Di, 10:16 Uhr
06.01.2009
nnz-Forum: Neues Seminar
Seit vielen Jahren begleitet der Verein TrauerWelten Menschen auf dem Weg durch die Trauer. Hauptanliegen dabei ist nicht der punktuelle und kurze Impuls oder ein Rezept zur Trauerbewältigung, sondern die individuelle und längere Begleitung der Trauer mitten im Alltag.
Wir ermutigen, der Trauer Raum, Zeit und Ausdruck zu geben, all dies leben zu lassen, um so allmählich wieder Sinn und Lebensperspektive zu bekommen. Denn in der Gesellschaft von heute, die fast ausschließlich konsumorientiert lebt, in der Themen wie Krankheit, Sterben, Tod und Trauer wenig Platz haben, ist es für einen trauernden Hinterbliebenen besonders schwer, sich zurechtzufinden.
In der ersten Zeit nach dem Tod erfährt der trauernde Mensch häufig viel Zuwendung aus der Familie, Nachbarschaft oder dem Freundeskreis. Doch nach wenigen Wochen verlieren die Menschen die Geduld. Der Trauernde macht zu wenig Fortschritte. Mehr und mehr zwingen gesellschaftliche Normen dem Trauernden ein Gefühlskorsett auf, in dem normale Trauergefühle wie Wut, Orientierungslosigkeit, Niedergeschlagenheit oder auch Neid keinen Platz haben und vielfach von der Umwelt sogar als krankhaftes Verhalten angesehen werden.
Gerade in dieser Zeit wird aber dem trauernden Menschen langsam bewußt, welche Schwere und Bedeutung in dem Verlust liegt. In der Gesellschaft von Menschen fühlen sie sich oft wie das fünfte Rad am Wagen und die große Einsamket wird mitten in einer fröhlichen Runde noch unerträglicher. Um aber nicht aus der Norm zu fallen, versuchen trauernde Menschen dann die Fassung zu bewahren, vergeuden so unnötig Energien.
Trauer will gehört, gesehen und gestaltet werden. Trauer braucht vor allen Dingen Erlaubnis, Zeit, Ausdruck, Vertrauen und Gemeinschaft. Das Seminar für Trauernde richtet sich an Menschen, die sich Zeit nehmen möchten und darauf einlassen, ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen, damit sich so ganz langsam und behutsam diese wandeln kann. Das Seminar für Trauernde will dazu Hilfe, Anregung und Stütze sein. Dabei sollen Gespräche, gestalterisch-kreative Elemente, sowie Entspannung und einzelne Körperübungen helfen, den persönlichen Weg durch die Trauer zu erschließen. Das neue Seminar beginnt Mitte Januar und dauert bis Ostern. Es findet im 14-tägigen Rhythmus statt in der Zeit von 18.00 – 19.30 Uhr.
Die Leitung hat P. Tobias Titulaer. Es findet im Bestattungshaus HÖFER statt und ist kostenlos. Anmeldung bitte telefonisch beim Verein TrauerWelten e.V. / P. Tobias Titulaer (0 36 31-97 38 10) oder beim Bestattungshaus HÖFER ( 0 36 31-98 33 20). Weitere Informationen zum Verein TrauerWelten e.V. und den einzelnen Veranstaltungen finden Sie auch im Internet.
Autor: nnzWir ermutigen, der Trauer Raum, Zeit und Ausdruck zu geben, all dies leben zu lassen, um so allmählich wieder Sinn und Lebensperspektive zu bekommen. Denn in der Gesellschaft von heute, die fast ausschließlich konsumorientiert lebt, in der Themen wie Krankheit, Sterben, Tod und Trauer wenig Platz haben, ist es für einen trauernden Hinterbliebenen besonders schwer, sich zurechtzufinden.
In der ersten Zeit nach dem Tod erfährt der trauernde Mensch häufig viel Zuwendung aus der Familie, Nachbarschaft oder dem Freundeskreis. Doch nach wenigen Wochen verlieren die Menschen die Geduld. Der Trauernde macht zu wenig Fortschritte. Mehr und mehr zwingen gesellschaftliche Normen dem Trauernden ein Gefühlskorsett auf, in dem normale Trauergefühle wie Wut, Orientierungslosigkeit, Niedergeschlagenheit oder auch Neid keinen Platz haben und vielfach von der Umwelt sogar als krankhaftes Verhalten angesehen werden.
Gerade in dieser Zeit wird aber dem trauernden Menschen langsam bewußt, welche Schwere und Bedeutung in dem Verlust liegt. In der Gesellschaft von Menschen fühlen sie sich oft wie das fünfte Rad am Wagen und die große Einsamket wird mitten in einer fröhlichen Runde noch unerträglicher. Um aber nicht aus der Norm zu fallen, versuchen trauernde Menschen dann die Fassung zu bewahren, vergeuden so unnötig Energien.
Trauer will gehört, gesehen und gestaltet werden. Trauer braucht vor allen Dingen Erlaubnis, Zeit, Ausdruck, Vertrauen und Gemeinschaft. Das Seminar für Trauernde richtet sich an Menschen, die sich Zeit nehmen möchten und darauf einlassen, ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen, damit sich so ganz langsam und behutsam diese wandeln kann. Das Seminar für Trauernde will dazu Hilfe, Anregung und Stütze sein. Dabei sollen Gespräche, gestalterisch-kreative Elemente, sowie Entspannung und einzelne Körperübungen helfen, den persönlichen Weg durch die Trauer zu erschließen. Das neue Seminar beginnt Mitte Januar und dauert bis Ostern. Es findet im 14-tägigen Rhythmus statt in der Zeit von 18.00 – 19.30 Uhr.
Die Leitung hat P. Tobias Titulaer. Es findet im Bestattungshaus HÖFER statt und ist kostenlos. Anmeldung bitte telefonisch beim Verein TrauerWelten e.V. / P. Tobias Titulaer (0 36 31-97 38 10) oder beim Bestattungshaus HÖFER ( 0 36 31-98 33 20). Weitere Informationen zum Verein TrauerWelten e.V. und den einzelnen Veranstaltungen finden Sie auch im Internet.
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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