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Mo, 14:19 Uhr
28.07.2008

Wir bauen Brücken!

Am jetzigen Wochenende wurde im Mobilé in der Nordhäuser Domstraße das Projekt „Interkulturelles Lernen in Kindertagesstätten“ gestartet. Es ist Teil des Lokalen Aktionsplans der Stadt Nordhausen zum Bundesprogramm „Vielfalt tut gut“. Hier die interkulturellen Einzelheiten...

Projekt wird gestartet (Foto: JUSOWE) Projekt wird gestartet (Foto: JUSOWE)

Bereits zwei Drittel aller in Deutschland geborenen Kindern haben einen Migrationshintergrund, Tendenz weiter steigend. Das bedeutet, dass jedes Kind, das heute in Deutschland geboren wird, im Laufe seines Lebens mit Sicherheit in Kontakt mit Menschen kommen wird, die aus einem anderen kulturellen Hintergrund kommen: die anders aussehen, anders gekleidet sind, anders sprechen, eigene Nahrungsgewohnheiten haben, an einem ganz anderen Tag Weihnachten feiern, eigene Werte haben, .... um nur einige auffallende Kriterien zu benennen.

Wenn wir nachhaltig ein friedliches und demokratisches Zusammenleben in dieser multikulturellen Gesellschaft sichern wollen, müssen Kinder – und mit ihnen die Eltern - auf das Leben in Multikulturalität vorbereitet werden. Dies betrifft die Vertreter der Mehrheitskultur genau so wie die der Minderheiten.

Der Alltag in Kindertagesstätten ist hierfür ein wichtiger Lernort – für die Kinder, wie die Erwachsenen (Eltern und Erzieher). Hier kann vor allem über erfahrungsbezogenes Lernen mit Kindern und Eltern das Lernen in einer pluralistischen Gesellschaft erlebbar gemacht werden. Interessant dabei ist, dass interkulturelles Lernen immer auch soziales Lernen ist, in dem Kinder viel über sich und andere erfahren, ihre eigenen Fähigkeiten entdecken, sich auszudrücken lernen, Zusammenhänge erkennen lernen, ..... also wichtige Schlüsselkompetenzen für ihren weiteren Lebensweg erwerben.

Projekt wird gestartet (Foto: JUSOWE) Projekt wird gestartet (Foto: JUSOWE)

Mit unserem Projekt möchten wir diesen Lernort in den Kindertagesstätten Nordhausens bewusst und nachhaltig gestalten, indem wir interkulturelles Lernen zu einem festen Bestandteil des Kindergartenalltags machen.

Aufgerufen waren alle Kindertagesstätten der Stadt Nordhausen sich an dem bis Mai nächsten Jahres in vier Modulen aufgeteilten Projekt zu beteiligen. Das erste Einstiegsseminar haben Mitarbeiterinnen von 8 Kitas wahrgenommen. Sie haben sich mit der Thematik vertraut gemacht, die den Anpassungsprozessen bei einem Wechsel der kulturellen Rahmenbedingungen zugrunde liegenden Gesetzmäßigkeiten kennen und verstehen gelernt.

Das Einführungsseminar ist sehr gut gelungen. Die Teilnehmer waren vom Einsatz vielfältiger Materialien und abwechslungsreichen Methoden begeistert. Die Seminarleiter haben sich sehr über aktive Mitarbeit, Offenheit, Praxisberichte sowie kreative Ideen für die kommenden Module gefreut.

Im Ende August folgenden Seminar werden die Erzieherinnen mit Methoden des interkulturellen Lernens in Theorie und Praxis vertraut gemacht und gemeinsam Möglichkeiten zu deren Einbindung in den Kindergartenalltag entwickeln, bevor sie diese im kommenden Kindergartenjahr in der Praxis erproben und dokumentieren.

Joanna Pawlaczek und Gerrit Bourbeck mit ihrer jahrelangen interkulturellen Erfahrung und ihrem reichlich angefüllten Wissensrucksack begleiten die Kitas während dieses Projektes. Eine weitere Ausbildungsrunde für die Kitas, die aufgrund der Ferienzeit eine Teilnahme dieses Mal nicht ermöglichen konnten, wird am 15.-16. September beginnen.
Ines Gast
Autor: nnz

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