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Di, 07:23 Uhr
09.07.2002

Schlecht qualifizierte Schulabgänger

Nordhausen (nnz). Die Ergebnisse der Pisa-Studie, die seit Monaten Politiker und Bildungsexperten beschäftigt, wird in der Wirtschaft ein zunehmend dramatisches Thema. nnz hat sich damit beschäftigt.


Nach einer gerade veröffentlichten Studie der Gummersbacher Unternehmensberatung Kienbaum klagen deutsche Unternehmen zunehmend über schlecht qualifizierte Schulabgänger: 90 Prozent der Befragten nennen „schwache berufsrelevante Qualifikationen“ als Hauptgrund dafür, dass sie Lehrstellen nicht besetzen können.

„Die Klagen der Unternehmen über mangelhafte Qualifikationen der Auszubildenden korrespondieren mit den schlechten Ergebnissen deutscher Schüler im Rahmen der Pisa-Studie“, sagte Jochen Kienbaum, Vorsitzender der Geschäftsführung der Unternehmensberatung in einem Pressegespräch. „Die Unternehmen können nicht das nachholen, was bereits in der Schule versäumt wurde. Hier ist rasches Handeln der Politik gefragt.“ In den Auswahlverfahren offenbarten viele Schulabgänger mathematische Schwächen und schlechte Rechtschreibkenntnisse, heißt es in der Studie.

An erster Stelle der Schlüsselqualifikation für einen Ausbildungsplatz nannten die Befragten 360 Unternehmen neben einem Schulabschluss Lernbereitschaft und hohe Motivation der Bewerber. Einen überraschend geringen Stellenwert nehmen laut Kienbaum Fremdsprachen- und EDV-Kenntnisse ein.
Autor: nnz

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