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Mo, 18:49 Uhr
03.11.2008

Auf den Spuren der Anne Frank

Wer kennt sie nicht oder hat zumindest schon von ihr gehört – die Geschichte des jüdischen Mädchens Anne Frank. Jetzt hatten sich Jugendliche aus Nordhausen auf ihre Spuren begeben...

Auf Spurensuchen in Amsterdam (Foto: nnz) Auf Spurensuchen in Amsterdam (Foto: nnz)

Geboren in Deutschland, nach der Machtergreifung der Nazis mit ihren Eltern und der Schwester Margot im holländischen Exil lebend und kurz vor Kriegsende Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes. 25 Monate lebte die Familie zusammengepfercht mit vier anderen Juden in einem Versteck in einem Hinterhaus in Amsterdam. Anne Frank führte in diesem Versteck zwischen ihrem 14. bis 16. Lebensjahr ein Tagebuch, in dem sie ihre Erlebnisse und Gedanken niederschrieb.

Das nach dem Krieg von ihrem Vater Otto Frank, dem einzigen Überlebenden der Familie, veröffentlichte Tagebuch gilt als ein historisches Dokument aus der Zeit des Holocaust und Anne als Symbolfigur für alle Opfer der Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten.

Heute ist das Versteck der Familie Frank eine Gedenkstätte, die von Gästen aus aller Welt besucht wird. Jüngst besuchte eine Reisegruppe aus Nordhausen, bestehend aus Schülern der Käthe-Kollwitz-Schule und Jugendlichen der „Die Falken“ die Anne-Frank-Gedenkstätte in der Prinsengracht 263 in Amsterdam. Beeindruckt und tief erschüttert waren die Nordhäuser Gäste vor allem darüber was Menschen anderen Menschen antun können, wenn sie von einer falschen Ideologie vereinnahmt worden sind.

Von der Öffentlichkeit lange Zeit weitgehend unbeachtet sind wieder rechtsextremistische Strukturen entstanden, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung in Frage stellen. Wir müssen wachsam sein und immer wieder aufklären darüber, was rechtes Gedankengut für Gefahren in sich birgt.

Die Bundesregierung hat deshalb das Programm „Vielfalt tut gut – Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie - gegen Rechtextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ aufgelegt, durch das Kommunen animiert werden, vor Ort ’Lokale Aktionspläne’ (LAP) zu entwickeln. Die Nordhäuser „Falken“ haben mit ihrem Programm „Nordhausen gegen Rechtextremismus“ an der Umsetzung des LAP teilgenommen. Die Fahrt nach Amsterdam war der letzte Programmteil für dieses Jahr.
Reiner Schumann, Projektleiter
Autor: nnz

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