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Mi, 09:20 Uhr
03.07.2002

Willkommen in der Bananenrepublik...

Nordhausen/Heringen (nnz). Gestern berichtete die nnz über den boomenden Internet-Handel mit Medikamenten. Erwähnt wurde auch eine Reaktion der KKH. nnz erhielt jetzt ein Statement von Christian Worbes aus Heringen, das wir im Forum veröffentlichen.


Das ist doch schon haarsträubend, wenn wie in diesem Fall eine Körperschaft öffentlichen Rechtes, und zwar die KKH, eine Klage einreicht, um letztlich geltendes deutsches Recht zu brechen. Das Votum, das Ihre Versicherten in den deutschen Apotheken abgegeben haben, scheint die Kassenfunktionäre nicht zu interessieren. Na gut, manchmal „stören“ Patienten eben nur, vor allem dann wenn Sie Ihre Meinung kundtun.

Ganz besonders schlimm finde ich aber, dass dieses Vorgehen von Teilen der Deutschen Politik auch noch befürwortet wird. Wenn Recht nicht gleich Recht ist, dann steht es schlimm um Deutschland. Das gleiche Recht, das uns Apotheker verpflichtet, die Zuzahlungen vom Patienten als Inkassounternehmen der Krankenkassen einzutreiben, wird uns im gleichen Atemzug als Preistreiberei vorgehalten. Das verstehe wer will.

Wir Nordthüringer Apotheker werden uns das nicht gefallen lassen, und das ist nun wieder unser gutes deutsches Recht. Zahltag ist der September.
Christian Worbes, Rats-Apotheke Heringen, Gebietsvertrauensapotheker

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

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