Do, 12:44 Uhr
14.09.2000
Angstschweiß und Unterstützung einer guten Fee
Nordhausen (nnz). Die neue Spielzeit hat zwar gerade erst begonnen, doch so richtig "unter Volldampf" kommt die Theater-Maschine erst an diesem Wochenende. Auch für die Intendantin Dr. Monika Pirkelbauer wird am Freitag der Angstschweiß doppelt so intensiv fließen wie in den Wochen zuvor.
"In der vergangenen Spielzeit hatten wir uns bewußt auf das Musiktheater konzentriert, weil ich in dieser Sparte Nachholebedarf sah", erläutert die Intendantin im nnz-Gespräch. Damals gelang den Nordhäusern mit dem Rosenkavalier ein fulminanter Start in die Spielzeit 1999/2000. In diesem Jahr wird der Premierenstartschuß mit "Bernada Albas Haus" von Federico García Lorca vollzogen. Ob sich die Vorbereitung gelohnt hat, das wird die Chefin des Hauses und mit ihr alle Mitarbeiter wohl erst am späten Freitagabend erfahren, dann, wenn sich der Premierenvorhang senkt.
Wirtschaftlich geht es dem Nordhäuser Theater "so schlecht wie eh und je", meint die Österreicherin. Zwar gibt es in diesem und in den nächsten Jahren mehr Zuschüsse vom Land Thüringen, doch noch immer fehlen Gelder, die in Gagen oder Produktionskosten gesteckt werden könnten. Durch die mittelfristige Finanzzusage vom Land und von den Gesellschaftern konnte am Nordhäuser Haus dennoch ein wenig mehr Planungssicherheit erreicht werden. Wenn Monika Pirkelbauer allerdings einen Wunsch bei der imaginären Fee offen hätte, dann: "...könnte es pro Jahr schon einen Million mehr sein".
Trotz oder vielleicht auch gerade wegen dieser klitzekleinen Probleme fühlt sich die Chefin in und um Nordhausen, vor allem aber in "ihrem" Theater wohl. Sie, die sich in dieser Position selbst als Anfängerin bezeichnet, will in der kommenden Zeit die Verkaufsstrategie noch mehr auf das Internet ausrichten. Hier gebe es die Potentiale, die letztlich mehr Zuschauer, mehr Akzeptanz und mehr Geld in der Kasse zur Folge haben.
Auseinandersetzungen über Inhalte des Nordhäuser Theater, die wünscht sich die Intendantin auf vielen Ebenen. Nur das Thema "Nix" soll für sie bald erledigt sein, spätestens nach dem nächsten Jahresabschluß. Denn Geld zurück, wie es die GmbH fordert, das gibt es dann wohl auch nur im Märchen von einer Fee.
Premiere: "Bernada Albas Haus", Freitag, 16.9., 19.30 Uhr
Autor: psg"In der vergangenen Spielzeit hatten wir uns bewußt auf das Musiktheater konzentriert, weil ich in dieser Sparte Nachholebedarf sah", erläutert die Intendantin im nnz-Gespräch. Damals gelang den Nordhäusern mit dem Rosenkavalier ein fulminanter Start in die Spielzeit 1999/2000. In diesem Jahr wird der Premierenstartschuß mit "Bernada Albas Haus" von Federico García Lorca vollzogen. Ob sich die Vorbereitung gelohnt hat, das wird die Chefin des Hauses und mit ihr alle Mitarbeiter wohl erst am späten Freitagabend erfahren, dann, wenn sich der Premierenvorhang senkt.
Wirtschaftlich geht es dem Nordhäuser Theater "so schlecht wie eh und je", meint die Österreicherin. Zwar gibt es in diesem und in den nächsten Jahren mehr Zuschüsse vom Land Thüringen, doch noch immer fehlen Gelder, die in Gagen oder Produktionskosten gesteckt werden könnten. Durch die mittelfristige Finanzzusage vom Land und von den Gesellschaftern konnte am Nordhäuser Haus dennoch ein wenig mehr Planungssicherheit erreicht werden. Wenn Monika Pirkelbauer allerdings einen Wunsch bei der imaginären Fee offen hätte, dann: "...könnte es pro Jahr schon einen Million mehr sein".
Trotz oder vielleicht auch gerade wegen dieser klitzekleinen Probleme fühlt sich die Chefin in und um Nordhausen, vor allem aber in "ihrem" Theater wohl. Sie, die sich in dieser Position selbst als Anfängerin bezeichnet, will in der kommenden Zeit die Verkaufsstrategie noch mehr auf das Internet ausrichten. Hier gebe es die Potentiale, die letztlich mehr Zuschauer, mehr Akzeptanz und mehr Geld in der Kasse zur Folge haben.
Auseinandersetzungen über Inhalte des Nordhäuser Theater, die wünscht sich die Intendantin auf vielen Ebenen. Nur das Thema "Nix" soll für sie bald erledigt sein, spätestens nach dem nächsten Jahresabschluß. Denn Geld zurück, wie es die GmbH fordert, das gibt es dann wohl auch nur im Märchen von einer Fee.
Premiere: "Bernada Albas Haus", Freitag, 16.9., 19.30 Uhr

