Di, 10:05 Uhr
06.01.2009
NSV-Handballer im Viertelfinale
Einen gelungenen Jahresauftakt bescherten sich die Handballer des NSV im Thüringer Vereinspokal. Sie schafften gegen einen höherklassigen Gegner den Sprung ins Viertelfinale. Hier der ausführliche Spielbericht von Frank Ollech...
Der Nordhäuser Landesligist musste gegen den derzeitigen Tabellendreizehnten der Oberliga, Thuringia Königsee, antreten. Die Favoritenrolle war vergeben. Aber der Nordhäuser SV rechnete sich mit seinem Heimvorteil ebenfalls eine Chance aus. Und die erhöhte sich sogar, weil mit dem Torhüter Sören Ahlert und dem Rückraumschützen Sebastian Kreutz zwei Spieler wieder zur Verfügung standen, die zuletzt schmerzlich vermisst wurden.
Die Nordhäuser Abwehr um Michael Spieß bekam gleich Schwerstarbeit. Im Angriff stotterte der NSV-Motor anfänglich noch heftig. Der ansonsten treffsichere Stefan Fuhrmann fand im Gästetorhüter Szotowski seinen Meister. Der Keeper parierte schier aussichtslose Bälle und hielt Königsee damit im Spiel. Es war Michael Spieß vom Kreis aus vorbehalten, den Torreigen zu eröffnen. Es dauerte vier Minuten, ehe die Gäste das Abwehrbollwerk der Hausherren erstmals überwinden konnten. Das Spiel benötigte weitere vier Minuten, um richtig in Fahrt zu kommen.
Der torgefährlichste Angriff der Landesliga wirbelte sich auch ohne Kanonier Fuhrmann zur 4:1- und 6:2-Führung. Die Gäste fanden zunächst nicht zu ihrem Spiel. Leichte Bälle wurden im Angriff verloren, Abspiele kamen gar nicht an. Es drohte Unheil. Königsee nahm deshalb eine Auszeit (13.). Und die zeigte Wirkung. Denn von der Nordhäuser Feldüberlegenheit war nach dem Wiederanpfiff nichts mehr zu sehen. Der NSV gab das Spiel aus der Hand. Königsee brauchte nur sechs Minuten, um einen 4-Tore-Rückstand in den 7:7-Ausgleich umzuwandeln. Das Spiel drohte zu kippen. Jetzt gab es den ersten Einsatz von Rückraumspieler Sebastian Kreutz, da Fuhrmann durch Manndeckung ausfiel. Aber das NSV-Spiel blieb farblos - trotz des 8:7. Zwei weitere Treffer der Gäste brachten Königsee erstmalig in Führung. Der NSV fing sich wieder und erkämpfte mit dem Pausenpfiff ein 12:12.
Die zweite Halbzeit war eine Achterbahn der Emotionen. Das Spiel wurde härter. Die Unparteiischen reagierten mit Strenge und hatten somit das Geschehen jederzeit im Griff. Bis zum 15:15 war die Partie total ausgeglichen. Die Abwehrschlacht kostete aber viel Kraft. Diese schien dem NSV zwischen der 40. und 52. Minute auszugehen. Königsee setzte sich ein wenig ab. Dass der Vorsprung nicht über vier Treffer hinaus wuchs, verdankten die Nordhäuser der Rückraumachse Fuhrmann und Kreutz.
Nach dem 18:22 waren die NSV-Batterien wieder geladen. Die Südharzer setzten zur Verfolgung an. Das 23:23 ließ die Ballspielhalle erbeben, doch es sollte noch besser kommen. Bis zum 27:27 gab es einen offenen Schlagabtausch. Dann zog der NSV auf 29:27 davon. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten (29:29). Jetzt waren noch eine Minute und zehn Sekunden zu spielen. Unter großem Beifall gelang Christian Flötling 40 Sekunden vor Schluss die 30:29-Führung. Als dann 20 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit der 30:30-Ausgleich fiel, lag eine Verlängerung in der Luft.
Vielleicht waren die Gäste mit ihren Gedanken schon dort, als ihnen acht Sekunden vor Schluss ein Spieler den möglichen Sieg entriss. Es war Stefan Fuhrmann, der mit seinem Durchbruch Freund und Feind überraschte und den 31. Treffer für sein Team erzielte.
Freudentaumel im Nordhäuser Lager und stehende Ovationen der Zuschauer. Es war ein maßgeschneiderter Jahresauftakt mit einem tollen Handballkrimi. Auch wenn Fuhrmann und Kreutz, die wiedererstarkte Rückraumachse, allein 21 Treffer markierten, war die gesamte Mannschaftsleistung der Garant dieses Erfolges.
Frank Ollech
NSV: Scholz, Ahlert - Strizel (2 Tore), Spieß (3), Flötling (3), Kühne, Holznagel, Effenberger (1), Fuhrmann (13), Riemekasten (1), Hirthammer, Kreutz (8), Schumann.
Autor: nnzDer Nordhäuser Landesligist musste gegen den derzeitigen Tabellendreizehnten der Oberliga, Thuringia Königsee, antreten. Die Favoritenrolle war vergeben. Aber der Nordhäuser SV rechnete sich mit seinem Heimvorteil ebenfalls eine Chance aus. Und die erhöhte sich sogar, weil mit dem Torhüter Sören Ahlert und dem Rückraumschützen Sebastian Kreutz zwei Spieler wieder zur Verfügung standen, die zuletzt schmerzlich vermisst wurden.
Die Nordhäuser Abwehr um Michael Spieß bekam gleich Schwerstarbeit. Im Angriff stotterte der NSV-Motor anfänglich noch heftig. Der ansonsten treffsichere Stefan Fuhrmann fand im Gästetorhüter Szotowski seinen Meister. Der Keeper parierte schier aussichtslose Bälle und hielt Königsee damit im Spiel. Es war Michael Spieß vom Kreis aus vorbehalten, den Torreigen zu eröffnen. Es dauerte vier Minuten, ehe die Gäste das Abwehrbollwerk der Hausherren erstmals überwinden konnten. Das Spiel benötigte weitere vier Minuten, um richtig in Fahrt zu kommen.
Der torgefährlichste Angriff der Landesliga wirbelte sich auch ohne Kanonier Fuhrmann zur 4:1- und 6:2-Führung. Die Gäste fanden zunächst nicht zu ihrem Spiel. Leichte Bälle wurden im Angriff verloren, Abspiele kamen gar nicht an. Es drohte Unheil. Königsee nahm deshalb eine Auszeit (13.). Und die zeigte Wirkung. Denn von der Nordhäuser Feldüberlegenheit war nach dem Wiederanpfiff nichts mehr zu sehen. Der NSV gab das Spiel aus der Hand. Königsee brauchte nur sechs Minuten, um einen 4-Tore-Rückstand in den 7:7-Ausgleich umzuwandeln. Das Spiel drohte zu kippen. Jetzt gab es den ersten Einsatz von Rückraumspieler Sebastian Kreutz, da Fuhrmann durch Manndeckung ausfiel. Aber das NSV-Spiel blieb farblos - trotz des 8:7. Zwei weitere Treffer der Gäste brachten Königsee erstmalig in Führung. Der NSV fing sich wieder und erkämpfte mit dem Pausenpfiff ein 12:12.
Die zweite Halbzeit war eine Achterbahn der Emotionen. Das Spiel wurde härter. Die Unparteiischen reagierten mit Strenge und hatten somit das Geschehen jederzeit im Griff. Bis zum 15:15 war die Partie total ausgeglichen. Die Abwehrschlacht kostete aber viel Kraft. Diese schien dem NSV zwischen der 40. und 52. Minute auszugehen. Königsee setzte sich ein wenig ab. Dass der Vorsprung nicht über vier Treffer hinaus wuchs, verdankten die Nordhäuser der Rückraumachse Fuhrmann und Kreutz.
Nach dem 18:22 waren die NSV-Batterien wieder geladen. Die Südharzer setzten zur Verfolgung an. Das 23:23 ließ die Ballspielhalle erbeben, doch es sollte noch besser kommen. Bis zum 27:27 gab es einen offenen Schlagabtausch. Dann zog der NSV auf 29:27 davon. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten (29:29). Jetzt waren noch eine Minute und zehn Sekunden zu spielen. Unter großem Beifall gelang Christian Flötling 40 Sekunden vor Schluss die 30:29-Führung. Als dann 20 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit der 30:30-Ausgleich fiel, lag eine Verlängerung in der Luft.
Vielleicht waren die Gäste mit ihren Gedanken schon dort, als ihnen acht Sekunden vor Schluss ein Spieler den möglichen Sieg entriss. Es war Stefan Fuhrmann, der mit seinem Durchbruch Freund und Feind überraschte und den 31. Treffer für sein Team erzielte.
Freudentaumel im Nordhäuser Lager und stehende Ovationen der Zuschauer. Es war ein maßgeschneiderter Jahresauftakt mit einem tollen Handballkrimi. Auch wenn Fuhrmann und Kreutz, die wiedererstarkte Rückraumachse, allein 21 Treffer markierten, war die gesamte Mannschaftsleistung der Garant dieses Erfolges.
Frank Ollech
NSV: Scholz, Ahlert - Strizel (2 Tore), Spieß (3), Flötling (3), Kühne, Holznagel, Effenberger (1), Fuhrmann (13), Riemekasten (1), Hirthammer, Kreutz (8), Schumann.


