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So, 09:27 Uhr
01.03.2009

nnz-Forum: Vorsichtsmaßnahme?

Ein Leser der nnz berichtet von Baumfällungen im Nordhäuser Förstemannpark und hat da nicht nur Bedenken hinsichtlich der Sinnhaftigkeit, sondern auch Fragen an den Auftraggeber...

Wirklich notwendig? (Foto: Müller) Wirklich notwendig? (Foto: Müller)

Nun wird es wieder Frühjahr und vor drei Wochen wurden im Förstemannpark durch eine - ich denke mal angemietete Firma - Bäume gefällt. Nicht allein das diese Bäume noch zum Teil nicht morsch sind, wurde bis heute der Park auch nicht wieder aufgeräumt. Es liegt an einigen Stellen alles noch quer über den Weg. Und was ich überhaupt nicht verstehen kann ist, dass man bei diesen wichtigen Aufgaben so viel Schaden anrichten kann.

Das Foto zeigt einen gesunden Baum und eine perfekt ausgesuchte Fallrichtung. Wie die Fachleute vor Ort sagten werden die Bäume als Vorsichtsmaßnahme für bevor stehende Stürme gefällt. Da fragt man sich dann, ob jeder, der jetzt Angst hat, der Baum könnte auf sein Haus fallen, alles umlegen darf, was da in Frage kommt.
R. Müllern Nordhausen
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Peppone
01.03.2009, 11:15 Uhr
Toter als tot
Dieser Baum ist tot. Man betrachte einmal die Rinde des Baumes und die fein säuberlich aufgestellten Rindenstücke rechts neben dem Baum. Solche Bäume müssen aus einem Park entfernt werden. Die Gefahr für Spaziergänger wäre durch so einen "Spechtbaum" viel zu groß.

Über die Fallrichtung kann man streiten, wer es aufmerksam betrachtet erkennt die ca. 20 jährigen unmittelbar links und rechts dieses Baumes. In Bezug auf diese jungen Bäume liegt er perfekt. Die Bank kann man ersetzen. Durch Einschlag geschädigte Bäume kann man zwar auch ersetzen, es dauert aber viele Jahre, bis sie wieder zur ursprünglichen Größe heranwachsen. Aus meiner Sicht wurde hier richtig gehandelt.
Pe_rle
01.03.2009, 13:55 Uhr
Vorsichtsmaßnahme
Hubertus ,dann wird es mal Zeit das du dir mal den Förstemannpark an schaust,weil ja so viel Ahnung vorhanden ist.Komisch nur ,ich hab in der Nähe gestanden als der Baum fiel ,richtige gesunde Spänne.Und wenn ich danach die Rinde runter kratze sieht es genau so aus.Übrigens die Spänne kann 50 Meter weiter auf einem großen Haufen betrachtet werden .Vieleicht findest du ja die restlichen 50 Bäume die zu faul sind umzufallen.Die wären garantiert eher dran gewesen.Und was die Bank betrifft ,die kostet jetzt nur Material und Arbeitszeit.
mcpjbo
02.03.2009, 01:17 Uhr
Der Baum unser Freund und Lichtspender ist tot
Baumkunde als Laie ist sicher nicht einfach.

Ich gebe dem ersten Kommentator namens (Hubertus) vollkommen Recht, der Baum liegt perfekt und ja er ist tot.

Der Baum hat wie wir alle eine Lebewesen ein begrenzt mögliches natürliches Alter. Nun ist es aber so, dass so ein Baum wenn er alt wird weder Rente bezieht noch sich deutlich als alt kennzeichnet. Er sieht gesund, gross, dick und meist sogar noch nach vollem Laub aus.

Bei Bäumen muss man aber handeln und sie fällen bevor sie kraftlos umstürtzen. Kraftlos bedeutet aber nicht das er von alleine umfällt, sondern das seine Äste nicht mehr halten. Er kann sie nicht mehr versorgen mit Nährstoffen, so dass diese absterben und dann abbrechen bei Wind oder Besatz von dicken Enten.

Nun ist es also für den Laien und Baumfreund unvorstellbar solch einen Baum zu fällen, für den Fortwirt oder Sachkundigen aber der richtige Schritt.

Das dieser Baum noch gesunde Holzspähne hat ist nicht schwer zu erklären, Bäume werden in der Regel von unten gefällt, das ist physikalisch bedingt diese Arbeitsweise.

Da der Baum unten am kräftigsten ist und die Versorgung meist von unten nach oben stattfindet sehen diese Späne frisch und gesund aus, ob der Baum aber in 3 m Höhe von Maden durchfressen ist kann man dort nicht erkennen.

Manchmal werden aber Bäume auch schon dem Wald oder Park entnommen um anderen jungen Bäumen das bessere Wachstum zu ermöglichen oder derm Besitzer bei Verkauf des Stammes noch ein wenig Gled zu verschaffen.

Wer noch Fragen hat kann mal im Internet nachlesen bezüglich Baumalter.
Freidenker 1304
02.03.2009, 21:40 Uhr
Baum fällt ! Denken !?
Klar, auch Bäume sterben. Und müssen, wenn sie "überwiegend" tot sind oder zu dicht stehen, gefällt werden. Ehe sie jemanden auf den Kopf fallen. Und eine Fallrichtung muss es auch geben. Aber hätte man zumindest die Holzbretter von der Bank nicht vorher abschrauben können ? Oder waren die auch schon morsch ? Oder bekam dies die Firma nicht bezahlt ?

Apropos bezahlt, wer bekommt eigentlich das viele Holz (siehe auch Pappelallee und Stadtpark) ? Ist ja auch etwas wert, und sei es als Brennholz. Und warum hat die Stadt die Firma nicht angewiesen, diese in "tragegerechte" Stücke zu schneiden. Und warum wird das Holz nicht versteigert ? Und wenn, wann und wo ? Die Stadt Nordhausen hat einen ganz schönen Baumbestand. Und immer wieder werden Bäume gefällt. Wer bekommt diese ? Oder hat sich ein Großabnehmer von der Stadt eine Monopolstellung "ergattert" ? Warum die Stücke nicht an eine zentrale Stelle und dann an Kleinabnehmer verkauft ? Bringt Geld in's Stadtsäckel.

Auch für neue Bäume und deren Grünanlagenpflege. Aber vielleicht habe ich ja keine Ahnung, und ich muß mich belehren lassen, dass ich nicht auf dem laufenden bin. Oder vielleicht fühlt sich irgend jemand "auf den Schlips getreten". Aber man kann ja mal drüber nachdenken. Es sei denn, man hat ein Brett v... oder einen morschen Ast auf dem Kopf....
mcpjbo
03.03.2009, 11:45 Uhr
Des Holzmichels Erben sind unterwegs....
Guten Tag ,

sie haben ja Vorstellungen[Freidenker 1304], sicher aber keine fachmännische Ahnung von Holzverarbeitung. Was denken Sie denn? Meinen Sie wirklich alle Arbeiter mit einer Kettensäge sind dumm oder unfähig und nur Sie wissen genau was zu tun ist?

Sicher hätten Sie die Bretter abschrauben können, aber erstens hatten sie garantiert keinen Auftrag dazu, zweitens war keine Zeit dazu  denn Zeit ist Geld und drittens vielleicht war es ja auch nur ein Unfall mit der Bank und niemand wollte diese zerstören. Also im Namen aller Baumfäller—liebe Bank es tut uns Leid ihre Bretter beschädigt zu haben.

Zu ihrer Frage, wer bekommt das Geld des Baumverkaufes? Tja fragen Sie sich doch einmal, wem gehört der Baum?

Wenn Sie einen Baum hätten und würden diesen fällen lassen, wem denken Si würde der Verkaufserlös zukommen? A) Dem Postboten, B) dem Milchmann oder c) Ihnen dem Besitzer?

Wer sagt zudem, dass dieses Holz Brennholz ist? Vielleicht ist diese Qualität des unteren Stammes noch ausreichend für die Furnierherstellung? Wer weiß das schon?

Sie möchten noch wissen warum die Stücke nicht in "tragegerechte" Stücke geschnitten wurden? Das liegt möglicherweise daran, dass es immer mehr Menschen mit Kaminen gibt und diese das Holz in kleinen Stückchen leicht entwenden könnten, haben Sie auch einen Kamin?

Wieso wird das Holz nicht versteigert? Vielleicht wird es ja versteigert auf einer Holzauktion, aber dort könnten Sie nur mitbieten wenn Sie gewerblicher Grosseinkäufer sind, wieder nix für Sie.

Somit fassen wir zusammen: Wir sehen ein Foto mit einen großen alten gefällten Baum der auf einer Bank zerschellt ist. Alles andere ist reine Spekulation.

Sicher aber ist eines, bevor er gefällt wurde musste ein Genehmigungsverfahren eingeleitet und abgesegnet werden vom Umweltamt oder Amt für Grünpflege, genauso muss ein Plan vorhanden sein wo Ersatzbäume dafür gefällt werden.
Wenn Sie Zeit haben gehen Sie doch mal ins Umweltamt oder Amt für Grünpflege und fragen sich dort durch, sicher wird man Ihnen gern Auskunft erteilen wo die Ersatzbäume gepflanzt werden.

Wenn Sie den Termin haben für die Neuanpflanzungen, dann teilen Sie uns dieses bitte damit der Story ein gutes Happy End zuteil werden lassen können.
Peppone
03.03.2009, 14:21 Uhr
Brennholz für Jeden,
gibt es entweder beim Nordhäuser "Stadtförster"(A.A., www. nordhausen.de) oder beim Forstamt Bleicherode-Südharz (www.thüringenforst.de). Wer im Forstamt gerne Holz "werben" möchte, ruft einfach den zuständigen Revierleiter an! Dort gibts für Selbstwerber Holz für verhältnismäßig kleines Geld. Voraussetzung ist, dass man es sich selbst zu Brennholz verarbeitet.

Der mcbjbo hat schon recht, wer sich Brennholz in Ofengerechte Stücke schneiden läßt, hat zwei Probleme:

1. Die zugeschnittenen Stücke werden vor Abfahrt mit Vorliebe von sogenannten Mitbürgern geklaut!
2. Der Preis für den Raummeter steigt um ungefähr 300 Prozent!

Was die hier so hoch eigeschätzte Bank betrifft, nur soviel. Der, der den Baum fällt muss beim Fällen von Bäumen, die mitten im Bestand stehen, immer den Kompromiss suchen. Im konkreten Fall hat er sich für die zwei daneben stehenden Jungbäume entschieden und hat in Kauf genommen, dass dieser Bank vielleicht etwas passiert. Mit Absicht hat er den Baum dabei mit Sicherheit nicht auf die Bank gelegt. Wer schon mal Bäume gefällt hat weiß, dass sich der gefällte Baum beim Aufschlag auf die Krone mitunter noch mal dreht. Wenn man das vermeiden möchte, muss man die Feuerwehr rufen, die dann für teures Geld den Baum Stück für Stück abträgt.

Wer soviel Geld hat, der soll es gerne tun! Und Fakt ist, das selbst der Wert des Brennholzes dieser Totholztraubeneiche den Wert der alten Bank um vieles übersteigt!

Ansonsten wünsche ich den Hobbyförstern des Förstemannparks noch viel Spass. Vielleicht nennt man den Park ja demnächst mal um in "Förstermannspark" . ;-)

MH
Freidenker 1304
03.03.2009, 23:13 Uhr
Baum fällt ! Ein "Danke schön"
Danke. Danke für die Tips, danke für die wohlmeinenden Ratschläge. Auch danke für die Denkanstöße, und den Wink, dass es andere Meinungen gibt. Und nein, ich habe keinen Kamin. Und ich klaue auch nicht. Obwohl Holzdiebstahl zugegebenermaßen wirklich ein Problem geworden ist, welches kein Kavaliersdelikt ist. Und eine Bank kann beim Fällen auch schon mal kaputtgehen. Wieso sollten die Holzfäller deshalb "unfähig und dumm" sein ? Doch als Nordhäuser Bürger werden die Grünanlagen und auch die Bäume darin u.a. von unser aller Steuern mitbezahlt.

Bezüglich der ollen Bank aber bitte als "ungewollt" (Hubertus), und nicht, weil eben keine Zeit zum abbauen war (mcpjbo). Denn auch diese bezahlen wir in der Endkonsequenz ja alle gemeinsam. Volkseigentum ist zwar out, aber Stadteigentum gehört nun mal der Stadt, und die die Stadt besteht aus deren Bürgern. Und ein Fragerecht, glaube ich, ist doch wohl in Nordhausen nicht verboten. Wenn auch NICHT immer ERWÜNSCHT. Oder ist mir entgangen, dass wir in einer außerdemokratischen Hierarchie leben?

Und manchmal stelle ich eben die gefährlichste und unbequemste aller Fragen: Wieso und Warum. Und doch hat sich da wohl wirklich jemand so ein kleines bischen auf den Schlips getreten gefühlt,mein(e) liebe(r) mcpjbo ? Und so richtig Antworten auf die Fragen habe ich auch nicht erhalten. Was passiert denn nun weiter? Und wo geht denn das Holz nun hin? Es war eine allgemeine pauschale Anfrage, es ging nicht nur um den einen besagten Baum. Da war der Kommentar von Hubertus schon konstruktiver. Nochmals, danke für die Tip's wegen des Stadtförsters und der Internetadresse, war mir so nicht bekannt. Dank von mir und bestimmt auch den Leuten, die solches Holz ehrlich erwerben möchten. Die meisten Nordhäuser sind bestimmt keine Ganoven.
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