Di, 14:27 Uhr
13.05.2008
Front machen
200 Meter hohe Windräder mitten in der Hainleite, das Aus für den Tourismus im Hainröder Teichtal – so in etwa lesen sich die Nachrichten aus dieser Region des Landkreises Nordhausen. Was aber sagen Landespolitiker dazu? Die nnz hat nachgefragt.
Den Bau eines solchen gigantischen Windparks finde ich unerträglich, beschreibt der CDU-Landtagsabgeordnete Egon Primas die Planungen in der Hainleite (siehe hierzu im nnz-Archiv). Als Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion hatte Primas wiederholt Front gegen die Etablierung von Windparks in der Hainleite um in Südharz gemacht. Im Gespräch mit der nnz erinnert er auch an fast einstimmige Beschlüsse des Kreistages.
Darin wurde Landrat Joachim Claus (CDU) aufgefordert, in der Nordthüringer Planungsgemeinschaft dahingehend einzuwirken, daß diese Reviere nicht mehr als Vorranggebiete für Windkraftanlagen ausgewiesen werden. Der politische Druck hat sich gelohnt – allerdings wird das erst im neuen, noch zu beschließenden Raumordnungsplan Früchte tragen. Im alten, derzeit noch gültigen Dokument, können im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Hainleite solche Windmühlen gebaut werden.
Primas gab zu bedenken, daß bei der jetzt noch gültigen Fassung des Raumordnungsplanes im vergangenen Jahrtausend noch Anlagen von 40 oder 50 Meter Höhe die Norm waren. Jetzt aber sollen 200 Meter hohe Spargel in die Landschaft gesetzt werden.
Die rechtliche Situation ist vermutlich auf der Seite der Investoren, die sich auf eben solche Vorranggebiete berufen. Nun soll politischer Druck her. Im laufenden Anhörungsverfahren will Primas den Präsidenten des Landesverwaltungsamtes Weimar anschreiben, und ihm die Auswirkungen schildern. Vor allem auf den Tourismus, der in der Hainleite mit dem Teichtal lebt und stirbt. Primas wird vom Votum des Kreistages berichten, vom Dementi der Kommunen, vor allem aber vom Widerstand der betroffenen Menschen.
Darüber hinaus bittet der Landtagsabgeordnete alle Bürger der Region, ihre Stellungnahmen schriftlich zu begründen und bei den Gemeindeverwaltungen abzugeben. Diese würden dann nach Weimar geschickt, wo die Beamten des Landesverwaltungsamtes letztlich den Bau genehmigen oder versagen.
Autor: nnzDen Bau eines solchen gigantischen Windparks finde ich unerträglich, beschreibt der CDU-Landtagsabgeordnete Egon Primas die Planungen in der Hainleite (siehe hierzu im nnz-Archiv). Als Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion hatte Primas wiederholt Front gegen die Etablierung von Windparks in der Hainleite um in Südharz gemacht. Im Gespräch mit der nnz erinnert er auch an fast einstimmige Beschlüsse des Kreistages.
Darin wurde Landrat Joachim Claus (CDU) aufgefordert, in der Nordthüringer Planungsgemeinschaft dahingehend einzuwirken, daß diese Reviere nicht mehr als Vorranggebiete für Windkraftanlagen ausgewiesen werden. Der politische Druck hat sich gelohnt – allerdings wird das erst im neuen, noch zu beschließenden Raumordnungsplan Früchte tragen. Im alten, derzeit noch gültigen Dokument, können im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Hainleite solche Windmühlen gebaut werden.
Primas gab zu bedenken, daß bei der jetzt noch gültigen Fassung des Raumordnungsplanes im vergangenen Jahrtausend noch Anlagen von 40 oder 50 Meter Höhe die Norm waren. Jetzt aber sollen 200 Meter hohe Spargel in die Landschaft gesetzt werden.
Die rechtliche Situation ist vermutlich auf der Seite der Investoren, die sich auf eben solche Vorranggebiete berufen. Nun soll politischer Druck her. Im laufenden Anhörungsverfahren will Primas den Präsidenten des Landesverwaltungsamtes Weimar anschreiben, und ihm die Auswirkungen schildern. Vor allem auf den Tourismus, der in der Hainleite mit dem Teichtal lebt und stirbt. Primas wird vom Votum des Kreistages berichten, vom Dementi der Kommunen, vor allem aber vom Widerstand der betroffenen Menschen.
Darüber hinaus bittet der Landtagsabgeordnete alle Bürger der Region, ihre Stellungnahmen schriftlich zu begründen und bei den Gemeindeverwaltungen abzugeben. Diese würden dann nach Weimar geschickt, wo die Beamten des Landesverwaltungsamtes letztlich den Bau genehmigen oder versagen.

