Do, 11:18 Uhr
04.07.2002
Eigene Wege im hohen Norden
Nordhausen (nnz). Fast 100 Sehenswürdigkeiten in Thüringen setzen künftig alles auf eine Karte - die ThüringenCard. Der Landkreis Nordhausen ist nur schwach vertreten.
Museen, Besucherbergwerke, Bäder und Thermen, Burgen, Parkanlagen und andere Ausflugsziele wollen demnächst mit einer einheitlichen Eintrittskarte, der ThüringenCard, ihre Gäste willkommen heißen. Die von der Thüringer Tourismus GmbH (TTG) initiierte Aktion habe eine gute Resonanz gefunden, sagte eine TTG-Mitarbeiterin. Unser Ziel, im ersten Jahr etwa 100 Einrichtungen zusammen zu bringen, haben wir erreicht, fügte sie hinzu. 97 Interessenten hätten bisher ihre Absicht zur Teilnahme bekundet. Sie haben in den vergangenen Tagen die Verträge für den Anschluss an das System erhalten. Etwa die Hälfte sei bereits wieder unterschrieben nach Erfurt zurückgekommen.
Die nnz hat sich die Teilnehmerliste etwas genauer angesehen und festgestellt, dass es bislang nur sieben Angebote aus Nordthüringen gibt. Aus dem Landkreis Nordhausen ist es lediglich der Tourismusverein Goldene Aue, der mit dem Heringer Schloß und dem Humboldtschen Schloß Gäste in die Region locken will. Nordhäuser Angebote gibt es bislang nicht. Die sind einfach Fehlanzeige, dabei ist das Angebot der ThüringenCard doch verlockend für die Besucher des Freistaates. Für die Geschäftsführerin des Südharzer Tourismusverbandes, Uta Hirselandt, macht das Angebot auf Grund der zu großen Entfernungen, zum Beispiel zur Landeshauptstadt oder zum Thüringer Wald, keinen Sinn. Außerdem stehe da noch ein weiteres, ein finanzielles Problem: Die Kartenlesegeräte kosten zwischen 400 und 500 Euro.
Angedacht ist seitens der Tourismusexperten im Landkreis eine eigene GästeCard gemeinsam mit dem Kyffhäuserkreis zu kreieren. Hintergrund dafür sind die Landesgartenschau in Nordhausen und die Landesausstellung in Sondershausen im Jahr 2004. Hieran sollten sich Nordthüringen Händler, Gastronomen und natürlich die touristischen Ziele selbst beteiligen. Ende des Jahres, so Hirselandt, sollen die ersten Gespräche geführt werden. Im Jahr 2003 soll die GästeCard dann in die Erprobungsphase gehen.
Anders bei der Thüringer Tourismus GmbH. Nach den Plänen der TTG soll die ThüringenCard bereits ab 1. Dezember dieses Jahres als Ein-, Drei- oder Sechs-Tageskarte zur Verfügung stehen. Kauft ein Gast das Ticket, hat er freien Eintritt in allen angeschlossenen Einrichtungen oder erhält dort kräftige Rabatte. Damit die Gäste in der gewählten Zeitspanne auch möglichst viele lohnenswerte Reiseziele erreichen und Touristenattraktionen besuchen kann, gehört ein attraktives Mobilitätsangebot zur ThüringenCard dazu. So ist diese gleichzeitig Tagesfahrschein für die Busse und Straßenbahnen der Erfurter Verkehrs AG und Hopper-Ticket der DB Regio. Mit dem Kartenpreis ist die Bahnfahrt zwischen Thüringer Städten im 50-Kilometer-Umkreis schon bezahlt.
Autor: nnzMuseen, Besucherbergwerke, Bäder und Thermen, Burgen, Parkanlagen und andere Ausflugsziele wollen demnächst mit einer einheitlichen Eintrittskarte, der ThüringenCard, ihre Gäste willkommen heißen. Die von der Thüringer Tourismus GmbH (TTG) initiierte Aktion habe eine gute Resonanz gefunden, sagte eine TTG-Mitarbeiterin. Unser Ziel, im ersten Jahr etwa 100 Einrichtungen zusammen zu bringen, haben wir erreicht, fügte sie hinzu. 97 Interessenten hätten bisher ihre Absicht zur Teilnahme bekundet. Sie haben in den vergangenen Tagen die Verträge für den Anschluss an das System erhalten. Etwa die Hälfte sei bereits wieder unterschrieben nach Erfurt zurückgekommen.
Die nnz hat sich die Teilnehmerliste etwas genauer angesehen und festgestellt, dass es bislang nur sieben Angebote aus Nordthüringen gibt. Aus dem Landkreis Nordhausen ist es lediglich der Tourismusverein Goldene Aue, der mit dem Heringer Schloß und dem Humboldtschen Schloß Gäste in die Region locken will. Nordhäuser Angebote gibt es bislang nicht. Die sind einfach Fehlanzeige, dabei ist das Angebot der ThüringenCard doch verlockend für die Besucher des Freistaates. Für die Geschäftsführerin des Südharzer Tourismusverbandes, Uta Hirselandt, macht das Angebot auf Grund der zu großen Entfernungen, zum Beispiel zur Landeshauptstadt oder zum Thüringer Wald, keinen Sinn. Außerdem stehe da noch ein weiteres, ein finanzielles Problem: Die Kartenlesegeräte kosten zwischen 400 und 500 Euro.
Angedacht ist seitens der Tourismusexperten im Landkreis eine eigene GästeCard gemeinsam mit dem Kyffhäuserkreis zu kreieren. Hintergrund dafür sind die Landesgartenschau in Nordhausen und die Landesausstellung in Sondershausen im Jahr 2004. Hieran sollten sich Nordthüringen Händler, Gastronomen und natürlich die touristischen Ziele selbst beteiligen. Ende des Jahres, so Hirselandt, sollen die ersten Gespräche geführt werden. Im Jahr 2003 soll die GästeCard dann in die Erprobungsphase gehen.
Anders bei der Thüringer Tourismus GmbH. Nach den Plänen der TTG soll die ThüringenCard bereits ab 1. Dezember dieses Jahres als Ein-, Drei- oder Sechs-Tageskarte zur Verfügung stehen. Kauft ein Gast das Ticket, hat er freien Eintritt in allen angeschlossenen Einrichtungen oder erhält dort kräftige Rabatte. Damit die Gäste in der gewählten Zeitspanne auch möglichst viele lohnenswerte Reiseziele erreichen und Touristenattraktionen besuchen kann, gehört ein attraktives Mobilitätsangebot zur ThüringenCard dazu. So ist diese gleichzeitig Tagesfahrschein für die Busse und Straßenbahnen der Erfurter Verkehrs AG und Hopper-Ticket der DB Regio. Mit dem Kartenpreis ist die Bahnfahrt zwischen Thüringer Städten im 50-Kilometer-Umkreis schon bezahlt.

