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Sa, 18:28 Uhr
30.08.2008

Ein sommerliches Spitzenspiel

Wenn sich zwei Trainer nach dem Spiel ihrer Mannschaften so richtig lieb haben, dann deutet alles auf eine friedliche Punkteteilung hin. Ob es die heute im Spitzenspiel der Thüringenliga zwischen Wacker und Schott Jena gab, das berichtet aus dem AKS Olaf Schulze.

wacker (Foto: wacker) wacker (Foto: wacker)


Ja, tatsächlich am Ende teilten die Vereine die Punkte und ja beide Trainer lobten ihre Mannschaft und den Gegner. Doch der Reihe nach:

Wacker begann vor enttäuschend wenigen Zuschauern (266 zahlende Gäste ist für die Fußballstadt Nordhausen eine Schande!) schwungvoller, wollte gleich zeigen, wer Herr im Kuntz-Sportpark ist, aber zwei Klaus-Freistöße verpufften ebenso wie eine Eckenserie. In der 17. Minute die erste gelbe Karte für Robert Schakau, de etwas übermotiviert in den Zweikampf ging. Die Neckligkeiten der ersten 35 Minuten blieben glücklicherweise in der Kabine und beide Teams konzentrierten sich fortan aufs Spielen. Das können nämlich beide ordentlich und als in der 24. Minute plötzlich Kaiser frei vor Greschke auftaucht, hätte es fast 0:1 gestanden. Doch der Neuzugang entschärft den Schuss. Schott erhöhte jetzt den Druck und in der 32. Minute rettet Sebastian Elle per Kopf für seinen schon geschlagenen Keeper auf der Linie.

Das war es dann auch schon in Durchgang 1 eines flotten Thüringenligaspiels, das von den beiden Abwehrreihen dominiert wurde. Die Pausenansprache von Burkhard Venth muss die intensivere gewesen sein, denn Wacker startet wie die Feuerwehr, hat in der 46. Minute eine Dreifachchance nach einem Fernschuss des gut aufgelegten Thomas Hurt. Aber der finale Schuss von Lars Pohl wird von den Jenaern von der Linie gekratzt. Bei hohen Temperaturen verflachte das Spiel in der zweiten Hälfte immer mehr, obwohl beide weiter auf Sieg spielten.

Eine Direktabnahme von Torsten Klaus und ein verunglückter Kopfball von Sebastian Elle hätten Wacker beinahe auf die Siegerstraße gebracht, doch das wäre des Guten wohl etwas zu viel gewesen und Tore ließen die Abwehrreihen heute einfach nicht zu. Nicht umsonst lobten die Übungsleiter ihre komplette Abwehr nach dem Spiel. Spieler des Tages für mich heute ganz klar Daniel Wiegleb, der unermüdlich und mit hoher Effizienz gespielt hat, keinen Ball verloren gab und taktisch hervorragend stand.

Fazit: viel Taktik, viele gute Ansätze, technisch beschlagene Spieler auf beiden Seiten, aber das wichtigste fehlte halt – die Tore.

Am Rande des Spiels wurde bekannt, dass Ligakonkurrent Ulstertal Geisa heute nicht in Rudisleben/Arnstadt angetreten ist, weil der Verein keine Mannschaft mehr zusammen bekommt. Gerüchte sprachen gar vom Rückzug aus der Thüringenliga.

Trainerstimmen:


wacker (Foto: wacker) wacker (Foto: wacker)


Wolfgang Schakau SV Schott Jena:

Wir haben ein rassiges Spiel gesehen, in dem sich beide Seiten nichts geschenkt haben. Wir haben uns gegenseitig den Schneid abgekauft und in der Folge neutralisiert. Wir können mit dem Punkt gut leben und wissen, dass in dieser Saison jeder Gegner gegen uns hoch motiviert auftreten wird. Die wenigen Chancen auf beiden Seiten ist ein Verdienst der Abwehrreihen. Wacker Nordhausen versucht seit Jahren, wieder aus dem Mittelfeld der Liga zu kommen. Jetzt sieht man, dass Burkhard Venths Arbeit Früchte trägt. Ich glaube, dass unsere beiden Mannschaften am Ende der Saison ganz oben stehen können.

Burkhard Venth FSV Wacker 90 Nordhausen:

Meine Mannschaft hat heute taktisch sehr diszipliniert gespielt, durch die frühe zeitweilige verletzungsbedingte Unterzahl bei den Behandlungen von Sven Pistorius und Torsten Klaus haben wir leider etwas den Faden verloren. Im Mittelfeld haben wir zu wenig Duelle gewonnen, da ist noch mehr Laufarbeit nötig. Stolz bin ich heute auf unsere Abwehr. Am Ende hätte es noch einen glücklichen Sieg geben können, wenn wir die eine oder Chance reingemacht hätten. Beide Teams waren heute richtig gut drauf und wir haben ein gutes Spiel gesehen.
Autor: nnz

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