Sa, 17:11 Uhr
25.11.2000
Wacker bleibt auch weiterhin Punktelieferant - 0:3 Niederlage gegen FV Dresden Nord
Nordhausen (nnz). Die als Schicksalsspiel heraufbeschworene Partie gegen den FV Dresden Nord endete für die Nordhäuser in einem Debakel. Dresden war den Nordhäusern in allen Belangen deutlich überlegen. In dritten Minute war es Frank Schneider, der knapp das Tor verfehlte. Doch diese "Anfangsoffensive" sollte nur kurz währen. Wie schon in den Heimspielen zuvor, waren es vor allem gravierende Abwehrfehler der Nordhäuser Hintermannschaft die es den Gästen ermöglichten, in der 14. Minute das 0:1 zu erzielen. Da spekulierte René Facius damit, dass der Ball ins Aus rollen würde, setzte deshalb nicht energisch nach und konnte die Flanke von der linken Seite nicht verhindern. So war es Björn Krügel, der aus vier Metern ungehindert die Führung für die Dresdner erzielen konnte. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit hatte Nordhausen noch einige gute Chancen durch Schneider und Maik Rüdiger, die beide nicht nutzen konnte. Mit diesem 0:1 Rückstand ging es dann zur Halbzeit in die Kabine. Die ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte war Nordhausen die klar spielbestimmende Mannschaft, war aber nicht in der Lage, daraus Kapital zu schlagen. Anders dagegen die Gäste, die ihre Möglichkeiten konsequent ausnutzten. Nach einer Flanke von rechts war es Mirco Soltau, der in der 64. Minute dem gut spielenden Timo Uhde keine Chance ließ und zum 2:0 aus Sicht der Gäste erhöhte. Nur drei Minuten später war es wieder Krügel der zum 0:3 erhöhen konnte. In der 76. Minute hatte Nordhausen die Chance den Anschlusstreffer zu erzielen. Nach einem Foul an René Facius im Strafraum legte sich Frank Schneider den Ball zurecht. Doch traf Schneider lediglich den Pfosten. Hätte man es doch gerade Schneider gegönnt, der sich als einzige Spitze für die Mannschaft bis zur Erschöpfung verausgabte. In der 89. Minute konnten die Nordhäuser den Ball dann doch endlich mal nach über einen Monat wieder ins Tor befördern. Leider hatte der Schiedsrichter, der im gesamten Spiel keine gute Figur abgab, etwas dagegen und gab das Tor wegen eines angeblichen Regelverstoßes von Steffen Klause nicht. Somit ging auch das fünfte Spiel in Folge "zu Null" verloren. Vor allem waren es taktische Fehler, die es Nordhausen nicht ermöglichte, dieses angebliche Schicksalsspiel für sich zu entscheiden. Ein auf der rechten Seite völlig überforderte Sten Prokosch spielte bis zur 82 Minute, bis er von seinem Leiden erlöst wurde, ein Maik Rüdiger spielte phasenweise als Verteidiger und nicht im Sturm, wo Frank Schneider Unterstützung nötig gehabt hätte. Da muss man sich dann doch die Frage stellen, ob der Trainer dem Niveau der Oberliga gewachsen ist. Seine bisherige Punkteausbeute lässt dies allerdings bezweifeln. Waren es bis jetzt immer die Spieler, die für das bisherige Abschneiden verantwortlich gemacht wurden, so muss man auch bei Wacker vielleicht einmal umdenken.
Autor: cg

