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So, 13:39 Uhr
09.11.2008

Gedenken und Mahnung

In Nordhausen ist am Vormittag der antijüdischen Pogromnacht vor 70 Jahren worden. Die Gedenkveranstaltung begann mit einem Gedenkgottesdienst in der Blasii-Kirche...

Dem Opfern gedenken (Foto: nnz) Dem Opfern gedenken (Foto: nnz)

In der größten Nordhäuser Kirche hatten sich zahlreiche Christen versammelt, um auf ihre Weise an die damaligen, unfassbaren Geschehnissen zu erinnern und den Opfern zu gedenken. Superintendent Michael Bornschein und Pfarrer Peter Kube gestalteten den Gottesdienst. Kube las aus Erinnerungen von Juden vor, die vor 70 Jahren auch in Nordhausen aus ihren Häusern gezerrt wurden und zusehen mussten, wie ihre Synagoge brannte. Kube erinnerte aber auch an die Geschehnisse in Deutschland vor 19 Jahren, als sich in Berlin die Mauer öffnete.

Nach dem Gottesdienst dann das eigentliche Gedenken am Pferdemarkt, dort, wo einst die Nordhäuser Synagoge stand. Dieser Teil der Veranstaltung wurde durch zwei Musikerinnen der jüdischen Gemeinde Erfurt umrahmt. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) ging in ihrer Rede vor allem auf die fehlende Zivilcourage der Menschen vor 70 Jahren ein. Man habe damals weggesehen und so den Nazis mit den Weg geebnet, der für Millionen jüdischer Menschen mit dem Tod endete.

Rinke mahnte an, auch heute nicht wegzuschauen, wenn Unrecht geschehe oder Menschenrechte verletzt werden. Auch Worte können verletzen. Nicht wegschauen, sondern da zu sein, wenn man gebraucht werde, wie einst der Samariter – das war der Tenor der Worte von Michael Bornschein.

Das Gedenken am Pferdemarkt wurde durch ein russisches Lied sowie durch das Kaddisch ergänzt, das durch Phillip Egboune von der jüdischen Gemeinde in Nordhausen vorgetragen wurden. Im Anschluß wurden am Gedenkstein Blumengebinde und Kränze von Vertretern der Verwaltungen und Parteien niedergelegt. Nur wenige Meter weiter wurde die neue Stele besichtigt, die von Jungendlichen der Nordhäuser Jugendkunstschule angefertigt wurde.

Blieb an diesem Vormittag lediglich die Frage, warum für die Zeit der Veranstaltung der Bereich des Pferdemarktes nicht abgesperrt war? Die vorbeifahrenden Autos waren der Stimmung des Augenblicks nicht gerade zuträglich.

Morgen wird durch die Jugendkunstschule im Foyer des Nordhäuser Rathauses ein Modell der einstigen Nordhäuser Synagoge der Öffentlichkeit übergeben.
Dem Opfern gedenken (Foto: nnz)
Dem Opfern gedenken (Foto: nnz)
Dem Opfern gedenken (Foto: nnz)
Dem Opfern gedenken (Foto: nnz)
Dem Opfern gedenken (Foto: nnz)
Dem Opfern gedenken (Foto: nnz)
Dem Opfern gedenken (Foto: nnz)
Dem Opfern gedenken (Foto: nnz)
Dem Opfern gedenken (Foto: nnz)
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Dem Opfern gedenken (Foto: nnz)
Dem Opfern gedenken (Foto: nnz)
Dem Opfern gedenken (Foto: nnz)
Dem Opfern gedenken (Foto: nnz)
Dem Opfern gedenken (Foto: nnz)
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Dem Opfern gedenken (Foto: nnz)
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Dem Opfern gedenken (Foto: nnz)
Dem Opfern gedenken (Foto: nnz)
Dem Opfern gedenken (Foto: nnz)
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Dem Opfern gedenken (Foto: nnz)
Dem Opfern gedenken (Foto: nnz)
Autor: nnz

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