Di, 19:31 Uhr
18.06.2002
Gedenkstätte lädt zum Kolloquium ein
Nordhausen (nnz). Zwangsarbeit im ehemaligen Konzentrationslager Mittelbau-Dora: Unter Federführung eines großen Industrie-Konzern wurden Häftlinge für die Raketenmontage eingesetzt. nnz mit den Einzelheiten.
In Zusammenarbeit mit der Universität Erfurt veranstaltet die Gedenkstätte Mittelbau-Dora solche Vortragsreihen mit dem Ziel, universitäre und außeruniversitäre Forschende zur Geschichte und Nachgeschichte des KZ Mittelbau-Dora miteinander zu vernetzen und ihnen ein Forum für den wissenschaftlichen Austausch zu bieten.
Das Dora-Kolloquium soll die Möglichkeit bieten, neue Forschungsergebnisse einem interessierten Publikum in der Region bekannt zu machen. Mit einem Vortrag von Rolf Schmolling (TU Berlin) über Zwangsarbeit für Siemens in Buchenwald und Mittelbau-Dora (1943-1945) beginnt am 21. Juni um 17 Uhr im Medienraum der Gedenkstätte Mittelbau-Dora das Kolloquium.
Unter Federführung des Siemens-Konzerns wurden 1943/44 im Kommando Mibau in Buchenwald KZ-Häftlinge zur Zwangsarbeit für die elektrische Ausstattung der A4-Rakete (V 2) herangezogen. Nach dem alliierten Luftangriff auf die Gustloff-Werke in Buchenwald im August 1944 verlegte die SS die Häftlinge aus dem Kommando Mibau in das KZ Mittelbau-Dora. Dort mussten sie weiterhin in der Raketenmontage arbeiten.
Unabhängig davon gab es in KZ Mittelbau-Dora ein eigenes Häftlingskommando der Firma Siemens für den Ausbau der elektrischen Ausstattung der Stollenanlagen. Im Mittelpunkt des Vortrages stehen die Fragen nach der Zusammenarbeit eines der größten deutschen Rüstungskonzerne mit der SS und der Wehrmacht sowie nach den Auswirkungen qualifizierter Zwangsarbeit auf die Existenzbedingungen der Häftlinge. Rolf Schmolling arbeitet an der TU Berlin an einer Dissertation zur Geschichte der Zwangsarbeit von KZ-Häftlingen in der deutschen Elektroindustrie am Beispiel des Siemens-Konzerns.
Autor: nnzIn Zusammenarbeit mit der Universität Erfurt veranstaltet die Gedenkstätte Mittelbau-Dora solche Vortragsreihen mit dem Ziel, universitäre und außeruniversitäre Forschende zur Geschichte und Nachgeschichte des KZ Mittelbau-Dora miteinander zu vernetzen und ihnen ein Forum für den wissenschaftlichen Austausch zu bieten.
Das Dora-Kolloquium soll die Möglichkeit bieten, neue Forschungsergebnisse einem interessierten Publikum in der Region bekannt zu machen. Mit einem Vortrag von Rolf Schmolling (TU Berlin) über Zwangsarbeit für Siemens in Buchenwald und Mittelbau-Dora (1943-1945) beginnt am 21. Juni um 17 Uhr im Medienraum der Gedenkstätte Mittelbau-Dora das Kolloquium.
Unter Federführung des Siemens-Konzerns wurden 1943/44 im Kommando Mibau in Buchenwald KZ-Häftlinge zur Zwangsarbeit für die elektrische Ausstattung der A4-Rakete (V 2) herangezogen. Nach dem alliierten Luftangriff auf die Gustloff-Werke in Buchenwald im August 1944 verlegte die SS die Häftlinge aus dem Kommando Mibau in das KZ Mittelbau-Dora. Dort mussten sie weiterhin in der Raketenmontage arbeiten.
Unabhängig davon gab es in KZ Mittelbau-Dora ein eigenes Häftlingskommando der Firma Siemens für den Ausbau der elektrischen Ausstattung der Stollenanlagen. Im Mittelpunkt des Vortrages stehen die Fragen nach der Zusammenarbeit eines der größten deutschen Rüstungskonzerne mit der SS und der Wehrmacht sowie nach den Auswirkungen qualifizierter Zwangsarbeit auf die Existenzbedingungen der Häftlinge. Rolf Schmolling arbeitet an der TU Berlin an einer Dissertation zur Geschichte der Zwangsarbeit von KZ-Häftlingen in der deutschen Elektroindustrie am Beispiel des Siemens-Konzerns.


