Do, 19:38 Uhr
14.08.2008
Handwerk sucht noch Lehrlinge
75 offene Ausbildungsplätze in der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer Erfurt und noch einige nicht besetzte Plätze mehr, die der Kammer nicht gemeldet wurden: Im Handwerk des Kammerbezirkes fehlen geeignete Bewerber für die offenen Ausbildungsstellen...
Da viele Plätze noch nicht besetzt werden konnten, ist auch die Anzahl abgeschlossener Ausbildungsplätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht geringer. 1034 Ausbildungsverträge wurden bis 30. Juli abgeschlossen; im Vorjahr waren es 60 mehr. Offene Ausbildungsplätze gibt es in allen Branchen.
Thomas Malcherek, der Hauptgeschäftsführer der Erfurter Handwerkskammer: Nicht besetzte Ausbildungsplätze sind im Handwerk ein großes Problem. Denn mit den Lehrlingen von heute bauen viele Betriebe ihre Fachkräfte von morgen auf. Mit einem Fachkräfteanteil von über 80 Prozent und einer Ausbildungsquote von rund zehn Prozent bezogen auf die Beschäftigten ist das Handwerk nicht nur ein starker Ausbilder, sondern auch auf guten Berufsnachwuchs angewiesen. Und wir haben Perspektiven zu bieten. Gesellen sind nicht nur gefragte Fachleute. Wir bieten umfassende und vielfältige Qualifizierungen und Fortbildungen. Führungspositionen in Betrieben und die Selbständigkeit sind Ziele, die jeder schon mit Beginn der Ausbildung anstreben kann.
Um den sich seit geraumer Zeit abzeichnenden Bewerberrückgang abzufedern und vor allem motivierten jungen Menschen Perspektiven im Handwerk anzubieten, entwickelten die Handwerkskammern in den letzten Jahren einige attraktive Modelle. Jüngste Initiative ist das Duale Studium Elektrotechnik, ein gemeinsames Projekt der drei Thüringer Handwerkskammern und der Fachhochschule Schmalkalden. Hier wird die Ausbildung zum Elektroniker mit einem Bachelor-Studium kombiniert. Parallel dazu können die Lehrlinge Teile der Meisterausbildung absolvieren. Ein ähnliches Modell – gemeinsam mit der Fachhochschule Erfurt - besteht seit nunmehr zehn Jahren im Bereich der Versorgungstechnik. Für beide Modelle gibt es für Interessenten noch freie Plätze. Auch Betriebe können sich jederzeit an den Modellen beteiligen.
Mit dem Modell Berufsausbildung plus erhalten Auszubildende mit Abitur oder Fachhochschulreife die Möglichkeit, bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen zu erlangen, die die Meisterausbildung verkürzen und Kenntnisse in Computertechnik und technisch orientiertem Englisch vermitteln.
Für gute Realschüler wurde die Integrative Berufssausbildung entwickelt, die die Fachhochschulreife mit einer betrieblichen Ausbildung verknüpft. Absolventen stehen anschließend ebenfalls viele Karrierewege – von der Meisterausbildung bis zum Studium – offen. Dieses Modell wird in den Bereichen Kfz, Metall, Elektro sowie Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik angeboten und wird in Zusammenarbeit mit Berufsbildenden Schulen durchgeführt.
Zu den Ausbildungsmodellen und Karrierewegen erhalten interessierte Jugendliche und Betriebe bei den Jobstarter-Mitarbeitern der Handwerkskammer Erfurt weitere Infos.
Autor: nnz/knDa viele Plätze noch nicht besetzt werden konnten, ist auch die Anzahl abgeschlossener Ausbildungsplätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht geringer. 1034 Ausbildungsverträge wurden bis 30. Juli abgeschlossen; im Vorjahr waren es 60 mehr. Offene Ausbildungsplätze gibt es in allen Branchen.
Thomas Malcherek, der Hauptgeschäftsführer der Erfurter Handwerkskammer: Nicht besetzte Ausbildungsplätze sind im Handwerk ein großes Problem. Denn mit den Lehrlingen von heute bauen viele Betriebe ihre Fachkräfte von morgen auf. Mit einem Fachkräfteanteil von über 80 Prozent und einer Ausbildungsquote von rund zehn Prozent bezogen auf die Beschäftigten ist das Handwerk nicht nur ein starker Ausbilder, sondern auch auf guten Berufsnachwuchs angewiesen. Und wir haben Perspektiven zu bieten. Gesellen sind nicht nur gefragte Fachleute. Wir bieten umfassende und vielfältige Qualifizierungen und Fortbildungen. Führungspositionen in Betrieben und die Selbständigkeit sind Ziele, die jeder schon mit Beginn der Ausbildung anstreben kann.
Um den sich seit geraumer Zeit abzeichnenden Bewerberrückgang abzufedern und vor allem motivierten jungen Menschen Perspektiven im Handwerk anzubieten, entwickelten die Handwerkskammern in den letzten Jahren einige attraktive Modelle. Jüngste Initiative ist das Duale Studium Elektrotechnik, ein gemeinsames Projekt der drei Thüringer Handwerkskammern und der Fachhochschule Schmalkalden. Hier wird die Ausbildung zum Elektroniker mit einem Bachelor-Studium kombiniert. Parallel dazu können die Lehrlinge Teile der Meisterausbildung absolvieren. Ein ähnliches Modell – gemeinsam mit der Fachhochschule Erfurt - besteht seit nunmehr zehn Jahren im Bereich der Versorgungstechnik. Für beide Modelle gibt es für Interessenten noch freie Plätze. Auch Betriebe können sich jederzeit an den Modellen beteiligen.
Mit dem Modell Berufsausbildung plus erhalten Auszubildende mit Abitur oder Fachhochschulreife die Möglichkeit, bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen zu erlangen, die die Meisterausbildung verkürzen und Kenntnisse in Computertechnik und technisch orientiertem Englisch vermitteln.
Für gute Realschüler wurde die Integrative Berufssausbildung entwickelt, die die Fachhochschulreife mit einer betrieblichen Ausbildung verknüpft. Absolventen stehen anschließend ebenfalls viele Karrierewege – von der Meisterausbildung bis zum Studium – offen. Dieses Modell wird in den Bereichen Kfz, Metall, Elektro sowie Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik angeboten und wird in Zusammenarbeit mit Berufsbildenden Schulen durchgeführt.
Zu den Ausbildungsmodellen und Karrierewegen erhalten interessierte Jugendliche und Betriebe bei den Jobstarter-Mitarbeitern der Handwerkskammer Erfurt weitere Infos.

