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Mi, 14:48 Uhr
19.06.2002

Wo geht bloß der ganze Müll hin?

Nordhausen (nnz). Fast jeder Bürger produziert jährlich Unmengen an Müll. Bekannt ist, dass dieser Müll auf sogenann-ten Mülldeponien gelagert und verwertet wird. Einen Überblick über das Ausmaß der Müllentsorgung erhalten Sie jetzt in der nnz.


Zu Beginn des Jahres 2001 waren in Thüringen 36 Deponien und 143 Anlagen zur Behandlung von Abfällen in Betrieb. Damit stieg die Zahl der befragten Betriebe seit 1995 von 129 auf 179. In den Thüringer Entsorgungsanlagen wurden im Jahr 2000 nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik insgesamt 2,99 Millionen Tonnen an Abfällen behandelt oder beseitigt. Auf Deponien wurden 1 357 000 Tonnen Abfälle verbracht. Das waren 136.000 Tonnen weniger als im Jahr 1999 und weniger als die Hälfte der 1996 deponierten 2.921.000 Tonnen.

In den 143 Behandlungsanlagen wurden 1.637.000 Tonnen der unterschiedlichsten Abfälle aufbereitet. Darunter wurden an die 46 Thüringer Kompostierungsanlagen mit 698.000 Tonnen kompostierbarer Abfälle fast 5 Prozent mehr angeliefert als im Jahr 1999. Weitere 414.000 Tonnen wurden in Schredderanlagen und 98.000 Tonnen in Bodenbehandlungsanlagen aufbereitet.

Die an Thüringer Anlagen gelieferte Abfallmenge sank von 3,58 Millionen Tonnen im Jahr 1996 auf 2,99 Millionen Tonnen im Jahr 2000. Während im Jahr 1998 die gelieferte Abfallmenge auf 2,76 Millionen Tonnen gesunken war, ermittelte das Thüringer Landesamt für Statistik für das Jahr 1999 einen Anstieg der Abfallmenge auf 3,14 Millionen Tonnen.

Dieser Anstieg ist fast ausschließlich auf einem nahezu verdoppelten Import von Abfällen aus anderen Bundesländern zurückzuführen. Während die Abfallmenge aus anderen Bundesländern von 1996 bis 1998 nahezu konstant bei 500 000 Tonnen im Jahr lag, erreichte sie im Jahr 1999 einen Spitzenwert von 990.000 Tonnen und ging im Jahr 2000 wieder auf 896.000 Tonnen zurück.

Detailliertere Untersuchungen zeigen, dass die beseitigten (deponierten) Abfallmengen fast vollständig aus Thüringen stammten. Dagegen verarbeiteten die Behandlungsanlagen zu 54 Pro-zent Abfälle aus anderen Bundesländern und in geringem Umfang (0,45 Prozent) Abfälle aus dem Ausland.
Autor: nnz

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