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So, 10:57 Uhr
22.02.2009

nnz/kn-TV-Tipp: Ganz unten

Sie stehen morgens um 4.00 Uhr beim Jobcenter in Berlin oder München an, um einen schlecht bezahlten Job für einen Tag zu ergattern. Sie sind schon lange arbeitslos, wollen aber nicht von staatlicher Unterstützung leben. Unser TV-Tipp...



"Da habe ich meinen Stolz" heißt die ZDF-Reportage über moderne Tagelöhner, die das ZDF am Dienstag, 24. Februar 2009, 22.15 Uhr in seiner Reihe "37°" ausstrahlt.

Peter Schmidt hat Menschen begleitet, die sich mit ihrem Personalausweis einen Job für einen oder einige Tage holen. Ludwig (56), Wolfgang (36), Andreas (36) und Sascha (36) arbeiten für sieben bis zehn Euro die Stunde, manchmal auch weniger. "Die Hauptsache Arbeit", sagt einer der Jobsucher, "aufs Amt gehe ich nicht, lieber hänge ich mich auf, das bisschen Ehre behalte ich mir. So viel Freiheit muss sein."

Oft haben solche Tagelöhner zwar etwas gelernt, sind aber schon lange arbeitslos und haben den Halt in ihrem Leben verloren. Trotzdem ist es ihnen wichtig, nicht von öffentlichen Geldern, sondern von ihrer eigenen Hände Arbeit zu leben. Für diese Unabhängigkeit und Selbständigkeit sind sie bereit, jeden Tag kurz nach 3.00 Uhr aufzustehen, um in der Kälte auf die wenigen Jobs zu warten.

Die Stimmung an den Jobvermittlungs-Centern ist explosiv, jeder der Wartenden hat Angst, der andere könnte ihm Arbeit wegnehmen. Wenn der Zuschlag für einen Job am Bau kommt, bedeutet das ungefähr 54
Euro für einen Tag, bar auf die Hand. Sieben bis zehn Euro pro Stunde gibt es für einen Tagelöhner, der nach einer Großveranstaltung den Dreck beseitigen hilft. Helm und Schürze, Besen und Haken, und die Arbeit beginnt.

Der "37°"-Film gibt Einblick in das Leben von Menschen, die durch alle Netze fallen; die keine Hilfe in Anspruch nehmen wollen und mit dem letzten bisschen Stolz um ihre Ehre kämpfen. Deutschland ganz unten.
Autor: nnz/kn

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