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Fr, 13:48 Uhr
23.01.2009

Neu ausgerichtet

Zu Beginn dieses Jahres ist das so genannte Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente in Kraft getreten. Damit soll seitens der Arbeitsgemeinschaften in den Landkreisen die Betreuung der Bezieher von Arbeitslosengeld II vereinfacht und flexibler gestaltet werden. Einzelheiten aus der Nordhäuser ARGE.


Wie die Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen (ARGE) mitteilt, können nun aus einem Vermittlungsbudget individuelle Hilfen zu einem Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt gewährt werden. Dazu gehören zum Beispiel die Bewerbungs-, Reise- und Umzugskosten oder die Ausgaben für die Beschaffung von Arbeitsbekleidung. Neu ist ebenfalls, dass bestimmte Nachweise unbürokratischer finanziert werden können. „Unsere Vermittlungskräfte können mit den Leistungen aus dem Vermittlungsbudget individuell zugeschnittene und auch eine schnelle Unterstützung geben und damit effektiver helfen“, erläutert Hans-Georg Müller, der Geschäftsführer der ARGE, die Vorgehensweise seiner Behörde.

Als sehr positiv bewertet Müller die Tatsache, dass mit der gesetzlichen Neuregelung jeder Hilfebedürftige einen Rechtsanspruch auf den nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses habe. Die Mitarbeiterinnen der Nordhäuser ARGE werden diese Möglichkeit der Weiterbildung immer mit einer berufsvorbereitenden Maßnahme bei Jugendlichen sowie mit einer beruflichen Weiterbildung bei Erwachsenen verbinden. Sollte es notwendig sein, dann können ab diesem Jahr sogar individuelle Leistungen finanziert werden, sofern die für die Arbeitsaufnahme notwendig sind.

Mit dem neuen Gesetz gibt es die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) für Bezieher von Arbeitslosengeld II nicht mehr. Gleichzeitig werden die Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante von der Versicherungspflicht zur Arbeitslosenversicherung befreit. Ausführliche Informationen zu den Änderungen, die vor allem die Arbeitgeber betreffen, erteilen die Mitarbeiter der Nordhäuser ARGE unter 03631 / 650-707 bzw. 883.
Autor: nnz

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Kommentare
Guerrillero
23.01.2009, 18:33 Uhr
kaputtverbessert
Wenn man die Meldung der ARGE liest, könnte man denken, dass die Hilfen zu Bewerbungs-, Reise- und Umzugskosten oder auch für die Beschaffung von Arbeitsbekleidung neu seien. Meines Wissens gab es diese Hilfen die letzten Jahre zuvor auch schon. Was ist dann also neu? Eine unbürokratischere Abwicklung ist sehr wünschenswert, aber erst die Zukunft wird zeigen, ob und wie dieses hehrere Ziel auch umgesetzt wird. Sehr viel Hoffung habe ich freilich nicht. Herr Müller feiert das neue Gesetz als „großen Wurf“. Nicht zu Lesen war allerdings, dass Arbeitslosengeld II-Bezieher nicht mehr bis zu 12 Wochen an Trainingsmaßnahmen im europäischen Ausland teilnehmen können, sondern sich seit diesem Jahr nur noch maximal 8 Wochen im Ausland weiterbilden können. Warum dies? Übrigens zahlt eine ARGE während dieser Zeit nur den normalen Hartz 4-Satz weiter. Also keinen Cent mehr. Wozu dann diese Kürzung zu Lasten der mobilen Arbeitsuchenden? Herr Müller, Ihr Einsatz: …
H.Buntfuß
24.01.2009, 17:02 Uhr
ARGE schön reden mehr nicht
Ich sehe keinen großen Nutzen in dem Programm, welches die ARGE-Leitung da vorstellt. Im Gegenteil, jetzt wo man mit sehr vielen Arbeitslosen rechnen muss versucht man mit allen zu Verfügung stehenden Mitteln die Arbeitslosenzahlen zu beschönigen.
ABM-Maßnahmen, bei denen der Betreffende wenigstens noch etwas Geld verdient werden abgeschafft. Warum auch nicht, bekommt man doch die Arbeitskräfte für ein Euro pro Stunde. Da kann man für das Geld, welches man für eine ABM-Stelle ausgegeben hat, gleich drei oder mehr Personen beschäftigen. Das wirkt sich auf die Statistik positiv aus.
Dann die vielen Lehrgänge, jeder weiß, dass sie keinen wirklichen Sinn machen, hier wird nur die Zeit totgeschlagen. Das einzige was man dadurch bekommt, sind verschönte Arbeitslosenzahlen und Praktikanten die für die Unternehmer kostenlos arbeiten. So gesehen werden auf lange Sicht immer mehr steuerpflichtige Arbeitsplätze vernichtet. Hat man es wirklich mal geschafft, einen Arbeitsplatz zu schaffen, dann betreibt man eine richtiges Freudenfest in den Medien.
So lange sich die Verantwortlichen selber in die Tasche lügen, wird es nicht bergauf gehen, im Gegenteil wir werden in einen mächtigen Abwärtsstrudel geraten.
Madame-Cherie
25.01.2009, 01:57 Uhr
Schöne Reden !
Herr Müller, Ihr Einsatz: …


Der Einsatz ist wohl das große Schweigen von Herrn Müller ! Hauptsache es wird mal wieder berichtet, wie man sich doch für die Arbeitslosen einsetzt ! Die Wahrheit muss es ja nicht unbedingt sein und sie steht auf einen anderen Blatt.
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