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Mo, 08:55 Uhr
24.11.2008

Wenn nicht nur das Lichtlein brennt...

Adventsnachmittage ohne den Schein von Kerzenlicht an geschmückten Zweigen, ohne den Duft von Räucherkerzen, ohne Glühwein und Gebäck sind kaum vorstellbar. Die Advents- und Weihnachtszeit soll eine friedliche Zeit sein. Die Nordhäuser Berufsfeuerwehr hat jedoch andere Erfahrungen...

Gefahren (Foto: psv) Gefahren (Foto: psv)

„Jedoch ist es auch die Zeit des Jahres, in der mehr als zu jeder anderen Jahreszeit die Möglichkeit einer Brandes in Wohnungen gegeben ist, sagte jetzt Gerd Jung, Leiter der Berufsfeuerwehr Nordhausen und weist im Hinblick auf den 1. Advent am 30. November auf den richtigen Umgang mit dem „offenen Licht“ hin.

Kerzenlicht und Glut von Räucherkerzen seien ideale Zündquellen, die in der Lage sind, fast alle leicht brennbare Materialien im Haushalt zu entzünden. Deshalb müssen Kerzen sowie auch Räucherkerzen nur auf einer nichtbrennbaren Unterlage sicher aufgestellt werden. Besonders gefährdet seien Adventsgestecke, da deren Zweige oft in gefährlicher Weise die Kerzen berühren. Gefährlich sei auch die zunehmende Austrocknung der Zweige im Verlauf der Adventswochen. „Die Zündbereitschaft der Zweige wächst dann erheblich“, sagt er.

Auch Kinder sollten nicht unbeaufsichtigt in der Nähe von brennenden Kerzen spielen dürfen. Die Zündmittel sollten sicher aufbewahrt werden, so dass Kinder nicht unkontrolliert damit spielen können. Gerade das Entzünden von Kerzen und Räucherkerzen sei für Kinder von besonderem Interesse. In den Abendstunden sollte man auch an die aufkommende Müdigkeit denken und die Kerzen rechtzeitig löschen. Generell ist bei der Anwendung von offenem Licht zu beachten – nie unbeaufsichtigt lassen.

„Besondere Vorsicht ist bei der Verwendung von Kerzen am Weihnachtsbaum geboten. Die Kerzen sind so anzubringen, dass die Flammen ausreichenden Abstand zu Zweigen, Baumschmuck und zu anderen brennbaren Materialien, zum Beispiel den Gardinen, haben“, so Jung. Wichtig sei auch hier die Standsicherheit. Zu bedenken sei auch, dass ein brennender Weihnachtsbaum in unmittelbarer Nähe der Zimmertür die Fluchtmöglichkeiten erheblich einschränken kann. Mit einem gefüllten Wassereimer, der z.B. im Bad in Bereitschaft steht, kann im Brandfall wertvolle Zeit gewonnen werden.

Das Entzünden der Kerzen am Baum sollte immer von oben nach unten und von hinten nach vorne erfolgen. Das Löschen der Kerzen erfolgt dann in umgekehrter Reihenfolge. Auch bei Weihnachtsbäumen kommt es in warmer Umgebung zur beschleunigten Austrocknung, so dass die Zündbereitschaft der Nadeln und Zweige erheblich zunimmt. Auch deshalb sollte man für den Baum möglichst einen bewässerten Ständer verwenden. Das Abbrennen von Wunderkerzen an ausgetrockneten Weihnachtsbäumen kann sehr gefährlich sein. Wunderkerzen sind in Räumen nicht besonders zu empfehlen, da es zu Abplatzungen von glimmenden Teilen kommen kann.

„Wer der Gefahr durch offenes Licht aus dem Wege gehen möchte, sollte sich für elektrische Lichterketten entscheiden. Werden Lichterketten jedoch im Freien verwendet, dürfen nur die ausdrücklich dafür zugelassenen Lichterketten Anwendung finden. Sonnst könnte es zu gefährlichen Unfällen durch Stromschlag kommen“, so der Fachmann.

Selbst der Weihnachtsbraten sollte nicht unbeaufsichtigt garen, denn die Feuerwehr musste in der Vergangenheit auch an den Weihnachtsfeiertagen wegen angebranntem Fleisch ausrücken. Oft wurde in solchen Fällen von Straßenpassanten Rauch aus der Küche bemerkt. Bei Eintreffen der Feuerwehr saß die Familie nicht selten ahnungslos und völlig überrascht im Wohnzimmer am Fernseher, berichtet Gerd Jung.
Autor: nnz

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