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Mi, 22:38 Uhr
19.06.2002

Schandfleck weg, Spielstraße her

Nordhausen (nnz). Das Treffen der Oberbürgermeisterin Barbara Rinke mit den Händlern der Nordhäuser Altstadt kann man als fruchtbar bezeichnen. Zumindest wurden schöne Ideen gefunden. Wie diese aussehen, lesen Sie in der nnz.


Barfüßer-Straße als Spielstraße!
„Machen Sie doch aus der Barfüßer-Straße eine Spielstraße!“ - den Auftrag, das zu prüfen, hat Nordhausens Baudezernent Dietrich Beyse von einer Gesprächsrunde mit den Händlern der Nordhäuser Altstadt ins Rathaus mitgenommen. Der Vorschlag kam von einem Einzelhändler, der ein Geschäft in dieser Straße hat. Bei diesem Treffen, zu dem die Stadt Nordhausen in das Jugendfreizeithaus „Das Haus“ eingeladen hatte, wurden von den Unternehmern des historischen Nordhäuser Stadtteils auch andere Varianten für die Verkehrsführung in der Altstadt diskutiert. Sie reichten von „Altstadt als reine Fußgängerzone“ über Schließung der Altstadt für Fahrzeuge ab 18 Uhr bis hin zur Meinung, dass der Verkehr in der Altstadt keinen Beschränkungen unterliegen sollte. Die Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke und Baudezernent Dietrich Beyse sagten zu, alle Vorschläge aus der Altstadt auf ihre Machbarkeit zu prüfen und im September beim nächsten Treffen mit den Altstadt-Händlern Ergebnisse vorzulegen.


Besucher landen im historischen Stadtteil
Die Besucher der Landesgartenschau werden mitten in der Stadt und damit auch mitten im historischen Stadtteil Nordhausens sein. Die Unternehmer der Altstadt wurden jetzt aufgerufen, Vorschläge zu machen, wie sich die Altstadt im Landesgartenschau-Jahr 2004 präsentieren, wie man die Altstadt zu einem Erlebnisbereich machen könnte. Die Oberbürgermeisterin Barbara Rinke ermutigt alle Beteiligten: „Aktionen wie `Nordhäuser Küche´ oder `Nordhäuser Gastlichkeit´ und ein - vielleicht größeres - Altstadtfest würden gut passen. Öffnen Sie Ihre schönen Hinterhöfe, machen sie auf schöne Details der Architektur in der Altstadt aufmerksam. Wir möchten Ihnen Lust auf Ideen machen!“

Auch hatte Barbara Rinke bei ihren Besuchen auf anderen Gartenschauen oft den Eindruck, dass diese - und damit die Besucher - an der Innenstadt vorbeigingen. Das werde in Nordhausen anders sein, da hier die Schau die Gäste mitten in die Stadt bringe. „Und mitten in die Altstadt. Denn der historische Stadtrundgang mit seinen tollen Ausblickspunkten“, so Barbara Rinke weiter „führt vom Petersberg über Rautenstraße, Neue Lesserstiege und Primariusgraben direkt in den historischen Stadtteil.“


Baubrache in der Bäckerstraße bald Vergangenheit
Für die noch unbebauten Grundstücke in der Bäckerstraße ist jetzt eine Lösung in Sicht: Die Vormerkung im Grundbuch für das Gelände zugunsten des Investors - der inzwischen Insolvenz beantragt hat - wird wahrscheinlich gelöscht. Geschieht dies, kann wieder frei über die Grundstücke verfügt werden. Nach anderthalb Jahren juristischer Auseinandersetzung zwischen Stadt und Investor wird das Landgericht Mühlhausen im August ein Urteil verkünden. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke bezog dazu Stellung: „Das Gericht gab zu erkennen, dass es zugunsten der Stadt Nordhausen entscheiden wird.“

Fällt das Urteil positiv aus, ist die Bundesrepublik Eigentümer der Grundstücke. Bis 1990 waren sie Volkseigentum, verwaltet vom Rat der Stadt Nordhausen. Für die Vermarktung, erklärte die Oberbürgermeisterin, gebe es dann zwei Möglichkeiten: Die Stadt kauft die Flächen vom Bund und schreibt sie aus oder die Immobiliengesellschaft des Bundes bietet die Flächen gemeinsam mit der Stadt Nordhausen - ähnlich wie Gelände Pferdemarkt - an. „Auf jeden Fall wollen wir mehrere Investoren für das Areal, damit entsteht Kleinteiligkeit und Vielfalt bei der Art der Bebauung“, bekräftigte Barbara Rinke.


„Schandfleck“ soll verschwinden
Das Grundstück am Königshof könnte ein idealer Platz für ein weiteres gutes Hotel sein. Dies schlug die Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke vor. Das Gelände des ehemaligen Umweltamtes neben der Post werde künftig per Ausschreibung angeboten. Sobald ein Investor gefunden ist, würde auch dieser „Schandfleck“ verschwinden.
Autor: nnz

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