eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mo, 16:28 Uhr
02.03.2009

Broadway-Flair in Nordhausen

Beim neuen Musical „On the Town“ wird sicher mancher Zuschauer mit dem Fuß mitwippen im mitreißenden Takt der Musik. Und die hat es in sich. Solche Titel wie „New York, New York“ sind längst zum Ohrwurm geworden. Mit „New York, New York, it’s a helluva town…“ beginnt der Titel, oder auf deutsch: „New York, New York, ein herrlicher Ort...“

On the Town (Foto: R. Obst) On the Town (Foto: R. Obst)

„On the Town“ ist ein typisches Broadway-Musical aus den 40er Jahren, das neben „West Side Story“ zu den erfolgreichsten Werken von Leonard Bernstein zählt. Das Orchester ist klassisch besetzt, wie auch zu einem Sinfoniekonzert, erhält aber mit einem Drum Set und einem Saxophon Verstärkung und man hat an der einen oder anderen Stelle das Gefühl, es würde eine Big Band im Orchestergraben sitzen.

Das Stück ist handwerklich sehr ausgefeilt, schwärmt der musikalische Leiter des Musicals, Pit Uhden. „Die Musik passt sehr gut für solch ein Orchester, wie es hier am Theater ist. So kommt man mit wenigen Gastmusikern aus. Für die Musiker ist das Musical aber zugleich eine große Herausforderung“, erklärt Pit Uhden. Das ist auch typisch für Bernstein. Es gibt viele schnelle Passagen, es gibt spezielle rhythmische Verschiebungen, die schwer zu realisieren sind. Und was bei einem Orchester, das in der klassischen Musik zu Hause ist, noch dazu kommt, ist der Swing, den solch ein Musical wie „On the Town“ mitbringt. Es ist auch technisch nicht einfach umzusetzen. Deshalb wird dafür noch intensiver geprobt.

Man merkt es dem Orchester an, dass es Erfahrung im Musicalbereich hat, so Pit Uhden. Der 1. Kapellmeister und stellvertretende Generalmusikdirektor hat die musikalische Leitung für „On the Town“. Er ist sehr glücklich mit diesem Musical und beschreibt es als eines der besten Musicalwerke, die er bislang geleitet hat. „Es gibt selten so gute Musicalpartituren, wie wir sie hier finden, handwerklich, kompositorisch – es macht einfach großen Spaß, sich damit zu befassen. Für mich ist das ganz große Musik“, schwärmt der Dirigent.

Für Pit Uhden hat die Musik von Leonard Bernstein auch deshalb noch eine besondere Bedeutung, da er selbst Jazzmusiker ist und die Musikrichtung auch in einer eigenen Band auslebt. Mit dieser Musik kennt er sich aus und das überträgt sich letztlich auch auf die Musiker und schafft eine konstruktive Arbeitsatmosphäre.

Vor wenigen Tagen hat nun das Orchester mit Solisten, Chor und Ballett die erste gemeinsame Probe gehabt. Pit Uhden freut sich besonders auch über die sehr gute Tontechnik, über die das Theater Nordhausen verfügt, und den Tonmeister Matthias Bormann, der hinter den Reglern steht. Die meisten Stadttheater können beides in dieser Qualität nicht vorweisen. Auch würde die Bedeutung einer hervorragenden Tontechnik im Musical oft unterschätzt und nicht entsprechend gewürdigt, erklärt Pit Uhden. Was hier auch im Vorfeld geleistet wird, bleibt dem Zuschauer und auch den Darstellern und Musikern oft verborgen. „Ich habe vor dieser Arbeit wahnsinnigen Respekt und habe aber auch vollstes Vertrauen“, so Pit Uhden.

Die Proben gehen nun in die Endphase, am 6. März wird Pit Uhden in der Premiere den Takt für alle Mitwirkenden des Musicals „On the Town“ vorgeben.

Karten für die Premiere und die nächsten Vorstellungen am 8. März um 19.30 Uhr, am 9. März um 19 Uhr und am 21. März um 19.30 Uhr gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz/kn

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)