waffen hinter Schloss und Riegel!)
Ich denke, dass es eine Verzweiflungstat war. Der junge Mann wollte Aufmerksamkeit. Mit Sicherheit rechtfertigt dies nicht die Tat!
Sind nicht wir auch oft verletzlich zu anderen?
Wissen wir immer, wie es meinem Gegenüber immer geht?
Hören wir immer zu?
Was ist uns selbst wichtig? Eventuell das eigene Image?
Wie wichtig sind uns andere? Vielleicht werten uns andere auf oder ziehen uns andere runter?
mcpjbo
17.03.2009, 10:16 Uhr
Ihr FDP Heuchler
...Lasst uns aber bitte bitte kein Wahlkampfthema aus dem Leid machen.......oder lasst uns, da es ja nun schon Thema ist, aber bitte erst nach der Wahl darüber reden................wie scheinheilig,
wie verlogen und falsch doch die FDP hier die Gelegenheit nutzt mit Trauer und Mitleid auf Stimmenfang zu gehen, schämt euch ihr angeblich Liberalen und so auf die Mitleidstour machenden Parteisoldaten !!!!!
Keiner dürfte der FDP auch nur einen Satz glauben, von dem was sie hier schreiben.
denk-mal
17.03.2009, 13:49 Uhr
geschmacklos !
muss man eigentlich immer, wenn mitglieder einer partei ihr mitgefühl zum ausdruck bringen gleich vorsichtshalber etwas schlechtes darin finden.
etwas schlecht machen oder finden wird eine nörgelseele nicht glücklicher machen.
und angemerkt sei noch am rande, was die heuchelei angeht, so ist diese partei noch in dem politischen szenario das kleinste übel. andere parteien haben da noch viel bessere typen, heuchler die dem arbeiter sich verbunden fühlen und dann hartz vier einführen, arbeitslosengeld zusammenkürzen, wasser predigen und heute gas-prom-sekt saufen.
banken steuergelder hinterher schmeissen und sich rühmen die rente um sage und schreibe 3 % erhöhen, die immer noch die ostlöhne geringer halten, als die westlöhne und das sogar bei hartz vier empfängern . . . man regen sie sich doch über die wirlich schäbigen dinge auf, das übt viel mehr als über ehrliches mitgefühl von irgend welchen fdp politikern.
Real Human
17.03.2009, 15:38 Uhr
"Wat dem eenen sin Uhl ...
is dem annern sin Nachtigall." Oder nörgeln tun immer nur die Anderen. Man bedenke aber auch:
Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen.
F. Nietzsche (Werk: Menschliches, Allzumenschliches I) Und dieser böse Bube war bestimmt kein Linker – eher wohl ein konservativer Freigeist!
Überzeugungen sind oft aber nur der Anfang von ... !
mcpjbo
17.03.2009, 16:04 Uhr
Dem [denk-mal] ein Denkmal
Hallo [denk-mal]
wie kommen Sie denn auf das dünne Eis das nur ihre Meinung zählt
Einen Kommentag zu schreiben bedeutet zu nörgeln, zu kritisieren genau so wie Sie es tagtäglich hier machen, sie verbreiten ihr dünnes unnützes wertloses und beleidigendes Gelaber und haben rein gar nichts zu sagen.
Alles was annähernd nicht in ihren Kram oder Weltanschauung passt verurteilen Sie.
Die Hartz IV Gesetze sind für Sie der schönste Grund morgens aufzustehen und Gott sei Dank gibt es auch jeden Tag bei den Partein etwas Neues wo Sie ihre ach so richtige Meinung zu äußern müssen, ich danke Ihnen dafür.
Nur durch ihre Schreibwut gibt es uns die darauf antworten können, darum mehr davon !!!! und Ihnen [denk.mal] dafür ein symbolisches Denkmal
gebaut aus Glasbausteinen denn wer im Glashaus sitzt.........
Albert
17.03.2009, 16:46 Uhr
Meinungsfreiheit
Meinungsfreiheit? – ABER IMMER! Meiner Meinung nach sollte man sich aber ab und an seinen Kommentar verkneifen, frau ausdrücklich ausgenommen. Warum geht niemand auf die Fragen von "frau" ein? Stattdessen wird verunglimpft. Ich finde diese gegenseitigen Beschimpfungen unschön.
Liebe Kommentatoren jedweder Couleur, versucht doch bitte immer bei der Sache zu bleiben!
frau
18.03.2009, 11:41 Uhr
DENK MAL NACH
Ich betreibe keinen Wahlkampf für irgendeine Partei, da ich keiner angehöre! Mit meinem Beitrag wollte ich Denkanstösse geben.
Desweiteren werde ich mich nicht mit der Meinung irgendeiner Partei identitizieren, denn ich habe eine eigene!
Wie dumm muss man sein, wenn jemand seine Meinung zu einem Thema äußert, ihn gleich einer Partei zuzuordnen!
denk-mal
18.03.2009, 12:39 Uhr
an die adresse "Frau"
betreffend dem kommentar von ihnen und ihr mitgefühl war der beitrag geschmacklos auch nicht gedacht sondern es ging um die heuchler betittelung.
also es ist schon richtig mit dem denk mal!
man muss sich nicht jede hose anziehen die "rumliegt"
Real Human
19.03.2009, 00:04 Uhr
Mal todernst!
Albert hat recht, man sollte bei der Sache bleiben und sich Beschimpfungen verkneifen! Ja, wenn das so einfach wäre. Wir sind nämlich nicht wie Mr. Spock emotionslose Vulkanier. Als gesellschaftliche Wesen bewerten wir ständig, wie andere mit uns umgehen welchen Wert wir beigemessen bekommen usw.. Oft kriegen wir etwas in die falsche Kehle, fühlen uns angegriffen, glauben – wie ich jetzt vielleicht – sich einmischen zu müssen und am Ende entwickelt sich eine (für Außenstehende) lustige verbale Keilerei zu einem gar nicht so lustigen Thema.
Die unfassbare Bluttat in Winnenden vom 11. März wurde vom Nordhäuser Kreisvorstand der FDP thematisiert und zwar gleich mit der Aufforderung an alle Vertreter der demokratischen Parteien und Listenverbindungen – macht aus dem Leid der Betroffenen und den Opfern kein Wahlkampfthema! Warum gibt die Nordhäuser FDP dann gleich als erste in der NNZ dazu eine Erklärung ab? Warum schreibt man zuvor: ... die Diskussion über das Waffengesetz [ist] wieder entflammt, zu Recht. Es besteht mit Sicherheit Handlungsbedarf.
Wer in der DDR politisch interessiert war, musste in den zentral gesteuerten Presseerzeugnissen zwischen den Zeilen lesen, wenn er aus der SED-Propaganda Wahrheiten herausfiltern wollte. Das kann heute dazu führen, dass man Hintergründe herausliest, die so gar nicht da gestanden haben. Besonders genau sollte man allerdings auch heute noch das Gras wachsen hören, wenn eine PARTEI sich äußert. Parteien sind nun mal parteilich. Was man schreibt, veröffentlicht man mit einer bestimmten Absicht. (Ich gehöre übrigens keiner Partei mehr an.) Die wütende Reaktion von mcpjbo kann ich deshalb gut nachvollziehen.
Zur Frage Warum diese entsetzliche Tat?:
Zum Begriff Amoklauf siehe beispielsweise http://de.wikipedia.org/wiki/Amok ! Es handelt sich wesentlich um eine psychische Ausnahmesituation mit meist aber mehr oder weniger langer Brutzeit. Wohl kaum ein Täter lief nur aus Jux und Tollerei Amok. Fast immer lagen die Ursachen im gesellschaftlichen Umfeld kombiniert mit einer Fehlverarbeitung der Erlebnisse durch den späteren Täter. Sowohl Robert Steinhäuser als auch Tim Kretschmer wähnten sich als Looser nicht ganz zu Unrecht auf dem Weg ins gesellschaftliche Abseits. Psychologen werden die ungeheure Sprengkraft von narzistischen Kränkungen kennen. Mal wirken sie selbstzerstörerisch nach innen mal aggressiv nach außen, oft in beide Richtungen. Mach kaputt, was dich kaputt macht kombiniert mit der Sehnsucht einmal selbst über andere Macht zu haben und nicht das Opfer zu sein – das können schon ausreichende Motivationen für einen Amoklauf sein. Vielleicht äußert sich hierzu auch einmal ein Psychologe aus dem Landkreis?
Immer Gewinner sein – niemals Verlierer – das ist das Glaubensbekenntnis dieser Gesellschaft! Die Letzten werden die Ersten sein ist in den Augen vieler nur billiger Trost für arme dumme Christen..., die meinen, so einen vorderen Platz im Himmel zugewiesen zu bekommen. (Ich konnte es bis zu einer ernüchternden Begegnung auch nicht glauben, aber es gibt tatsächlich solche selig-dünkelhaften Gemüter.) Doch kommt nicht auch bei wohlhabenden Weihnachtskirchengängern kurz vor dem Tode oft eine völlig untypische Spendenbereitschaft auf? Selbst die Vertreter der Freien Marktwirtschaft bekommen plötzlich ein flaues Gefühl in der Magengrube ob solch menschlicher Abgründe.
Aber bitte nie so genau den Ursachen nachforschen, schon gar nicht etwa gesellschaftliche vermuten und wenn überhaupt, dann erst nach den Wahlen! Auch die mittelständischen Waffenhersteller und -Verkäufer dürfen keinesfalls Schaden nehmen! Klar ist es billig, das eigene Versagen immer nur auf die Gesellschaft zu schieben. Aber klar ist es auch, dass im Turbokapitalismus nicht jeder mithalten kann! Doch muss man – nur um dem Zeitgeist entsprechend als wertvoller Mensch zu gelten – mindestens auf dem Siegertreppchen stehen? Reicht es nicht über weite Strecken, auch mal mit halber Kraft durchs kurze Leben zu fahren? Jetzt predigt er auch noch das hohe Lied der Faulheit!?
Nun, Ihr Sparkassen-Fans (nach einem bekannten Werbespot) mit EUREM Haus, EUREM Auto, EUREM Swimmingpool und EUREM Schaukelpferdchen, dann passt mal auf, dass Ihr nicht irgendwann EUREM Amokläufer begegnet!
stimme-der-wahrheit
20.03.2009, 20:54 Uhr
vollkommen unpassend
Es gibt Momente da sollte man sich einfach mal zurückhalten. Sowohl die Einen, die Ihr Mitgefühl als Kreisverband einer Partei bekunden, sowie auch die Anderen die darin eine Thematisierung für den Wahlkampf sehen. Die letzten Opfer dieser Tragödie sind noch nicht einmal beerdigt, da wird sich hier verbal attackiert. Kein guter Stil!
Die, die hier auf der einen, wie auf der anderen Seite diskutieren. Versetzt euch in die Lage der Eltern-, Ehe-Partner- oder Angehörigen der Opfer! Aus deren Sicht möchtet ihr eine solche Diskussion bestimmt nicht!
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.