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So, 17:30 Uhr
30.11.2008

„Sind die Lichter angezündet.....“

Eine Geschichte des Weihnachtsbaumes wird in einer Sonderausstellung im Regionalmuseum Bad Frankenhausen (Schloss) gezeigt. Heute zum Abschluss des Lichterfestes war die Eröffnung...


Das Weihnachtsfest ist für uns, ob Christen oder nicht, ein wichtiges Fest im Jahresverlauf und nimmt in unserem Leben einen festen Platz ein. Über die Jahrhunderte haben sich in den einzelnen Regionen in Deutschland eine große Vielfalt an Weihnachtsbräuchen entwickelt. Unbestritten zählt der Weihnachtsbaum zu einem wichtigen Symbol des Weihnachtsfestes. Die Vielfalt und Besonderheit der geschmückten Weihnachtsbäume der letzten zweihundert Jahre darzustellen und die Schönheit und den Fantasiereichtum, aber auch den Einfluss des Zeitgeistes auf das traditionelle Fest zu zeigen, ist Anliegen der Sonderausstellung.

Geschichte des Weihnachtsbaumes (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Geschichte des Weihnachtsbaumes (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Zum Weihnachtsfest gehören der Weihnachtsbaum und die Weihnachtskrippe als sehr prägende Elemente. 1521 wurde der erste Weihnachtsbaum genannt und zwar in einer Urkunde aus dem Elsaß und aus der Gegend um Freiburg im Breisgau. Die Stubenweihnacht und leuchtende Weihnachtsbäume sind aus dem 17. Jh. bekannt. In all den Jahrhunderten wurden die Bäume sehr unterschiedlich geschmückt und auch aufgestellt. So gab es „blühende“ Weihnachtsbäume, ähnlich den Barbarazweigen, und hängende Weihnachtsbäume.

Weihnachtsbäume wurden von Anfang an geschmückt, zunächst wahrscheinlich nur mit Äpfeln, Süßigkeiten, goldenen und farbigen Papierflittern, Birnen, Nüssen, Datteln und Feigen.

Die prächtige Auswahl an Weihnachtsbaumschmuck aus Papier, Watte, aus Metall, aus Goldflitter und Glas, aus gesponnenem Glas, aus Metallfäden und Kunststoff, aus Zucker oder Backwerk zeigt eine kaum vorstellbare Vielfalt. Allein Glaskugeln können aus den verschiedensten Zeitepochen, aber auch in zahlreichen Farben, Formen, Größen und mit unterschiedlicher Oberflächengestaltung bewundert werden. An kleinen Bäumen wird Baumschmuck aus der Gründerzeit, der Zeit des Jugendstils, dem ersten und zweiten Weltkrieg, der Nachkriegszeit und den 60er Jahren gezeigt. Der Baumschmuck stammt ausnahmslos aus Deutschland, vorwiegend aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Zum Weihnachtsbaum gehören aber auch die Ständer, die Kerzen, die Kerzenanzünder, die Kerzenhalter, die Beleuchtungen, die Gruß- und Glückwunschkarten, die Briefe der Kriegszeiten, Nussknacker und Räuchermännchen, Weihnachtspyramiden, Lametta, der Adventskalender und Adventskranz.

Unter dem Schmuck und dem zahlreichen Zubehör gibt es auch sehr kuriose Erfindungen und ausgeklügelte Modelle. Alle sich bewegenden Sammlungsstücke funktionieren auch. In der Gestaltung des Weihnachtsbaumschmuckes zeigen sich Zeitgeist, die technischen Möglichkeiten in der jeweiligen Zeit, handwerkliche Fähigkeiten, Geschmack und Lebensgefühl der Menschen.

Von all dem wird der Besucher etwas sehen und durch informative Texte viel Interessantes erfahren. Die Exponate stellte ein Sammler, Helmut Weiß, aus Schwandorf zur Verfügung. Er sammelt seit über 30 Jahren mit Leidenschaft und Sachkenntnis. Nicht nur das Exponat ist für ihn interessant, sondern auch das kulturhistorische Wissen und die Technologie der Herstellung und der Gebrauch durch die Menschen in den verschiedenen sozialen Schichten. Mit seinem Wissen und dem reichen interessanten kulturhistorischen Fundus unterstützt er die Arbeit zahlreicher Museen, denen er seine Sammlungen zur Verfügung stellt.

06567 Bad Frankenhausen
Tel./ 034671 / 6 20 86 Fax. 034671/ 55 32 90
e-mail: museum-badfrankenhausen@web.de
Eröffnung: 30. November 2008, um 17.00 Uhr
Dauer der Sonderausstellung: 30.November 2008 bis 4. Januar 2009
Öffnungszeiten: Die bis So sowie an Feiertagen 10.00 bis 17.00 Uhr
Führungen außerhalb der Öffnungszeit nach Voranmeldung möglich!
Geschichte des Weihnachtsbaumes (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Geschichte des Weihnachtsbaumes (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Geschichte des Weihnachtsbaumes (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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