Do, 08:05 Uhr
14.08.2008
Schlotheim will ersten Sieg bei Wacker
Am Samstag ist es soweit. Wacker Nordhausen steigt in der Thüringen-Liga in den Punktspielbetrieb ein. Der Gegner kommt aus Schlotheim, dessen Geschichte mit einer aufgeblasenen Schweinsblase begann. Die etwas andere Spielvorschau in der nnz wie immer von Klaus Verkouter...
Wacker gegen Schlotheim (Foto: nnz)
Mit einer aufgeblasenen Schweinsblase, in einen alten Hut eingenäht, begann 1907 die Fußballgeschichte in Schlotheim. 1920 entstand aus den Vereinen FC Teutonia und VfB Olympia die Spielvereinigung Schlotheim, die sich langsam von der 3. in die 1. Klasse spielte. Unter dem Namen Vorwärts wurde der Verein 1933 aufgelöst.
Nach 1945 spielte man zunächst als SG Schlotheim lange in der Bezirksklasse Erfurt. 1965 gelang sogar für eine Saison der Sprung in die Bezirksliga, was 1980 wiederholt wurde. Zumeist musste man sich aber in der Bezirksklasse oder gar Kreisklasse abrackern. Auch die Vereinsnamen wechselten wiederholt (Lok, ZSG, Sponeta, SSV 07). 2000 verzichtete dann Wacker Nordhausen mit seiner 2. Mannschaft auf den Aufstieg in die Landesklasse. Schlotheim rückte dafür nach und bedankte sich im Folgejahr mit dem Aufstieg in die Thüringenliga, die man bald aber wieder verlassen musste.
Mit einem Durchschnittsalter von 25,8 Jahren gehört die Elf von Trainer Harald Fritz zu den erfahrensten Mannschaften der Thüringenliga. Da sich Zu- und Abgänge beim SSV 07 ebenso wie beim Gastgeber in bescheidenem Rahmen vollzogen, ist im Wesentlichen mit den gleichen Aufgeboten beider Vertretungen zu rechnen wie im Vorjahr. Unsere Gäste streben im zweiten Jahr ihrer Zugehörigkeit zur höchsten Spielklasse des Freistaates nach dem 12. Tabellenrang in der letzten Saison erneut den Klassenerhalt an, der ihnen mit ihrem gestandenen 18-Mann-Kader und einigen hoffnungsvollen jungen Talenten auch gelingen sollte.
Wozu die Mannschaft in der Lage ist, hat sie zum Saisonschluss gegen Gotha, Sondershausen und bei Schott Jena nachdrücklich unter Beweis gestellt. Mit Wacker taten sich die Schlotheimer in der Vergangenheit jedoch fast immer recht schwer. Lediglich bei zwei Hallenturnieren sprangen für sie ein Unentschieden und ein Sieg heraus. In den übrigen 13 Begegnungen dominierten die Südharzer mehr oder weniger deutlich gegen den SSV. In allen bisherigen vier Punktspielen setzte sich Wacker durch, in der vergangenen Saison jedoch zweimal nur knapp mit 2:1 im AKS und 1:0 auswärts.
Wacker gegen Schlotheim (Foto: nnz)
Viel wird in der kommenden Begegnung am Sonnabend um 15 Uhr davon abhängen, ob der Ex-Nordhäuser René Fernschild, im Mittelfeld Dreh- und Angelpunkt, seine Regiequalitäten entfalten darf und die stabile Abwehr der Seilerstädter um Fritz und Buchtele ausgehebelt werden kann. In der Offensivabteilung stehen mit Bertuch und Tuma ebenfalls routinierte Kräfte. Eine Unterschätzung des SSV 07 wäre also töricht.
Beide Teams setzten sich in der 1. Runde des ODDSET-Pokals auf gegnerischem Platz durch, die Schlotheimer mit 3:2 in Buttstädt und Wacker mit 5:1 in Siemerode. Bleibt die spannende Frage, ob der gelungenen Generalprobe eine erfolgreiche Premiere folgt. Im vergangenen Spieljahr siegte Wacker im Pokal in Ruhla 4:3 und vergeigte den Punktspielauftakt in Gotha bei der 2:3-Niederlage.
Alle bisherigen vier Begegnungen dieser Saison wurden von den Neunzigern gewonnen. Das sollte trotz der dünnen Personaldecke Zuversicht für die kommenden Aufgaben geben. Aus Nordhäuser Sicht wäre ein Dreier beim Auftakt schon mal wünschenswert für das Selbstvertrauen.
Wackers Zweite muss am Sonntag zu einem der Staffelfavoriten reisen. Im Kreisderby bei der LSG Blau-Weiß Großwechsungen muss die Bernsdorf-Truppe ab 14.30 Uhr gleich Farbe bekennen und zeigen, ob sie in der Lage ist, das Resultat der letzten Begegnung bei diesem Gegner zu korrigieren.
Klaus Verkouter
Autor: nnz
Wacker gegen Schlotheim (Foto: nnz)
Mit einer aufgeblasenen Schweinsblase, in einen alten Hut eingenäht, begann 1907 die Fußballgeschichte in Schlotheim. 1920 entstand aus den Vereinen FC Teutonia und VfB Olympia die Spielvereinigung Schlotheim, die sich langsam von der 3. in die 1. Klasse spielte. Unter dem Namen Vorwärts wurde der Verein 1933 aufgelöst.Nach 1945 spielte man zunächst als SG Schlotheim lange in der Bezirksklasse Erfurt. 1965 gelang sogar für eine Saison der Sprung in die Bezirksliga, was 1980 wiederholt wurde. Zumeist musste man sich aber in der Bezirksklasse oder gar Kreisklasse abrackern. Auch die Vereinsnamen wechselten wiederholt (Lok, ZSG, Sponeta, SSV 07). 2000 verzichtete dann Wacker Nordhausen mit seiner 2. Mannschaft auf den Aufstieg in die Landesklasse. Schlotheim rückte dafür nach und bedankte sich im Folgejahr mit dem Aufstieg in die Thüringenliga, die man bald aber wieder verlassen musste.
Mit einem Durchschnittsalter von 25,8 Jahren gehört die Elf von Trainer Harald Fritz zu den erfahrensten Mannschaften der Thüringenliga. Da sich Zu- und Abgänge beim SSV 07 ebenso wie beim Gastgeber in bescheidenem Rahmen vollzogen, ist im Wesentlichen mit den gleichen Aufgeboten beider Vertretungen zu rechnen wie im Vorjahr. Unsere Gäste streben im zweiten Jahr ihrer Zugehörigkeit zur höchsten Spielklasse des Freistaates nach dem 12. Tabellenrang in der letzten Saison erneut den Klassenerhalt an, der ihnen mit ihrem gestandenen 18-Mann-Kader und einigen hoffnungsvollen jungen Talenten auch gelingen sollte.
Wozu die Mannschaft in der Lage ist, hat sie zum Saisonschluss gegen Gotha, Sondershausen und bei Schott Jena nachdrücklich unter Beweis gestellt. Mit Wacker taten sich die Schlotheimer in der Vergangenheit jedoch fast immer recht schwer. Lediglich bei zwei Hallenturnieren sprangen für sie ein Unentschieden und ein Sieg heraus. In den übrigen 13 Begegnungen dominierten die Südharzer mehr oder weniger deutlich gegen den SSV. In allen bisherigen vier Punktspielen setzte sich Wacker durch, in der vergangenen Saison jedoch zweimal nur knapp mit 2:1 im AKS und 1:0 auswärts.
Wacker gegen Schlotheim (Foto: nnz)
Viel wird in der kommenden Begegnung am Sonnabend um 15 Uhr davon abhängen, ob der Ex-Nordhäuser René Fernschild, im Mittelfeld Dreh- und Angelpunkt, seine Regiequalitäten entfalten darf und die stabile Abwehr der Seilerstädter um Fritz und Buchtele ausgehebelt werden kann. In der Offensivabteilung stehen mit Bertuch und Tuma ebenfalls routinierte Kräfte. Eine Unterschätzung des SSV 07 wäre also töricht. Beide Teams setzten sich in der 1. Runde des ODDSET-Pokals auf gegnerischem Platz durch, die Schlotheimer mit 3:2 in Buttstädt und Wacker mit 5:1 in Siemerode. Bleibt die spannende Frage, ob der gelungenen Generalprobe eine erfolgreiche Premiere folgt. Im vergangenen Spieljahr siegte Wacker im Pokal in Ruhla 4:3 und vergeigte den Punktspielauftakt in Gotha bei der 2:3-Niederlage.
Alle bisherigen vier Begegnungen dieser Saison wurden von den Neunzigern gewonnen. Das sollte trotz der dünnen Personaldecke Zuversicht für die kommenden Aufgaben geben. Aus Nordhäuser Sicht wäre ein Dreier beim Auftakt schon mal wünschenswert für das Selbstvertrauen.
Wackers Zweite muss am Sonntag zu einem der Staffelfavoriten reisen. Im Kreisderby bei der LSG Blau-Weiß Großwechsungen muss die Bernsdorf-Truppe ab 14.30 Uhr gleich Farbe bekennen und zeigen, ob sie in der Lage ist, das Resultat der letzten Begegnung bei diesem Gegner zu korrigieren.
Klaus Verkouter


