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Di, 14:27 Uhr
24.02.2009

Erfolgreich angelaufen

Eine Wanderausstellung zur Beschäftigungsinitiative „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte in den Regionen“ macht von heute bis Freitagmorgen Station im Landratsamt Nordhausen. Was dort zu sehen ist und über was informiert wird, das hat die nnz erfahren...

Ausstellung eröffnet (Foto: Piper) Ausstellung eröffnet (Foto: Piper)

Das Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales verfolgt das Ziel, die Beschäftigungsfähigkeit älterer Menschen und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern – eine wichtige Gegenstrategie zur drohenden Zunahme der Altersarmut. Im Kampagnenjahr 2009 stellt die Wanderausstellung die Initiative unter dem Motto „50plus: Eine gute Einstellung“ vor und will für die Potentiale werben, die ältere Beschäftigte bieten. Bundesweit haben sich bereits 237 Grundsicherungsstellen, wie zum Beispiel Argen, zu 62 Beschäftigungspakten zusammengeschlossen.

„Dieses Programm zeigt viele positive Effekte und ist wichtig und notwendig, da der Anteil der Älteren unter den Arbeitslosengeld-II-Empfängern in den vergangenen Jahren stetig zugenommen hat“, sagt Loni Grünwald (LINKE), zweite Beigeordnete und offizielle Botschafterin der Perspektive 50plus im Landkreis, bei der Ausstellungseröffnung.

Genau zum richtigen Zeitpunkt kommt die Ausstellung nach Nordhausen: Seit exakt einem Jahr beteiligt sich die Arge des Landkreises als Projektpartner des Unstrut-Hainich-Kreises, die bereits in der ersten Projektphase von Perspektive 50plus von 2005 bis Ende 2007 mitwirkten. Anlaufpunkt für ältere Arbeitssuchende ist die Jobwerkstatt ALTERnativ in der Bahnhofsstraße – eine bewusste Entscheidung für einen Standort unabhängig von der Arge.

„Wir haben festgestellt, dass viele eine große Hemmschwelle haben, in die Arge zu gehen. Hier in der Nähe zum Bahnhof erreichen wir viel Laufkundschaft, die einfach mal hereinschauen und sich informieren“, sagt Thomas Bähring, Geschäftsführer der Firma CSC, die als Vertragspartner das Projekt mitbetreut. Die Jobwerkstatt berät auch Arbeitgeber, beispielsweise zu Qualifizierungsmöglichkeiten oder zu Fördermitteln, die bei einer Beschäftigung eines Projektteilnehmers für mindestens ein Jahr fließen können.

Ein wesentliches Element der Initiative des Bundesarbeitsministeriums ist zunächst die so genannte Aktivierung der älteren Leistungsbezieher. „Insbesondere Langzeitarbeitslosigkeit führt häufig zur sozialen Isolation und gesundheitlichen Problemen“, so Thomas Bähring. Hier setzt die Jobwerkstatt mit verschiedenen Angeboten an, unter anderem zu den Themen Gesundheitsvorsorge, Mobilität, Motivation, aber auch fachlich weiterqualifizierende Maßnahmen. Damit sollen sich im zweiten Schritt die Chancen der Projektteilnehmer auf dem ersten Arbeitsmarkt erhöhen. Nach dem ersten Jahr blickt die Arge auf eine positive Bilanz. „2008 hatten wir 558 Aktivierungen im Landkreis Nordhausen. 87 Ältere konnten wir auf den ersten Arbeitsmarkt vermitteln.

In diesem Jahr konnten wir bereits 18 Teilnehmer in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit vermitteln – in Anbetracht der Jahreszeit und der momentanen Konjunktur eine gute Zahl“, berichtet Hans-Georg Müller, Geschäftsführer der Arge Nordhausen. In diesem Jahr will die Arge 1.000 ältere Arbeitssuchende in Aktivierungsmaßnahmen einbeziehen, 250 davon haben bereits im vergangenen Jahr begonnen und führen nun die Aktivierung fort. „Ziel des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ist es, das sich zwei Bundesländer flächendeckend beteiligen – das ist einmal Mecklenburg-Vorpommern, die schon komplett dabei sind und Thüringen“, sagt Hans-Georg Müller und zeigt dabei auf zwei graue Gebiete der ansonsten roten Landkarte von Thüringen in der Ausstellung.

Bislang sind die Stadt Erfurt und der Kreis Gotha die einzigen Gebiete in Thüringen, die sich noch nicht an der Initiative beteiligen. Die sollen nun mit ins Boot und einen Beschäftigungspakt mit dem Unstrut-Hainich-Kreis und dem Landkreis Nordhausen eingehen. „Heute findet dazu in Mühlhausen ein Sondierungsgespräch statt“, sagt der Arge-Geschäftsführer Müller.

Zum einjährigen Jubiläum öffnet die Jobwerkstatt ALTERnativ in der Bahnhofsstraße 17 ihre Türen am kommenden Donnerstag, 26. Februar, ab 14 Uhr.
Autor: nnz

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