Do, 11:51 Uhr
28.08.2008
Wacker empfängt Topfavoriten Jena
Der Vorbericht unseres Fußballexperten Klaus Verkouter verspricht heute gleich zwei Kracher fürs Wochenende: Spitzenspiel in der Thüringenliga und Ortsderby in Nordhausen.
Nach dem vom Ergebnis her etwas missglückten 1:1-Punktspielauftakt gegen Schlotheim ließen die Männer von Trainer Burkhard Venth am vergangenen Wochenende in Weimar nichts anbrennen und siegten recht souverän auf dem dortigen Lindenberg mit 1:0. Obwohl Torsten Klaus der Absender des scharfen Schusses war, wurde im offiziellen Spielformular Ahlgrimm als Eigentorverursacher aufgeführt. Hauptsache das Runde war im Eckigen! Der überaus verdiente Auswärtserfolg wurde auch in der Weimarer Tagespresse objektiv bewertet:
Dass dieses 0:1 für Wacker Nordhausen aber am Ende in Ordnung ging, daran zweifelte niemand,…weil den Nordhäusern meist die Initiative gehörte und die Gastgeber in der Abwehr ordentlich zu tun hatten….Am Ende lag eher das 0:2 in der Luft als der Ausgleich. Ein Tor durch Torsten Klaus nach schönem Konter (87.) pfiff der Schiedsrichter zurück - Abseits. Und als beim letzten Weimarer Eckball Mark Reiter mit nach vorn stürmte, ging prompt der Ball verloren. Sören Engelhardt stoppte Klaus, der danach nur noch das leere Tor vor sich gehabt hätte, etwas zu ruppig - und wird nach der Roten Karte wohl länger fehlen.
Ungleich schwerer dürfte den Neunzigern ein Erfolg am nächsten Sonnabend ab 15 Uhr fallen. Mit dem Tabellendritten SV SCHOTT Jena gastiert dann die Elf in Nordhausen, die nach ihrem gescheiterten Aufstieg in die Oberliga in der Saison 2007/2008 – trotz zwischenzeitlichen 14-Punkte-Vorsprungs auf die Verfolger – dieses Mal allgemein als der Topfavorit gehandelt wird. Elf Zugänge zu Beginn dieses Spieljahres zeigen, wie ernst SCHOTT Jena seine Aufstiegsambitionen nimmt.
Seit 1990/91 spielte der Verein bis auf drei Jahre seiner Oberliga-Zugehörigkeit immer in der Thüringenliga und zählte in den letzten Jahren stets zur Spitzengruppe der höchsten Spielklasse des Landes. Wacker schlug diesen Gegner letztmalig 1999 3:0 in Jena. Im Spieljahr davor gelangen zwei klare Siege (auswärts 6:1, zu Hause 4:0). In den folgenden neun Punktspiel-Begegnungen gab es aber nur noch vier Remis sowie fünf Niederlagen in der Oberliga und Thüringenliga.
Ein freundschaftlicher Vergleich 2004 auf neutralem Boden in Riestedt, den die Nordhäuser ebenfalls verloren, vervollständigt die bisherige negative Bilanz. Diese aus Wackersicht aufzubessern, muss das Ziel sein, wenngleich das äußerst kompliziert werden dürfte. Nach ähnlich erfolgreichem Start beider Vereine (Auswärtssieg in der ersten Pokalrunde, Heimunentschieden und Auswärtserfolg in der Thüringenliga) trifft man nun zum 14. Mal aufeinander. Lars Pohl ist wieder dabei, dafür wird es Umstellungen im Mittelfeld geben.
Jenas Trainer Wolfgang Schakau war beim Heimspiel gegen Steinach trotz des 1:1 am Ende zufrieden mit seiner Mannschaft: Die zweite Halbzeit war richtig gut. Was wir da im läuferischen und spielerischen Bereich gezeigt haben, war aller Ehren wert. Nur ein Tor hätten wir noch schießen müssen. Wacker 90 muss sich demnach auf einen Kontrahenten einstellen, der bis zum Letzten den Erfolg anstrebt wird.
Die Brisanz liegt darin: Nur wer gewinnt, bleibt in der Tabelle mit vorn. Bei einer Niederlage wären nach dem 3. Spieltag schon 5 Punkte Rückstand zum Spitzenreiter möglich, denn Rudisleben und Gotha (beide 6 Punkte) erwarten zu Hause vermeintlich schwächere Kontrahenten. Da auch gutes Wetter angekündigt wurde, lohnt sich ein Besuch im Albert-Kuntz-Sportpark zum ersten Heimspiel im gerade begonnenen 86. Jahr seiner Existenz.
Am Sonntag kommt es in Salza um 14.30 Uhr in der Bezirksliga zum ewig jungen Derby zwischen der FSG 99 und Wacker II. Die Gastgeber unter Trainer Fuhrmann benötigen unbedingt einen vollen Erfolg gegen die Elf von Trainer Knut Bernsdorf, um nicht von Anfang an den Anschluss zu verlieren. Doch Wacker will weiterhin oben mitspielen. Für Spannung ist also gesorgt.
Klaus Verkouter
Autor: nnzNach dem vom Ergebnis her etwas missglückten 1:1-Punktspielauftakt gegen Schlotheim ließen die Männer von Trainer Burkhard Venth am vergangenen Wochenende in Weimar nichts anbrennen und siegten recht souverän auf dem dortigen Lindenberg mit 1:0. Obwohl Torsten Klaus der Absender des scharfen Schusses war, wurde im offiziellen Spielformular Ahlgrimm als Eigentorverursacher aufgeführt. Hauptsache das Runde war im Eckigen! Der überaus verdiente Auswärtserfolg wurde auch in der Weimarer Tagespresse objektiv bewertet:
Dass dieses 0:1 für Wacker Nordhausen aber am Ende in Ordnung ging, daran zweifelte niemand,…weil den Nordhäusern meist die Initiative gehörte und die Gastgeber in der Abwehr ordentlich zu tun hatten….Am Ende lag eher das 0:2 in der Luft als der Ausgleich. Ein Tor durch Torsten Klaus nach schönem Konter (87.) pfiff der Schiedsrichter zurück - Abseits. Und als beim letzten Weimarer Eckball Mark Reiter mit nach vorn stürmte, ging prompt der Ball verloren. Sören Engelhardt stoppte Klaus, der danach nur noch das leere Tor vor sich gehabt hätte, etwas zu ruppig - und wird nach der Roten Karte wohl länger fehlen.
Ungleich schwerer dürfte den Neunzigern ein Erfolg am nächsten Sonnabend ab 15 Uhr fallen. Mit dem Tabellendritten SV SCHOTT Jena gastiert dann die Elf in Nordhausen, die nach ihrem gescheiterten Aufstieg in die Oberliga in der Saison 2007/2008 – trotz zwischenzeitlichen 14-Punkte-Vorsprungs auf die Verfolger – dieses Mal allgemein als der Topfavorit gehandelt wird. Elf Zugänge zu Beginn dieses Spieljahres zeigen, wie ernst SCHOTT Jena seine Aufstiegsambitionen nimmt.
Seit 1990/91 spielte der Verein bis auf drei Jahre seiner Oberliga-Zugehörigkeit immer in der Thüringenliga und zählte in den letzten Jahren stets zur Spitzengruppe der höchsten Spielklasse des Landes. Wacker schlug diesen Gegner letztmalig 1999 3:0 in Jena. Im Spieljahr davor gelangen zwei klare Siege (auswärts 6:1, zu Hause 4:0). In den folgenden neun Punktspiel-Begegnungen gab es aber nur noch vier Remis sowie fünf Niederlagen in der Oberliga und Thüringenliga.
Ein freundschaftlicher Vergleich 2004 auf neutralem Boden in Riestedt, den die Nordhäuser ebenfalls verloren, vervollständigt die bisherige negative Bilanz. Diese aus Wackersicht aufzubessern, muss das Ziel sein, wenngleich das äußerst kompliziert werden dürfte. Nach ähnlich erfolgreichem Start beider Vereine (Auswärtssieg in der ersten Pokalrunde, Heimunentschieden und Auswärtserfolg in der Thüringenliga) trifft man nun zum 14. Mal aufeinander. Lars Pohl ist wieder dabei, dafür wird es Umstellungen im Mittelfeld geben.
Jenas Trainer Wolfgang Schakau war beim Heimspiel gegen Steinach trotz des 1:1 am Ende zufrieden mit seiner Mannschaft: Die zweite Halbzeit war richtig gut. Was wir da im läuferischen und spielerischen Bereich gezeigt haben, war aller Ehren wert. Nur ein Tor hätten wir noch schießen müssen. Wacker 90 muss sich demnach auf einen Kontrahenten einstellen, der bis zum Letzten den Erfolg anstrebt wird.
Die Brisanz liegt darin: Nur wer gewinnt, bleibt in der Tabelle mit vorn. Bei einer Niederlage wären nach dem 3. Spieltag schon 5 Punkte Rückstand zum Spitzenreiter möglich, denn Rudisleben und Gotha (beide 6 Punkte) erwarten zu Hause vermeintlich schwächere Kontrahenten. Da auch gutes Wetter angekündigt wurde, lohnt sich ein Besuch im Albert-Kuntz-Sportpark zum ersten Heimspiel im gerade begonnenen 86. Jahr seiner Existenz.
Am Sonntag kommt es in Salza um 14.30 Uhr in der Bezirksliga zum ewig jungen Derby zwischen der FSG 99 und Wacker II. Die Gastgeber unter Trainer Fuhrmann benötigen unbedingt einen vollen Erfolg gegen die Elf von Trainer Knut Bernsdorf, um nicht von Anfang an den Anschluss zu verlieren. Doch Wacker will weiterhin oben mitspielen. Für Spannung ist also gesorgt.
Klaus Verkouter



