Do, 11:00 Uhr
20.06.2002
Nordhäuser Konjunktur
Nordhausen (nnz). Geh'n wir mit der Konjunktur ... Doch wo will sie hin? Welchen Kurs die Wirtschaftsentwicklung im Landkreis nun wirklich eingeschlagen hat, verraten die Umfrage-Ergebnisse der IHK Erfurt und die nnz.
Alarmsignale statt Trendwende, Wirtschaft weiter im Konjunkturtief, so sind die Ergebnisse der Konjunkturumfrage der IHK Erfurt für den Zeitraum Januar bis April 2002 in einem Satz zusammengefasst dargestellt. Von Aufschwung spiegelt sich nichts in den Ergebnissen der Konjunkturanalyse wider. Im Gegenteil, die Industrienachfrage stockt, der Konsumstreik der Verbraucher hält an und die Investitionsbereitschaft der Firmen liegt weiter auf Eis.
Nur noch acht Prozent der befragten Unternehmen im Landkreis Nordhausen (im Vorjahres-Zeitraum waren es noch 26 Prozent) bewerten die gegenwärtige Geschäftslage als gut, 40 Prozent als befriedigend und 52 Prozent bewerteten sie schlecht (vor einem Jahr waren es 24 Prozent). Die Erwartungen und Pläne beurteilen 22 Prozent (im Vorjahr 20 Prozent) als günstiger, 34 Prozent (Vorjahreswert: 53 Prozent) als gleichbleibend und 44 Prozent (ein Jahr zuvor 27 Prozent) als ungünstiger.
Bedenklich stimmen die Analyseergebnisse hinsichtlich der künftigen Beschäftigungspläne. Lediglich 6 Prozent (im Vorjahr noch 19 Prozent) gehen von steigenden, 45 Prozent (vor einem Jahr 52 Prozent) von gleichbleibenden und 49 Prozent (zuvor 29 Prozent) sogar von fallenden Beschäftigtenzahlen aus. Investitionsausgaben sind nur noch bei 39 Prozent der befragten Unternehmen in steigender oder gleichbleibender Höhe wie im Vorjahr vorgesehen, 31 Prozent beabsichtigen, die Investitionsausgaben zurückzufahren. 30 Prozent (vor einem Jahr 8 Prozent) führen keine Investitionen durch. Das Konjunkturtief trifft den Einzelhandel besonders hart.
Die Umsatzentwicklung hat sich hier gegenüber dem Vorjahr um ca. 5 Prozent, teilweise um bis zu 10 Prozent verschlechtert. Angesichts dieser Entwicklung bleibt zu hoffen, dass das Aktionsprogramm zur Wirtschaftsentwicklung im Landkreis Nordhausen, das am Dienstag im Rahmen eines Workshops im BIC (siehe nnz-Archiv) vorgestellt wurde, schnell umgesetzt wird und vor allem auch fruchtet. Sonst geht es für die Region bald nur noch nach ganz unten.
Autor: nnzAlarmsignale statt Trendwende, Wirtschaft weiter im Konjunkturtief, so sind die Ergebnisse der Konjunkturumfrage der IHK Erfurt für den Zeitraum Januar bis April 2002 in einem Satz zusammengefasst dargestellt. Von Aufschwung spiegelt sich nichts in den Ergebnissen der Konjunkturanalyse wider. Im Gegenteil, die Industrienachfrage stockt, der Konsumstreik der Verbraucher hält an und die Investitionsbereitschaft der Firmen liegt weiter auf Eis.
Nur noch acht Prozent der befragten Unternehmen im Landkreis Nordhausen (im Vorjahres-Zeitraum waren es noch 26 Prozent) bewerten die gegenwärtige Geschäftslage als gut, 40 Prozent als befriedigend und 52 Prozent bewerteten sie schlecht (vor einem Jahr waren es 24 Prozent). Die Erwartungen und Pläne beurteilen 22 Prozent (im Vorjahr 20 Prozent) als günstiger, 34 Prozent (Vorjahreswert: 53 Prozent) als gleichbleibend und 44 Prozent (ein Jahr zuvor 27 Prozent) als ungünstiger.
Bedenklich stimmen die Analyseergebnisse hinsichtlich der künftigen Beschäftigungspläne. Lediglich 6 Prozent (im Vorjahr noch 19 Prozent) gehen von steigenden, 45 Prozent (vor einem Jahr 52 Prozent) von gleichbleibenden und 49 Prozent (zuvor 29 Prozent) sogar von fallenden Beschäftigtenzahlen aus. Investitionsausgaben sind nur noch bei 39 Prozent der befragten Unternehmen in steigender oder gleichbleibender Höhe wie im Vorjahr vorgesehen, 31 Prozent beabsichtigen, die Investitionsausgaben zurückzufahren. 30 Prozent (vor einem Jahr 8 Prozent) führen keine Investitionen durch. Das Konjunkturtief trifft den Einzelhandel besonders hart.
Die Umsatzentwicklung hat sich hier gegenüber dem Vorjahr um ca. 5 Prozent, teilweise um bis zu 10 Prozent verschlechtert. Angesichts dieser Entwicklung bleibt zu hoffen, dass das Aktionsprogramm zur Wirtschaftsentwicklung im Landkreis Nordhausen, das am Dienstag im Rahmen eines Workshops im BIC (siehe nnz-Archiv) vorgestellt wurde, schnell umgesetzt wird und vor allem auch fruchtet. Sonst geht es für die Region bald nur noch nach ganz unten.


