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Mi, 13:32 Uhr
19.06.2002

Gesprächsrunde mit Unternehmen

Nordhausen (nnz). Alle Händler, Gastronomen, Gewerbetreibende und Vertreter von Einrichtungen in der Nordhäuser Altstadt hatte gestern Abend die Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke zu einer Gesprächsrunde eingeladen. Wie der Abend verlief, erfahren Sie in der nnz.


Die Resonanz war groß: Mehr als 90 Unternehmer kamen in das Jugendfreizeithaus „Das Haus“ in die Domstraße, um sich einerseits von Frau Rinke und Baudezernenten Dietrich Beyse informieren zu lassen und um andererseits Anregungen, Wünsche und Kritik zu äußern.

In einer Rückschau verwies Frau Rinke darauf, dass Nordhausen immer zwei Zentren gehabt habe. Schon im Jahr 1365 sei die Vereinigung von Neu- und Altstadt eine Vereinigung von Unter- und Oberstadt gewesen. „Unmittelbar nach der Wende haben die Planer überlegt, was man aus dieser Situation machen kann: Man hat sich damals ­ neben der Altstadt - für die Entwicklung des Bereiches rund um den Bahnhof entschieden. Und mit der Ansiedlung der `Südharz-Galerie´ hat man ­ im Sinn einer attraktiven Innenstadt - ein Gegenwicht zum großflächigen Einzelhandel auf der `grünen Wiese´ geschaffen.“

Mit dem Projekt auf dem ehemaligen Polizeigelände am Pferdemarkt ­ Rinke: „ein Filetstück unserer Stadt“ - gehe man jetzt einen weiteren Schritt: Ausbau bzw. Ansiedlung von attraktiven Einzelhandelsangeboten im Zentrum der Stadt. Vom Pferdemarkt aus seien es für die Kunden praktisch nur wenige Schritte bis hin zu den Angeboten in der Altstadt.

Beworben für das Projekt am Pferdemarkt hatten sich insgesamt neun Investoren, fünf seien in der engeren Wahl, inzwischen stehe man kurz vor dem Vertragsabschluss. Auf das Gelände der Immobilie ­ so die bisherigen Planungen ­ solle eine Einkaufszentrum ähnlich dem der „Südharzgalerie“ kommen, kündigte Frau Rinke den Altstadt-Händlern an. „Wir wollen dort Einkauf in gehobener Qualität ­ nicht nur bei Lebensmitteln“, sagte Frau Rinke. Viele Nordhäuser suchten dieses Angebot noch außerhalb Nordhausens. Diesen müsse man attraktive Angebote in der Stadt machen. Das neue Gebäude, 2- bis 3-etagig, soll, darüber hinaus auch Platz für Büros bieten.

Ebenfalls mit Zustimmung haben die Altstadthändler am Montagabend die Nachricht aufgenommen, dass mit dem Einkaufszentrum am Pferdemarkt auch ein Parkhaus kommt. „Diese Hochgarage ist wesentlich günstiger als das Projekt „Tiefgarage“ von Mitte der 90er. Für die damals geplante Garage am Fuß der Altstadt hätte die Stadt jährlich mehr als eine Millionen Mark für deren Betrieb zuschießen müssen. Das hätte Mittel aufgefressen, die wir jetzt für die Sanierung der Altstadt verwendet haben. Das ist vernünftiger“, sagte Frau Rinke. Sie gehe davon aus, dass in Sachen Pferdemarkt bis zum Jahresende „Nägel mit Köpfen“ gemacht sind. „Doch wichtiger als Zeit ist auch bei diesem Projekt die Qualität“.
Autor: nnz

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