Do, 14:10 Uhr
06.11.2008
Wieviel Steuereinnahmen?
Das ist momentan eine der interessantesten Fragen in der Bleicheröder Stadtverwaltung. Sie ist mit entscheidend für den kommenden Haushalt...
Heute soll es während der abendlichen Stadtratssitzung erste Informationen zum Entwurf des Bleicheröder Haushaltes des Jahres 2009 geben. Bürgermeister Frank Rostek (CDU) spricht gegenüber der nnz von einer Vorberatung und ist schon froh, daß er den Stadträten einen ausgeglichenen Verwaltungshaushalt vorstellen kann. Dessen Gesamtvolumen soll bei rund 7,4 Millionen Euro liegen.
Interessanter könnte es beim Vermögenshaushalt zugehen, dem Teil, das letztlich für die Investitionen zuständig ist. Die Höhe der Einnahmen? Rostek ist vorsichtig. Seine Kämmerei hat mit drei Millionen Euro gerechnet. Diesem Frieden traut der Bürgermeister vor im Gewerbesteuerbereich nicht und stellt eine Korrektur im Gespräch mit der nnz in Aussicht. Dem gegenübersteht ein Ausgabevolumen von bislang 2,7 Millionen Euro.
Die größten Brocken dabei sind die beginnende Sanierung des zweiten Verwaltungsgebäudes und eines benachbarten Gebäudes. Hier sollen im kommenden Jahr rund 460.000 Euro verbaut werden. Die nächsten Etappen folgen bis 2011 oder 2012, je nach der Leistungsfähigkeit der Stadt. Die Naumannstraße soll ausgebaut und zwei Ampelanlagen erhalten und an der Kindertagesstätte soll unter anderem die Fassade aufgepeppt werden.
Und dann (endlich) soll Ordnung auf den Postplatz gebracht werden. Das ist für Nicht-Bleicheröder die Kreuzung, die nicht immer so einfach in punkto Vorfahrt zu überblicken ist. Die Kreuzung mit fünf Straßen soll zu einem Kreisel mutieren.
Von Interesse könnte am heutigen Abend auch der Tagesordnungspunkt 7 sein. Dort geht um einen Zuschuß zum Heimat- und Fremdenverkehrsverein zur Abwendung der drohenden Zahlungsunfähigkeit. Klingt dramatisch, ist den Bleicheröder Verwaltern ein alljährlich wiederkehrendes Phänomen.
Der Verein vereint die touristischen und kulturellen Angebote wie Kino, Freibad, Touristinfo oder die Bibliothek und das Kulturhaus. All diese Angebote arbeiten defizitär und müssen bezuschußt werden. Freiwillige Aufgaben nennt das die Thüringer Kommunalordnung und die sind den Aufsichtsbehörden ein Dorn im Auge, wenn es um die finanzielle Gesamtsituation eines Gemeinwesens nicht allzu rosig bestellt ist. Wie eben in Bleicherode. Trotzdem will Frank Rostek seine Räte davon überzeugen, 125.000 Euro an den Heimat- und Fremdenverkehrsverein zu überweisen. Die Angebote, so der Bürgermeister, sollen aufrecht erhalten werden.
Aber es sollen in den kommenden Wochen und Monaten auch Synergieeffekte erzielt werden. Kultur oder Freizeit müsse effizienter sein. Dazu gehört auch, Veranstaltungen in Bleicherode attraktiver auszugestalten. Einen Besucherschwund beim Bergmannsfest wie in diesem Jahr sollte sich eine einstige Bergarbeiterstadt nicht mehr leisten.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzHeute soll es während der abendlichen Stadtratssitzung erste Informationen zum Entwurf des Bleicheröder Haushaltes des Jahres 2009 geben. Bürgermeister Frank Rostek (CDU) spricht gegenüber der nnz von einer Vorberatung und ist schon froh, daß er den Stadträten einen ausgeglichenen Verwaltungshaushalt vorstellen kann. Dessen Gesamtvolumen soll bei rund 7,4 Millionen Euro liegen.
Interessanter könnte es beim Vermögenshaushalt zugehen, dem Teil, das letztlich für die Investitionen zuständig ist. Die Höhe der Einnahmen? Rostek ist vorsichtig. Seine Kämmerei hat mit drei Millionen Euro gerechnet. Diesem Frieden traut der Bürgermeister vor im Gewerbesteuerbereich nicht und stellt eine Korrektur im Gespräch mit der nnz in Aussicht. Dem gegenübersteht ein Ausgabevolumen von bislang 2,7 Millionen Euro.
Die größten Brocken dabei sind die beginnende Sanierung des zweiten Verwaltungsgebäudes und eines benachbarten Gebäudes. Hier sollen im kommenden Jahr rund 460.000 Euro verbaut werden. Die nächsten Etappen folgen bis 2011 oder 2012, je nach der Leistungsfähigkeit der Stadt. Die Naumannstraße soll ausgebaut und zwei Ampelanlagen erhalten und an der Kindertagesstätte soll unter anderem die Fassade aufgepeppt werden.
Und dann (endlich) soll Ordnung auf den Postplatz gebracht werden. Das ist für Nicht-Bleicheröder die Kreuzung, die nicht immer so einfach in punkto Vorfahrt zu überblicken ist. Die Kreuzung mit fünf Straßen soll zu einem Kreisel mutieren.
Von Interesse könnte am heutigen Abend auch der Tagesordnungspunkt 7 sein. Dort geht um einen Zuschuß zum Heimat- und Fremdenverkehrsverein zur Abwendung der drohenden Zahlungsunfähigkeit. Klingt dramatisch, ist den Bleicheröder Verwaltern ein alljährlich wiederkehrendes Phänomen.
Der Verein vereint die touristischen und kulturellen Angebote wie Kino, Freibad, Touristinfo oder die Bibliothek und das Kulturhaus. All diese Angebote arbeiten defizitär und müssen bezuschußt werden. Freiwillige Aufgaben nennt das die Thüringer Kommunalordnung und die sind den Aufsichtsbehörden ein Dorn im Auge, wenn es um die finanzielle Gesamtsituation eines Gemeinwesens nicht allzu rosig bestellt ist. Wie eben in Bleicherode. Trotzdem will Frank Rostek seine Räte davon überzeugen, 125.000 Euro an den Heimat- und Fremdenverkehrsverein zu überweisen. Die Angebote, so der Bürgermeister, sollen aufrecht erhalten werden.
Aber es sollen in den kommenden Wochen und Monaten auch Synergieeffekte erzielt werden. Kultur oder Freizeit müsse effizienter sein. Dazu gehört auch, Veranstaltungen in Bleicherode attraktiver auszugestalten. Einen Besucherschwund beim Bergmannsfest wie in diesem Jahr sollte sich eine einstige Bergarbeiterstadt nicht mehr leisten.
Peter-Stefan Greiner

