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Do, 11:14 Uhr
26.02.2009

Bauernverband bezieht Stellung

In der Frage nach grüne Gentechnik fordert der Thüringer Bauernverband mehr Entscheidungsfreiheit für die Landwirte ein. Präsident Kliem jedenfalls ist sauer.

„Jeder Landwirt sollte selbst entscheiden, ob er gentechnisch veränderte Pflanzen anbaut.“ Das machte Klaus Kliem, Präsident des Thüringer Bauernverbandes, jetzt in der Debatte um den Einsatz der Grünen Gentechnik in der Landwirtschaft deutlich. Es gebe klare gesetzliche Grundlagen für den Anbau solcher Pflanzen, an die sich jeder Landwirt zu halten habe. „Wir haben eine moralische Pflicht, gesunde und sichere Lebensmittel zu produzieren. Dieser Verantwortung sind wir uns bewusst und wir kommen ihr nach“, so der Bauernpräsident.

Es sei daher vollkommen inakzeptabel, dass Landwirte diffamiert werden, die gentechnisch verändertes Saatgut einsetzen.

„Populismus und Hetzjagden bringen uns nicht weiter“, sagte Kliem. Der Verbandspräsident verwies in diesem Zusammenhang auf die so genannten „Feldbefreiungen“ von Gentechnikgegnern, die mit der Zerstörung der Saat die Ausbreitung der Grünen Gentechnik verhindern wollen. Damit werde eine sachliche Auseinandersetzung ebenso behindert wie die Forschung in diesem Bereich. Langzeitstudien in der Praxis seien in Deutschland fast unmöglich.

Der Thüringer Bauernverband fordert deshalb auch im Sinne der Stärkung des Forschungsstandortes Deutschland ein eindeutiges Bekenntnis der Politik zur Grünen Gentechnik. Angesichts des weltweit steigenden Anbauumfangs von gentechnisch veränderten Pflanzen dürfe sich die Bundesrepublik nicht gegenüber wissenschaftlichen Erkenntnissen verschließen. „Wir werden es nicht zulassen, dass Deutschland hier ins Abseits manövriert wird“, erklärte Kliem.
Autor: nnz

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