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Do, 16:01 Uhr
04.12.2008

nnz-Forum: Der richtige Schritt

Man kann es den Medien entnehmen, die Rede ist von Konsumgutscheinen in Höhe zwischen 250 Euro und 500 Euro. Eine gute Idee einerseits, eine vermehrte Ausgabe von Geldern durch die Regierung in Größenordnungen zwischen 15 und 25 Milliarden Euro anderseits. Die Jusos in Nordhausen haben dazu eine Meinung....


Die Menschen in Deutschland hören seit Wochen und Monaten nur noch die Worte Krise und Rezessionsangst und sehen selbst das sie weniger Geld in der eigenen Tasche haben. Es versteht keiner wieso Banken und Aktiengesellschaften Kreditzusagen durch die Deutsche Regierung in zweistelligen Milliarden bekommen die durch Unvernunft, Arroganz, Selbstüberschätzung, blinde Raffgier, und Misswirtschaft in diese Lage gekommen sind. Schuld ist natürlich die Immobilienkrise in den USA, aber hat die deutschen Geldhäuser jemand gezwungen in den USA Immobilien zu kaufen und durch die Rendite eventuell auch Risiken einzugehen? Doch wohl nicht.

In der Zeit nach 1990 gab es für Unternehmen in den Neuen Bundesländern keine Bürgschaften in solchen Dimensionen, nein Tausende Firmen waren angeblich nicht marktwirtschaftlich aufgestellt und mussten zwangsabgewickelt werden. Heutzutage ist alles anders, wer schon Milliarden Schulden hat kann auch noch blind Kredite bekommen und wenn die dann doch nicht ausreichen gibt es 2009 nochmals neue Kredite, wo ist da noch wirtschaftliches handeln erkennbar?

Es kann doch nicht sein, dass die „Großen und Mächtigen“ der Gesellschaft nur noch bekommen und der kleine Man(n) nur noch mehr zahlen muss. Jeder kann es sehen, Medikamente, Strom oder Gas, egal was, es wird alles in rasanter Weise teurer. Frau Merkel, wo, sagen Sie uns, wo ist die große Entlastung für den Einzelnen? Es gibt sie noch lange nicht und wir sehen auch keine Anzeichen das es die Absicht ist daran etwas zu ändern.

Der Vorschlag der SPD-Vizechefin Andrea Nahles einen Konsumgutschein zu verteilen ist dagegen endlich ein klares Bekenntnis was wirklich jeder versteht, die Botschaft ist klar und erfreulich, wenn man das Kleingedruckte weglässt oder übersieht.

Was, wieso, was steht denn im Kleingedruckten? Den Gutschein sollen nach ersten Recherchen nur Menschen bekommen die als sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer/in gelten. Das heißt: Rentner, Arbeitslose, Studenten oder Minijobber bekommen – Nichts!!! Dankeschön!!!!

Und genau dagegen muss was getan werden. Wir Jusos Nordhausen fordern deswegen einen Konsumgutschein in Höhe von 250 € für alle ohne Einschränkungen und Begründung, ohne Klauseln, ohne Bedingungen, ohne Laufzeit oder sonstige Einschränkungen. Es gibt natürlich auch den Wirtschaftexperten Wend der lauthals erklärt: "Profitieren würde allenfalls die japanische Unterhaltungselektronik." Wir sagen das ist absoluter Unsinn, als wenn jeder mit dem Gutschein sich noch eine Digitalkamera oder Spielekonsole kaufen würde.

Es kann nicht angehen Stimmungsmache zu betreiben, der Gutschein heißt Konsumgutschein, er ist bestimmt zum Konsum von Produkten. Wenn eben die Deutschen keine Spielekonsolen oder keine Autos bauen können zu vernünftigen Preisen und guter Ausstattung dann haben sie eben Pech gehabt, das nennt sich soziale Marktwirtschaft.

Es ist an der Zeit eindeutig soziales Handeln zu fordern und dieser Gutschein würde ein Zeichen setzen das alle in diesem Land gleichwert sind. Wir Jusos Nordhausen beobachten unser Umfeld sehr genau und wer mit uns in Kontakt treten möchte kann sich sehr gern unter jusos-nordhausen@web.de melden
Mit sozialistischen Grüßen - Jürgen Bobka

Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Anatevka
04.12.2008, 19:32 Uhr
..bleiben wir mal realistisch (ohne Dollar-Zeichen in den Augen)
Ich glaube nicht, dass ein solcher Gutschein die Wirtschaft langzeitig fördern kann. Natürlich - wer würde sich nicht mal eben über geschenkte 500 Euro freuen? Nur - mein Kaufverhalten wird dadurch mit Sicherheit nicht verbessert. Eher im Gegenteil. Weil ich mir von so einem Gutschein vielleicht etwas kaufen würde, was ich gut gebrauchen könnte, was ich aber auch ohne diesen Gutschein ohnehin irgendwann hätte kaufen müssen. Diese Ausgaben des Staates könnten für wesentliche sinnvollere Sachen genutzt werden. Achja und durch eine Hin- und Herdiskussion über solch einen Gutschein fördert die Kaufkraft auch nicht unbedingt. Vielleicht mal den Blick auch für Gegenpositionen öffnen, z.B. den Artikel vom Spiegel Online durchlesen und die Sache dann nochmal durchdenken.
Nordhäuser
04.12.2008, 20:54 Uhr
Für Familien
Hallo! Ich bin ja mal gespannt was aus diesem betrag wird, weil alles was irgendwann mal dem Bürger zugute kommen sollte, nie ankam (Bürgergeld,Konsumgutschein usw...)Ab Januar gibt es mehr Kindergeld, aber dafür wird der Strom und Krankenkasse teurer. Für Familien wird eh schon so wenig getan. Bei uns müsste ein neuer Herd her um diesen auch kaufen zu können, müssten wir ein Kredit auf nehmen. Da der Staat auch keine einmalige Zuschüße mehr bewilligt, wäre das doch eine gute investition.
-MCH-
05.12.2008, 08:16 Uhr
Kein Sinn
Der Konsumgutschein ist ein Wahlkampfgeschenk, nichts weiter. Mal eben weitere 40.000.000.000 die dann die nächste Generation bezahlen kann.
Wenn schon der Wirtschaft geholfen werden soll, dann doch bitte da wo es nötig ist und nicht nur den Elektronik-Firmen.
geloescht.otto
05.12.2008, 08:57 Uhr
ha ha
Wem kommt denn das Geld, sollte es wirklich "Gutscheine" geben, zugute!!?? Die mit "Gutscheinen" bedachten werden 19% Mwst an den Staat abführen und mit dem Rest die Gewinne der Konzerne mehren!!
Hat Deutschland keine anderen Sorgen??

Lasst die arbeitende Bevölkerung genug verdienen dann brauchen wir solche Allmosen vom Staat nicht.
Bezahlt Manager und Politiker nach ihrer Leistung und bestraft diese wenn sie bewusst Mist machen, dann wirds was!!! Aber nicht mit "Gutscheinen"!!!
Totaldemokrat
05.12.2008, 10:43 Uhr
Von wegen...
Da haben wohl einige Angst sie bekommen nix ab vom Sonntagsbraten… Die Jusos sollten sich mal lieber darum kümmern, den Schwachsinn „Agenda 2010“ zu beseitigen, den der ehemalige Juso Vorsitzende Gerhard Schröder uns allen eingebrockt hat. Von wegen : „Mit sozialistischen Gruß“…
Real Human
05.12.2008, 15:01 Uhr
Jusos – „Leichtmatrosen auf der Titanic“
„Unvernunft, Arroganz, Selbstüberschätzung, blinde Raffgier, und Misswirtschaft“ das sind nicht etwa nur charakteristische Eigenschaften vieler deutscher und internationaler Banken sowie Aktiengesellschaften, sondern von Regierungen, die so etwas nicht nur zugelassen, sondern sogar noch gefördert haben. Wichtige Weichenstellungen dazu gab es mit der Agenda 2010 und anderen Machwerken während der Regierungszeit der neoliberalen SPD und ihrem Koalitionsanhängsel. Wer es sich nicht zumuten will, die von ihnen auf den Weg gebrachten Gesetze mit den darin enthaltenen schwammigen seitenlangen und das Volk irreführenden Formulierungen durchzuarbeiten, der schaue sich einmal die Viten der führenden Vertreter dieser den Kapitalismus bejahenden Partei an:

Gerhard Schröder: Nicht besonders treu (bis jetzt vier Ehen), eitler Opernballbesucher, mimte als Juso den Revoluzzer wovon später nur noch die dicke Cohiba-Zigarre übrig blieb, Träger des Deutschen Medienpreises 2000 von Baden-Baden, „Genosse der Bosse“ und „Basta-Kanzler“ genannt, Namensgeber der neoliberalen „Schröderianer“ und der „Gerd-Show“, der auf ihn bezogene "Steuersong" aus dem Jahr 2002 war der sieben Wochen lang Nummer eins der deutschen Hitparade, Fürsprecher von Vertretern „gelenkter Demokratien“, positiv(?): initiierte den Bau der Ostsee-Pipeline.
Wolfgang Clement: „Der Sozialdemokrat ohne Parteibuch“, niemals von seiner Partei ausgeschlossen, sondern stolz selbst ausgetreten, von seinen eigenen Genossen „Graf Rotz“ genannt, „Botschafter des Bieres“, Fan von Leiharbeit, Mitglied in mehreren Aufsichtsräten, „Ich sollte unter Mitwirkung von Franz Müntefering entmannt werden ...“, Michael Glos (CSU) bot Clement eine „Schnuppermitgliedschaft in der CSU“ an.

Liebe Jusos, solange ihr keine besseren Galionsfiguren am Bug eurer Titanic aufzuweisen habt, solltet ihr wenigstens schnellstens das Anlegen der Schwimmwesten üben. Ein 250-Euro-pflästerchen wird hilfreich sein wie ein Abdeckverband über einem schon lange eiternden Geschwür. Man muss vielmehr die Grunderkrankung bekämpfen, nämlich den faulenden und parasitären Kapitalismus, die kapitalistische Syphilis!

„Kapital“ und „Arbeit“ müssen – ganz grob formuliert – mindestens wieder gleichberechtigt sein. Wenn ihr zu dieser alten SPD-Forderung nicht wieder zurückfindet, könnt ihr auch gleich die Ventile öffnen und euren maroden Kahn selbst versenken. Ihr könnt ja dann auf anderen Seelenverkäufern anheuern! Die Demokratie wäre endlich eine völlig überflüssige Partei los.
Andreas
05.12.2008, 15:35 Uhr
mit "sozialistischen" Grüßen
Na Klasse, die Herren "Schrödergesellen" melden sich zu Wort.
Da freut sich der ewige Sozialdemokrat, was das heute auch immer bedeuten mag.
Ihr spuckt große Töne, gaukelt den Wählern vor so richtig mitfühlend zu sein und in Wirklichkeit habt Ihr die Kinderarmut in Deutschland verursacht.
Ihr und die Grünen, die sich die Kiefergelenke haben scheinbar wegoperieren lassen, damit sie noch größere Kröten schlucken können.
Mir dreht sich schier der Magen um wenn ich mir die soziale Situation in Deutschland ansehen muss. Das hätte nicht einmal der rechte Flügel der CDU gebracht, sich einen solchen brutalen Einschnitt in das sozial System zu erlauben.
Ihr solltet Euch was schämen hier solche polemischen Artikel in die Zeitung zu setzen.
Besser wäre es erst einmal kleine Brötchen zu backen, sich bei den Wählern zu entschuldigen und die "Schröderanhänger" vor die Tür zu setzen wie Ihr es leider schon einmal mit dem linken Flügel der SPD gemacht habt und dann endlich anständige Politik zu machen;
vor allen Dingen eine die man Euch auch glauben kann.
Mit sozialistischen Grüßen, ein dreifach donnerndes
Halleluja und ein frohes Weihnachtsfest!
H.Buntfuß
05.12.2008, 17:50 Uhr
Anerkennung
Ich habe überlegt einen Kommentar abzugeben, aber was von „Dubtschekisko“ und „Andreas“ geschrieben wurde, trifft genau ins Schwarze. Natürlich respektiere ich auch die Kommentare eines „MCH“ und anderer, auch wenn ich die von „MCH“ überhaupt nicht teile. Abgesehen von offensichtlich falschen Behauptungen und Beleidigungen, die von der Redaktion zurecht herausgefiltert werden, finde ich es gut, dass in der nnz – im Gegensatz zu manchen anderen Medien – auch der einfache Bürger einmal Tacheles schreiben darf. Ich kann hier nur noch sagen, dass ich es sehr gut finde, mit welchem Eifer sich jetzt die Leute zu Wort melden. Herr Greiner, Ihnen muss ich ein großes Lob aussprechen, dass Sie dies durch Ihre Arbeit erst möglich machen.
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